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Berühmte Hallenser

Luckner, Felix Graf von

Überblick

Graf von Luckner, Kaperfahrer der Kaiserlichen Marine und selbsternannter „Seeteufel“,  fungierte im Ersten Weltkrieg als Kapitän des Hilfskreuzers SMS Seeadler und erlangte Berühmtheit, indem es ihm gelang, die englische Seeblockade zu durchbrechen. Zwischen 1926 und 1933 tingelte der Graf durch Amerika und gab auf bezahlten Vorträgen seine Erlebnisse als Abenteuererzählungen zum Besten. Zur NS-Zeit passte er sich den politischen Gegebenheiten an, war jedoch weder Mitglied der NSDAP noch trat er als überzeugter Nationalsozialist auf. Von Mai 1937 bis Juni 1939 kreuzte er mit seinem Segelschiff „Seeteufel“ um die Welt, offiziell als Propagandist für die Nationalsozialisten, tatsächlich aber benutzte er sie in erster Linie als Geldgeber, um wieder zur See fahren zu können.

Durch seine charakterlichen und moralischen Schwächen wird seine Person bis heute kontrovers diskutiert. Seine Verdienste für Halle sind jedoch unumstritten: Luckner verband seit seiner Kindheit eine innige Beziehung zu seiner Heimatstadt Halle, in der er, neben Dresden, zur Schule gegangen war. Dank seinem persönlichen Einsatz wurde die Stadt Halle bei ihrer Eroberung im 2. Weltkrieg nicht zerstört. Luckner verhandelte im April 1945 mit den Amerikanern der US-Division „Timberwölfe“ und erreichte den Abzug des deutschen Stadtkommandanten, entgegen einem ausdrücklichen Führerbefehl, die Stadt „bis zum Letzten“ zu verteidigen. Nach dem Abzug der amerikanischen Truppen und der Übergabe der Stadt an die Rote Armee ging Luckner in den Westen.

Weiterführende Informationen

 

Beruf/Funktion

Seefahrer, Schriftsteller 

Geburtsdatum

09.06.1881 

Geburtsort

Dresden 

Sterbedatum

13.04.1966 

Sterbeort

Malmö 

 

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