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Berühmte Hallenser

Loewe, Carl

Überblick

Der Schöpfer der neueren Ballade empfing erste musikalische Anregungen durch seinen Lehrer Friedrich Daniel Türk, Direktor des Stadtsingechors. In Halle war Loewe von 1809–1817 Schüler der Franckeschen Stiftungen und Mitglied im Stadtsingechor. Nach Abschluss der Schulausbildung studierte Loewe Theologie an der Friedericiana. Er zeigte sich für fast 50 Kompositionen verantwortlich. Sowohl als Komponist als auch Sänger verhalf Loewe der Ballade zu ihrer Bekanntheit; zu seinen berühmtesten Werken zählen dabei die Vertonungen vom „Erlkönig“ und „Edward“. Seine Balladen sind von einer weiten Themenvielfalt geprägt und zeichnen sich durch bildhafte Tonmalerei sowie anschauliche Charakterisierungen aus. Der Komponist Robert Schumann äußerte sich über Loewe wie folgt: „Sollten wir irgendeinen lebenden Komponisten bezeichnen, der vom Beginn seiner künstlerischen Laufbahn bis zum jetzigen Augenblick deutschen Geist und deutsches Gemüth bekundet und es im Zartesten wie im Wildesten, in der Sprache der ersten Liebe, wie im Ausbruche des tiefsten Zornes ausgesprochen hätte, so müßten wir Loewe nennen. Hinzu kommt noch das seltene Bündnis, das hier Komponist, Sänger und Virtuos in einer Person geschlossen haben.“1 1932 wurde er in Greifswald zum Ehrendoktor ernannt, 1937 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. Seine erste Frau verstarb bei der Geburt des ersten gemeinsamen Kindes. Mit seiner zweiten Frau Auguste Lange hatte er schließlich 4 weitere Kinder.  


1 „Leipziger Tageblatt“, 29.07.1835, zitiert nach: http://www.geschichtsverein.unkel.org/loewe.htm

Beruf/Funktion

Komponist, Sänger

Geburtsdatum

30.11.1796 

Geburtsort

Löbejün 

Sterbedatum

20.04.1869 

Ort der Beisetzung

Kiel

 

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