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Berühmte Hallenser

Erxleben, Dorothea Christine

Überblick

Die geborene Dorothea Leporin, Tochter eines Arztes, machte bereits in ihrer Kindheit mit herausragenden geistigen Fähigkeiten und naturwissenschaftlichem Interesse auf sich aufmerksam. Der Vater nahm sie auf dem Gebiet der Medizin bereits in jungen Jahren unter seine Fittiche. Der Zugang zu einem Medizinstudium an der Universität blieb ihr jedoch zunächst verwehrt. Als ihr Vater mit dem König von Preußen eine Zulassung aushandeln konnte, lehnte sie jedoch vorerst ab. Dorothea Erxleben kümmerte sich nun privat viel um ihre eigene Familie, die sie mit dem verwitweten Diakon Johann Christian Erxleben gründete, der zudem 5 eigene Kinder mit in die Beziehung brachte. Sie begann, auch ohne Doktortitel als Ärztin zu praktizieren, musste dadurch allerdings harte Kritik von männlichen Kollegen einstecken. Nachdem sie 1747 die Praxis des Vaters übernahm und nach einem Vorfall mit einer verstorbenen Patientin von anderen Ärzten angeklagt wurde, erhielt sie schließlich die Auflage, ihre Dissertation nachholen zu müssen. So legte sie 1755 erfolgreich ihr Promotionsexamen ab und wurde damit zur ersten Frau in Deutschland, die einen Doktortitel erwarb. Sie praktizierte bis an ihr frühes Lebensende als angesehene Ärztin. Zu Erxlebens Ehren wurden eine Grundschule sowie eine Straße in Halle nach ihr benannt.

Beruf/Funktion

Ärztin  

Geburtsdatum

13.11.1715 

Geburtsort

Quedlinburg 

Sterbedatum

13.06.1762 

Sterbeort

Quedlinburg