zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 2 / 7

Archivale des Monats Januar 2022

Eine Neujahrskarte von Robert Moritz

Mann mit Contrabass gezeichnetAls Verfasser der “Hallorengeschichten” und des “Hallorum Hallensis” ist Robert Moritz (1873-1963) in seiner Geburtsstadt Halle bekannt.
Dabei war er als Grafiker, Maler und Schriftsteller in verschiedenen Städten in der Schweiz und Deutschland tätig. Die von ihm jeweils zu Beginn eines neuen Jahres versandten, selbstgestalteten Karten heben sich ab vom gewöhnlichen Neujahrsoptimismus und wiederspiegeln den ihm eigenen Humor und ironischen Blick auf die Zeit.
Jahrzehntelang stand Robert Moritz mit dem Maler Alfred-Weßner-Collenbey in Kontakt. Zusammen mit anderen halleschen Künstlern hatten sich beide bereits um 1900 in der „Skizzenklause Jugend“ und nachfolgend dem „Künstlerverein auf dem Pflug“ zu regelmäßigen Treffen zusammengefunden.
Am 1. Januar 1902 schickte Robert Moritz dem Freund eine Neujahrskarte aus Berlin, wo
er als Lithograf und Mitherausgeber lithografischer Fachzeitschriften Anfang des 20. Jahrhunderts arbeitete.

Als Musiker mit Kontrabass stellt er sich selbst dar. Der dunkle, schwere Klangcharakter des Instruments ist ganz passend zu seinen nachdenklichen Zeilen.

Neujahrskarte 1902 aus dem Nachlass Alfred-Wessner-Collenbey, Lithografie Robert Moritz
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Cornelia Kluth