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Berühmte Hallenser

Genscher, Hans-Dietrich

Überblick

Porträt Hans-Dietrich Genscher von 2005Genscher absolvierte in Halle ein Studium in Jura und Volkswirtschaft und arbeitete ab 1954 als Rechtsanwalt. Ab 1956 engagierte er sich als FDP-Politiker und wurde 1965 in den Bundestag gewählt. In der SPD-FDP-Koalition von 1969–1974 besetzte er den Posten des Innenministers. Vom stellvertretenden Parteivorsitzenden ab 1968 stieg er 1974 zum Vorsitzenden der FDP auf (bis 1985) und bekleidete von nun an die Posten des Außenministers und Vizekanzlers. Genscher setzte sich für den Koalitionswechsel der FDP ein und wurde in der CDU-CSU-FDP-Regierung wieder Außenminister und Vizekanzler. In dieser Funktion hatte er wesentlichen Anteil an der deutschen Wiedervereinigung.

Am 08. Juni 1991 wurde Hans-Dietrich Genscher zum Ehrenbürger der Stadt Halle ernannt.

Für die Martin-Luther-Universität war Hans-Dietrich Genscher nicht nur Alumnus - er hatte 1946 sein Jura-Studium in Halle begonnen -, sondern ein guter und zuverlässiger Partner auf dem Weg in die akademische Freiheit im vereinten Deutschland. Die MLU würdigte diesen Einsatz Genschers für seine Alma Mater im Jahr 1992 durch die Ernennung zum Ehrensenator innerhalb des Festjahrs zur 175.
1993 wurde Genscher von der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zum Ehrensenator ernannt.

2009 wurde Genschers Geburtshaus in Reideburg Heimstätte der Bildungs- und Begegnungsstätte "Deutsche Einheit" und der im Dezember 2012 eröffneten Dauerausstellung "Einheit in Freiheit".

Aus Anlass seines ersten Todestages am 31. März 2017 wird ihm zu Ehren der Bahnhofsvorplatz in Hans-Dietrich-Genscher-Platz umbenannt. Gleichfalls wird an diesem Tag das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium in Hans-Dietrich-Genscher-Gymnasium umbenannt. Der FDP-Politiker war von 1937 bis 1946 Schüler am Herder-Gymnasium, das 1909 als Reform-Realgymnasium gegründet worden war.

Beruf/Funktion

Bundestagsabgeordneter, Bundesminister des Auswärtigen, Vizekanzler, Jurist 

Geburtsdatum

21.03.1927 

Geburtsort

Halle-Reideburg 

Sterbedatum

31.03.2016

Sterbeort

Wachtberg-Pech