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Halle die Salzstadt

Technisches Halloren- und Salinemuseum von außenIhre Entstehung verdankt die Stadt dem Salz. Vielleicht sogar ihren Namen. Dieser könnte vom keltischen „Hall“ abstammen, was so viel wie „Stätte der Salzbereitung“ bedeutet. Im Mittelalter bildeten die Salzquellen die Grundlage für den Reichtum der Stadt. Die älteste Brüderschaft der Welt, die „Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle“, siedet nach alter Tradition bis heute das Salz auf der ehemaligen „Königlichen Saline“.

Salz ist der wahrscheinlich wichtigste Rohstoff in der Entstehung und Entwicklung der Stadt Halle (Saale). Jahrhundertelang bestimmte es das wirtschaftliche Wohlergehen, prägte politische, gesellschaftliche, kulturelle und rechtliche Strukturen sowie das Erscheinungsbild der Saalestadt.

Den Ursprung bildet eine geologische Besonderheit, bekannt als die „Halle-Störung“ oder die „Hallesche Marktplatzverwerfung“. An der Bruchzone zweier Erdschollen traten natürliche Solequellen mit hoher Salzkonzentration zutage. Die Wurzeln der Gewinnung und Verarbeitung der Sole reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, sodass die Saalestadt auf eine mehr als 5.000-jährige Tradition der Salzgewinnung blicken kann. Im ganzen Stadtgebiet wurden zahlreiche Fundstellen vorgeschichtlicher Salzsiederei entdeckt. Vor allem seit dem Mittelalter war das Salz die Quelle des Reichtums der Stadt.

Die auf dem Hallmarkt gefundenen Solequellen wurden bereits im 8. Jahrhundert zu Brunnen erfasst, um sie besser und rationeller nutzen zu können. Sie hießen Gutjahrbrunnen oder auch Wendischer Brunnen, Deutscher Born, Königsbrunnen, Hackeborn und Meteritzbrunnen. Außerhalb des Stadtgebietes fanden sich später noch der Wittekindbrunnen und der Gesundbrunnen.

Bronzeplatten an Standorten der ehemaligen Solequellen

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Fünf künstlerisch gestaltete Bronzeplatten wurden im November 2021 im Bereich des Hallmarkts verlegt. Die Reliefs markieren die Standorte der ehemaligen Solebrunnen der Halloren: Hackeborn (Hackebornstraße), Gutjahrbrunnen (Oleariusstraße), Deutscher Brunnen (Salzgrafenstraße), Königsbrunnen (heutiger Schulhof des Lyonel-Feininger-Gymnasiums) und Meteritzbrunnen (Hallmarkt). Gestaltet wurden die 80 mal 80 Zentimeter großen Platten von der Schweizer Bildhauerin Maya Graber, die an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle studiert und unter anderem auch das Bronzerelief auf der Ostseite des Marktplatzes gefertigt hat. In den Motiven der Brunnen-Bronzereliefs sind die Sagen und Mythen dargestellt, die sich um die einzelnen Brunnen und die Salzgewinnung ranken. Finanziert wurde das Projekt von der Bohrgesellschaft Landsberg mbH.

Halloren tanzen auf einer Wiese. Brauchtum SonnenZahlreiche Sagen und Mythen erzählen die facettenreiche Geschichte des „weißen Goldes“, viele Orte in Halle zeugen noch heute von seiner engen Verbindung zum Salz. Neben den stadtbildprägenden Bauten sind es vor allem die Menschen, die mit dem Bodenschatz eng verbunden waren. Die halleschen Salzarbeiter, ab dem 18. Jahrhundert „Halloren“ genannt, verfügen über ein reiches Brauchtum, das bis heute wesentlich in der Kulturgeschichte der Stadt Halle ist.

Zu authentischen Orten und eindrucksvollen Artefakten rund um das Thema Salz führt der Kulturstadtplan „Vom ,weißen Gold' zum Silberschatz“. Der Faltplan wurde im November 2021 veröffentlicht und von der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Halleschen Salinemuseum e.V. und der Salzwirker-Brüderschaft in Thale zu Halle erstellt.

In Form eines Markt- und Kulturfestes erinnert das Salz- und Salinefest im September an die Traditionen der Salzstadt.

Schausieden im Salinemuseum. Halloren in ihrer Tracht erklären das Sieden von SalzDie Siedesalzgewinnung dokumentiert das auf dem Gelände der ehemals Königlich Preußischen, später pfännerschaftlichen Saline gelegene Technische Halloren- und Salinemuseum. Das öffentliche Schausieden wird drei bis viermal im Jahr veranstaltet.

Das kulturelle Themenjahr 2021 in Halle (Saale) "Halexa, siede Salz!" widmet sich mit mehr als 100 Veranstaltungen den Themen Salz und Digitalisierung. Es bezieht sich auf den Kern der Identität unserer Stadt – Herkunft – und auf die hochaktuelle Digitalität – Zukunft.
 

Weiterführende Informationen
 

 

 

 

 

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