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Berühmte Hallenser

Käsebier, Christian Andreas

Kupferstich von Christian Andreas KäsebierKäsebier wurde als Sohn eines Schneiders in der heutigen Mittelstraße 18 in Halle geboren. Er diente in dem in Halle stationierten preußischen Regiment Alt Anhalt, desertierte jedoch und scharte eine Bande von zeitweilig bis zu 50 Räubern um sich, die besonders in Böhmen, Franken und Brandenburg aktiv war. Er inszenierte seine Räubereien mit viel List und Tücke, Verkleidungen und Waghalsigkeiten, war jedoch bekannt für seine gewaltfreie Vorgehensweise, sodass sich um seine Person zahlreiche Legenden rankten. Nach mehreren Verhaftungen wurde er 1748 in Brandenburg an der Havel gefasst und zu lebenslanger Festungshaft verurteilt, die er in Stettin antrat. Während des Siebenjährigen Krieges ließ Friedrich II. während der erfolglosen Belagerung von Prag 1757 Käsebier aus der Haft ins Feldlager holen und schickte den für seine Listen bekannten Räuber als Spion in die eingeschlossene Stadt. Nach zwei Kundschaftergängen wurde Käsebier unter Androhung von Haft zu einem dritten Einsatz genötigt, von dem er jedoch nicht zu den preußischen Truppen zurückkehrte. Sein weiteres Schicksal ist nicht in den Quellen belegt. Käsebiers Prager Erlebnisse inspirierten Egon Erwin Kisch zu der Komödie „Die gestohlene Stadt“, die 1972 unter dem Titel „Die gestohlene Schlacht“ verfilmt wurde.  
 

Beruf/Funktion

Räuber und Spion

Geburtsdatum

 23.09.1710

Geburtsort

 Halle (Saale)

Sterbedatum

nach 1757 

 

 

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