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Informationen der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus vom 28. Februar bis 15. März 2020

15. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand hat am Sonntag im Rahmen einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation zum Thema Corona-Virus informiert. Aktuell gibt es 17 Infektionsfälle (Stand: Sonntag, 13 Uhr) in der Stadt Halle (Saale).

Am städtischen Bürgertelefon (115), das an sieben Tagen rund um die Uhr erreichbar ist, gab es 290 Anrufe in den letzten 24 Stunden.

Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, Dr. Christine Gröger und die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, erläutern in einem Vidoclip die aktuelle Situation zum Corona-Virus. Der Beitrag kann auf der Internetseite www.halle.de unter Aktuelle Clips abgerufen werden.


Das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:


„Ich möchte noch einmal auf die Allgemeinverfügung der Stadt vom Donnerstag, 12. März, hinweisen: In Halle sind bereits seit Donnerstag letzter Woche alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Darin eingeschlossen sind auch private Veranstaltungen, wenn sie für Jedermann zugänglich sind oder die teilnehmenden Personen keine unmittelbare Beziehung zum Veranstalter haben.

Auch das Versammlungsrecht ist durch das Infektionsschutzgesetz eingeschränkt. Für die Stadt Halle gilt: Versammlungen werden grundsätzlich untersagt.

Deutschland befindet sich im Vergleich zu Italien noch in einer früheren Phase der Pandemie – das heißt, auch hierzulande wird es zu einem Anstieg der Todesfälle kommen.

Bei der Ermittlung der Infektionsketten führten die Pfade auch in Schulen, Kitas und Horte. Folgende Kitas und Schulen scheiden daher für eine Notfall-Betreuung aus, hier befinden sich einige Familien und deren Kinder aktuell in Quarantäne:
Kita: Schlumpfeneck, Schlumpfhausen, Laurentius und Montessori
Schulen: Thomas-Müntzer Gymnasium, Christian-Wolff-Gymnasium, IGS Steintor, Dürer-Grundschule und Kröllwitz-Grundschule

Wir empfehlen allen Familien und Alleinerziehenden dringend – im Sinne der Gesundheit jedes Einzelnen und der Allgemeinheit – die Notfallbetreuung in Schulen, Kitas und Horten nicht in Anspruch zu nehmen.
Betreuen Sie Ihre Kinder zu Hause!
Mit der Schließung von Schulen, Horten und Kitas wird das Ziel verfolgt, die Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jeder Tag zählt.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arbeitgeber und bitten Sie ihn, individuelle Lösungen zu schaffen: Heimarbeit, kreative Arbeitszeitmodelle, Urlaub, Überstunden-Abbau oder die Nutzung von Arbeitszeitkonten. Hier sind die Arbeitgeber gefragt, unbürokratische Lösungen zu finden.

Ich unterstütze die Forderung an den Bund, aus dem Bundeshaushalt zehn bezahlte Extra-Betreuungstage und die Kosten für die Lohnfortzahlung zu finanzieren.

Nur wenn es zwingend nicht anders geht, versuchen Sie eine Notbetreuung zu organisieren, bei Verwandten oder Bekannten. Bei der Suche nach Nachbarschaftshilfe können Bürger und Organisationen auch auf die Engagement-Plattform engagiert-in-halle.de zurückgreifen.

Eltern, die ihr Kind in eine Notfallbetreuung geben müssen, müssen ab Mittwoch, 18. März, ein Formular zum Betreuungsbedarf ihres Kindes von ihrem Arbeitgeber unterzeichnen lassen. Zudem müssen sie ein weiteres Formular mit Angaben zum betreuenden Kind vorlegen. Beide Formulare sind in der Betreuungseinrichtung (Kindertagesstätte bzw. Schule) abzugeben.


Organisationen bieten individuelle Lösungen an, aktuell liegt das Angebot des DRK Landesverbandes unter www.sachsen-anhalt.drk.de(Bitte Kontaktformular nutzen) vor. Helfer können sich dort auf der Internetseite melden. Wichtig ist, dass maximal zwei bis drei Kinder von einer Person betreut werden sollten.

Sollten all diese Bemühungen nicht erfolgreich sein, wenden Sie sich bitte mit einem entsprechendem Nachweis, dass all Ihre Versuche gescheitert sind, an: suche-kinderbetreuung@halle.de

Die Stadt wird in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Halle und der Saalesparkasse eine Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Unterstützer in Höhe von fünf Euro pro Stunde zahlen.

Sorgen Sie füreinander. Denken Sie zuerst an die Schwächeren!

Häusliche Quarantäne bedeutet: nicht zum Briefkasten zu gehen oder ins Gartenhaus oder zur Eisdiele zu fahren.

Die Stadt Halle entschleunigt sich weiter.

Viele Kollegen in der Stadtverwaltung arbeiten von zu Hause aus.

Im Zustand der Allgemeinen Sorge haben Falschmeldungen Konjunktur. Bitte nutzen Sie die amtlichen Quellen.

Nochmals: Ich möchte zur Eigeninitiative aufrufen. Wenn es irgendwie geht, bleiben Sie zu Hause.

Auch in dieser Krise zeigt sich, dass die hallesche Stadtgesellschaft zusammenhält und jeder sein Teil dazu beiträgt.

Und: Bleiben Sie gesund!
 

 

14. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand hat am Sonnabend im Rahmen einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation zum Thema Corona-Virus und Schließung von Schulen, Horten und Kitas informiert. Aktuell gibt es 15 Infizierte (Stand: Sonnabend 14.30 Uhr) in der Stadt Halle (Saale), bei 50 Proben steht das Ergebnis noch aus.

Die Stadt wird ab Montag eine Notfallbetreuung sicherstellen. Der Oberbürgermeister appellierte aber eindringlich an alle Eltern, ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

Halles Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, informieren über die neuesten Entwicklungen zum Corona-Virus und die Schließung von Schulen, Horten und Kitas erläutern in einem Vidoclip die aktuelle Situation zum Corona-Virus. Der Beitrag kann auf der Internetseite www.halle.de unter Aktuelle Clips abgerufen werden.

 Das Statement im Wortlaut:

„Für eine Notfallbetreuung stehen ab Montag die jeweilige Schule, der jeweilige Hort oder die jeweilige Kita zur Verfügung. Wir empfehlen jedoch allen Familien und Alleinerziehenden dringend – im Sinne der Gesundheit jedes Einzelnen und der Allgemeinheit – ihre Kinder zu Hause zu betreuen.

Mit der Schließung von Schulen, Horten und Kitas wird das Ziel verfolgt, die Infektionsketten zu unterbrechen und so die Weiterverbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Jeder Tag zählt.

Der Virologe Professor Alexander Kekulé hat sich dazu gestern wörtlich in den Medien geäußert:

„Die Schließung der Schulen und Kitas ist alternativlos. Das Virus ist viel schneller. Wir haben die Zahlen von vor zehn Tagen, weil nach der Inkubationszeit die Krankheit erst einmal richtig ausbrechen muss. Wir blicken immer in die Vergangenheit. Die Politik muss sich dringend vor dieses Problem setzen und nicht hinterherlaufen. Wir brauchen proaktives Handeln, sonst verlieren wir den Wettbewerb. Für die personalkritische Infrastruktur gilt: Derjenige Partner, der nicht unbedingt gebraucht wird, soll auf das Kind aufpassen. Wenn die Kinder einer Krankenschwester nicht zu Hause bleiben, dann steckt diese Kinder ihre Mutter an, dann steckt das nächste und das übernächste Kind auch seine Mutter an – und statt drei ausgefallenen Krankenschwestern sind es nach einer Woche neun, und nach einer weiteren Woche 27. Der Schaden für die Infrastruktur wird viel größer, als wenn wir die Maßnahme nicht ergreifen.“ (ein Video mit den Erläuterungen von Professor Kekulé finden Sie hier)

Diesen Ausführungen schließt sich die Stadt Halle an.

Die Stadt Halle rät dringend davon ab, Kinder in neuen Gruppen zusammenzuführen – auch wenn die individuelle Betreuung durch Eltern oder Angehörige nicht sofort sichergestellt werden kann.

Die Stadt hat gegenwärtig individuelle Angebote bekommen: von der Freiwilligen-Agentur, dem Freiwilligendienst des Deutschen Roten Kreuzes, von den Kirchen oder von Studierenden der Martin-Luther-Universität. Dafür hat die Stadt eine Plattform geschaffen, gemeinsam mit der Freiwilligenagentur. Sie heißt: engagiert-in-halle.de

Die Schließung der Schulen und Kitas ist alternativlos.

Zudem rät auch die Gesundheitsbehörde der Stadt: Wenn Sie innerhalb der vergangenen zwei Wochen in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen lang zu Hause – auch wenn Sie keine Symptome haben. So schützen Sie sich und Ihr Umfeld.

Die Situation ist ernst, doch es gibt keinen Grund für Panik und Hysterie. Jeder Tag, den wir in der Stadt Halle gewinnen, verringert die Infektionsgefahr – und schützt die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Jede Einwohnerin, jeder Einwohner ist angehalten, in diesen Zeiten Besonnenheit zu zeigen und an den Vorsichtsmaßnahmen mitzuwirken. Die Infektionszahlen von heute bilden nur die Ansteckungsfälle von vor 10 Tagen ab. Das ist die Inkubationszeit, mit der wir arbeiten müssen. Wir blicken also immer in die Vergangenheit. Die Politik muss sich jetzt dringend zeitlich vor dieses Problem setzen. Wir brauchen vorausschauendes, präventives Handeln und nicht Reaktionen auf aktuelle Fallzahlen.

Auch die Stadtverwaltung stellt sich auf diese Situation ein, wie viele andere Unternehmen in der Stadt: Homeoffice, Reduzierung von Besucherströmen, individuelle Lösungen. Jeder muss seinen Beitrag leisten."

Wer Hilfe anbieten möchte oder selbst Hilfe benötigt: Auf der Plattform engagiert-in-halle.de bündelt die Freiwilligen-Agentur die Angebote.

Stadtmuseum Halle ab dem 14. März 2020 bis auf weiteres geschlossen
 
Als Reaktion auf die aktuellen Entwicklungen und Empfehlungen zur Eindämmung der Atemwegserkrankung COVID-19 wird das Stadtmuseum Halle bis auf weiteres geschlossen.
Es finden keine Veranstaltungen statt und es können keine Räumlichkeiten angemietet werden. Bereits geschlossene Verträge werden rückabgewickelt.

 

 

13. März 2020 (5): In der Stadt Halle gibt es aktuell zwölf Infektionsfälle, am Freitagnachmittag wurde ein weiterer positiver Test verzeichnet. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand informierte am Nachmittag in einer Pressekonferenz über die aktuelle Situation. Hier die wichtigsten Punkte seiner Erklärung noch einmal zusammengefasst:

Seit heute sind alle Schul-, Kita- und Hortgebäude sowie die Gebäude der Theater, Oper und Orchester Halle GmbH geschlossen, da die Ermittlung der Kontaktwege nicht mehr sicher und vollumfänglich gewährleistet kann. In diesem Zusammenhang informiert die Stadt Halle (Saale) über die aktuelle Lage:

1. Zur Fiebersprechstunde in der Poli Reil: Hier wurden die Öffnungszeiten erweitert, freitags jetzt auch bis 16 Uhr (statt 13 Uhr) sowie am Wochenende von 9 bis 16 Uhr.

2. Am Montag nimmt der Internist Dr. Frank Ackermann eine Schwerpunkt-Ambulanz in Betrieb: in der Jägergasse 1. Dort können sich ebenfalls Patienten vorstellen. Damit wird das Angebot erweitert und die Poli Reil entlastet.

3. Die Krankenhäuser in der Stadt Halle unterstützen ausdrücklich die Aufrufe der Organisationen an die Bürgerinnen und Bürger, Blut zu spenden.

4. Das Bürgertelefon der Stadt Halle ist ab sofort 24 Stunden am Tag erreichbar: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen unter der Telefonnummer 115 für Bürger-Anliegen zur Verfügung.

5. In diesem Zusammenhang bittet die Stadtverwaltung die Bürgerinnen und Bürger, Auskunftsersuchen vermehrt telefonisch in Anspruch zu nehmen.

6. Um Alleinerziehende zu unterstützen, prüft die Freiwilligen Agentur in Zusammenarbeit mit der Stadt individuelle Betreuungsangebote für Kinder.

7. Bei all den Maßnahmen ist es umso wichtiger, dass sich die Personen, die sich derzeit in Quarantäne befinden, an die Anordnungen der Stadt halten. In den vergangenen Tagen musste die Stadt bei Kontrollen leider 21 Verstöße feststellen. Daher weist die Stadt darauf hin, dass die Nichteinhaltung einer verfügten Quarantäne eine Straftat ist, die mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet wird. Es wurden entsprechende Strafanzeigen gestellt.

8. Da es vereinzelt Fragen zur Untersagung von öffentlichen Veranstaltungen gegeben hat, zum Beispiel durch Sportvereine, hier eine Klarstellung: Öffentlich sind all die Veranstaltungen, die für jedermann zugänglich sind. Das übergeordnete Ziel der Verfügung ist es, größere Personen-Ansammlungen zu verhindern, um die Ausbreitung zu reduzieren.

9. Der Bergzoo Halle schließt ab Samstag, 14.03.2020, für Besucherinnen und Besucher nunmehr auch den regulären Zoobetrieb.

 

13. März 2020 (4): Kliniken der Stadt Halle (Saale) bilden gemeinsamen Krisenstab

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen. In Anbetracht der aktuellen Entwicklung in der Stadt Halle haben sich alle fünf Krankenhäuser der Stadt Halle trägerübergreifend zu einem gemeinsamen Corona-Krisenstab zusammengeschlossen. Das Universitätsklinikum Halle, das BG Klinikum Bergmannstrost Halle, das Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara, das Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau und das Krankenhaus der Diakonie Halle wollen so die Versorgung der Patienten bestmöglich abstimmen und sicherstellen. Sie werden den Austausch von Material absprechen, Dienstpläne beispielsweise für das Fieberzentrum in der Poli-Reil und die ehemalige Orthopädie in der Magdeburger Straße aufeinander abstimmen und einheitliche Maßnahmen zum Schutz der Patienten und der Mitarbeiter vereinbaren.

Im Krisenstab vertreten sind alle drei Arbeitsbereiche der Häuser: die Geschäftsführungen, die Ärztlichen Direktionen und die Pflegedirektionen. Der Krisenstab steht in engem Kontakt zum Krisenstab der Stadt Halle.

Die erste abgestimmte Maßnahme ist eine einheitliche Besucherregelung für alle Krankenhäuser in der Stadt Halle:

  • In den Kliniken der Stadt Halle gilt ab sofort ein Besuchsverbot. Das Besuchsverbot dient dem Schutz der Patienten sowie der Mitarbeiter der Kliniken. Soweit medizinische, sozial indizierte oder palliativmedizinische Gründe eine Ausnahme notwendig machen, wird die jeweilige Klinik Kontakt mit den Angehörigen aufnehmen.

Die Durchführung von planbaren Eingriffen wird in allen Kliniken im Laufe der kommenden Woche auf medizinisch notwendige Eingriffe reduziert.

Die Krankenhäuser in der Stadt Halle bitten alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt um ihre Mithilfe: Begrenzen Sie Ihre Kontakte zu den Krankenhäusern der Stadt Halle auf das absolut notwendige Maß. Denken Sie bitte daran, dass Sie als potentiell infektiöser Träger ein Risiko für Patientinnen, Patienten und Mitarbeitende der Krankenhäuser sein können. Bitte beachten Sie die Ausschilderungen in den einzelnen Häusern und halten Sie sich an die Hinweise des Personals. Nur gemeinsam können alle dafür sorgen, dass sich möglichst wenig Menschen anstecken und so die angemessene Versorgung aller Patientinnen und Patienten in den Krankenhäusern ermöglicht werden kann.

Aktuell melden die Medien einen Rückgang der Blutspenden. Die Krankenhäuser in der Stadt Halle unterstützen ausdrücklich die Aufrufe der Spenderorganisationen an die Bürgerinnen und Bürger.

 

13. März 2020 (3): Wegen des aktuell großen Beratungsbedarfs rund um das Thema Corona-Virus ist das Bürgertelefon ab sofort rund um die Uhr erreichbar.

Unter der Rufnummer 115 beantworten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihre Fragen.

Für medizinische Fragen steht am Wochenende der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweit gültigen Rufummer 116117 zur Verfügung.
 

 

13. März 2020 (2): Das Ordnungsamt der Stadt Halle (Saale) hat in den vergangenen Tagen Quarantäne-Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 21 Verstöße gegen die ausgesprochenen amtlichen Verfügungen festgestellt.
 
Die Nichteinhaltung einer verfügten Quarantäne ist eine Straftat, die mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet wird. Es wurden entsprechende Strafanzeigen gestellt.

  

13. März 2020: In der Stadt Halle hat sich die Zahl der mit dem neuartigen Corona-Virus infizierten Personen auf elf erhöht. Am Donnerstag wurden zwei weiteren Patienten positiv getestet.

Wegen der hohen Nachfragen in der Fiebersprechstunde der Poli Reil haben sich das Gesundheitsamt, die Krankenhäuser und die niedergelassenen Ärzte der Stadt Halle (Saale) darauf verständigt, die Angebote zu erweitern.

Die Fiebersprechstunde in der Poli Reil ist am Freitag, 13. März 2020, bis 16 Uhr und damit drei Stunden länger geöffnet. Auch am Sonnabend und Sonntag ist eine Sprechstunde von 9 Uhr bis 16 Uhr abgesichert.

Am Montag eröffnet in der Stadt zudem die erste Schwerpunktsprechstunde zum Corona-Virus. Diese wird angeboten von der Dr. Frank Ackermann in der Jägergasse 1, 06108 Halle (Saale).

Wegen der hohen Nachfragen durch Patienten ist die Stadt bemüht, die Angebote weiter auszubauen.

 

12. März 2020 (2): Zur aktuellen Situation in der Stadt Halle (Saale) hat Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand heute in einer Pressekonferenz folgende Maßnahmen zum Umgang mit dem Corona-Virus bekannt gegeben:

In der Stadt Halle gibt es aktuell neun Infektionsfälle. Da die Ermittlung der Kontaktwege nicht mehr sicher und vollumfänglich gewährleistet werden kann, sieht der Stab folgende Maßnahmen im Rahmen der Gefahrenabwehr für verhältnismäßig an:
 
1.       Ab morgen, 13. März 2020, ist die Schließung aller Schul-, Kita- und Hortgebäude sowie die Schließung der Gebäude der Theater, Oper und Orchester GmbH Halle (TOOH) für Publikumsveranstaltungen angeordnet.
2.       Der Lehrbetrieb der Universität, der teils auch in den Semesterferien stattfindet, wird ebenfalls ab morgen, 13. März 2020, eingestellt.
3.       Alle öffentlichen Veranstaltungen im Stadtgebiet und der TOOH werden untersagt, unabhängig von der Teilnehmerzahl.
4.       Diese Maßnahmen sind zunächst bis zum Freitag, 27. März 2020, angeordnet. Die Entscheidung über eine mögliche Verlängerung wird dann auf Grundlage der aktuellen Lage getroffen.
 
Die getroffenen Maßnahmen sind mit dem Bildungsministerium, der Universitätsleitung und der Geschäftsführung der TOOH abgestimmt.  Die Leitungen von Kitas und Horten Freier Träger werden umfassend informiert.
 
Die Maßnahmen sind weitreichend, dienen aber der Prävention und dem Schutz der Bevölkerung, um die Ausbreitung des Virus weitgehend einzudämmen. Ich bitte Sie alle, bleiben Sie weiter besonnen. Mit der Einhaltung der angeordneten Maßnahmen zeigen Bürgerinnen und Bürger eine hohe Verantwortung für sich, ihre Familien und die Gesundheit der Allgemeinheit.
 
Der Stab wird die Lage weiterhin umfassend beobachten und bewerten und über alle Entwicklungen informieren.

Für medizinische Fragen steht der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0345 221-3238 zur Verfügung. Informationen und Beratung erhalten Sie zudem rund um die Uhr auch über die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der bundesweit gültigen Rufummer 116117.

Bei Fragen zur Arbeitsorganisation wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Arbeitgeber.

Alle weiteren Fragen nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Telefonservicecenters unter der Nummer 115 entgegen.

Die Stadt hat zu den Sachverhalten folgende Allgemeinverfügungen erlassen: 

 

12. März 2020: In der Stadt Halle (Saale) sind bei Tests am Mittwoch zwei weitere Infektionen mit den neuartigen Corona-Virus festgestellt worden. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten auf sieben Personen.

Trotz der erhöhten Zahl an Infektionen ermittelt und kontaktiert das Gesundheitsamt der Stadt weiter alle Kontaktpersonen der Infizierten, um so mögliche Infektionsketten zu identifizieren.

 

11. März 2020 (3): Im Laufe des Mittwochs sind in der Stadt Halle (Saale) zu den bereits bekannten fünf positiv getesteten Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus keine weiteren hinzukommen.
 
Das Gesundheitsamt weist für alle allgemeinen Informationen zum Umgang mit dem Corona-Virus noch einmal auf die Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts hin.

Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0345 221-3238 zur Verfügung. Informationen und Beratung erhalten Sie zudem rund um die Uhr auch über die Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter der bundesweit gültigen Rufummer 116117.

Weiterhin gilt: Alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sind untersagt. Für alle Veranstaltungen ab 200 Besuchern gelten zudem Auflagen, siehe unten Meldung vom 10. März (2). Dazu hat die Stadt Halle (Saale) auch eine Allgemeinverfügung erlassen:

 

11. März 2020 (2): Das Medizinische Versorgungszentrum Poli Reil verzeichnet seit der Einrichtung des Fieberzentrums am Montag einen großen Zulauf.

Um Wartezeiten zu reduzieren, weist die Stadt Halle (Saale) darauf hin, dass im Fieberzentrum nur in der Stadt ansässige Bürgerinnen und Bürger behandelt werden. Bürgerinnen und Bürger anderer Landkreise oder kreisfreier Städte wenden sich bitte an die für sie zuständigen Stellen.
 
Mit der Maßnahme soll die Handlungsfähigkeit der Fiebersprechstunde sichergestellt werden. Zugleich prüft die Stadt Halle (Saale) aktuell Möglichkeiten, die Kapazitäten der Fiebersprechstunde zu erweitern.
 
Die Stadt Halle (Saale) weist auch noch einmal darauf hin, dass Tests auf eine Corona-Infektion nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts durchgeführt werden. Das heißt, Abstriche erfolgen nur dann, wenn die Patienten bereits Symptome aufweisen und sich zudem in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu infizierten Patienten hatten.
 


11. März 2020 (1): In der Stadt Halle (Saale) sind drei weitere Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus festgestellt worden.

Alle drei betroffenen Patienten wurden am Dienstag im Fieberzentrum in der Poli Reil getestet. Sie waren Teil einer Reisegruppe, die zuvor aus Israel zurückgekehrt war und in der es bereits zuvor einen positiven Test gegeben hatte. Damit gibt es in der Stadt Halle (Saale) aktuell fünf bestätigte Fälle.

 

10. März 2020 (2): Mit der Feststellung der ersten beiden bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus erweitert die Stadt Halle (Saale) ihre Maßnahmen für alle in der Stadt geplanten Veranstaltungen.

Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und die Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, Dr. Christine Gröger, erläutern die Maßnahmen in einem Videoclip. Der Beitrag kann auf der Internetseite www.halle.de unterAktuelle Clips abgerufen werden.

 

  • Alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern sind untersagt.
  • Für alle Veranstaltungen ab 200 Besuchern gelten zudem folgende Auflagen:
    -  Es gilt eine namentliche Dokumentationspflicht für alle Teilnehmer über ihren Gesundheitszustand,
       mögliche Aufenthalte in Risikogebieten und Kontakte mit bereits Infizierten.
    -  Dieses Dokument ist im Vorfeld der Veranstaltung auszufüllen.
  • Die Veranstalter haben die Gesundheitsfragebögen aufzuheben und diese im Falle von Nachfragen dem Gesundheitsamt vorzulegen.
    -  Ein Musterformular des Gesundheitsamtes zur Dokumentation können Sie hier herunterladen.
  • Veranstaltungsteilnehmer, die eine der Fragen mit „Ja“ beantworten, werden aufgefordert, eine Teilnahme an der Veranstaltung zu überdenken.
  • Bei zwei „Ja“-Antworten wird von einer Teilnahme an der Veranstaltung dringend abgeraten. Grundlage hierfür sind die Richtlinien des Robert-Koch-Instituts.
  • Das Gesundheitsamt der Stadt Halle (Saale) empfiehlt zudem, bei allen Veranstaltungen erhöhte Hygienemaßnahmen, z.B. Desinfektionsmöglichkeiten, vorzuhalten.

Die Auflagen der Stadt Halle (Saale) und des zuständigen Fachbereichs Gesundheit ergehen auf Basis des § 28 Abs. 1, S. 2 in Verbindung § 16 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz).
Mit der Untersagung soll die Weiterverbreitung des Virus Corona SARS-CoV-2 im Stadtgebiet von Halle (Saale) verhindert oder verringert werden. Infektionsketten sollen nach Möglichkeit unterbrochen werden. 



10. März 2020 (1) Corona-Virus: Erstes positives Testergebnis in Halle (Saale) - Stadt untersagt Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern

In der Stadt Halle (Saale) wurde am Montag, 9. März 2020, die erste Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus festgestellt.
Die Stadt Halle (Saale) ergreift deshalb weitere Maßnahmen, die zur Eindämmung des Virus beitragen sollen und untersagt mit sofortiger Wirkung alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern. Darunter fallen insbesondere Konzerte, Messen, Musik-, Tanz-, Sport- und Kulturveranstaltungen sowie religiöse Veranstaltungen. Die Regelung gilt bis auf Weiteres und bezieht sich sowohl auf Veranstaltungen in geschlossenen Hallen als auch unter freiem Himmel.
Damit schließt sich die Stadt Halle (Saale) der Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums von Montagabend an.
Das Gesundheitsamt behält sich vor, bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Personen hygienische Auflagen zu erteilen.
Rechtsgrundlage ist § 28 Abs. 1 S. 2 des Gesetzes zur Verhuütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz).
Mit der Untersagung soll die Weiterverbreitung des Virus Corona SARS-CoV-2 im Stadtgebiet
von Halle (Saale) verhindert oder verringert werden. Infektionsketten sollen nach Möglichkeit
unterbrochen werden.

 

9. März 2020: Aktuell gibt es in der Stadt Halle (Saale) keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus.



7. März 2020: Vorsichtsmaßnahme: Stadt stellt Rückkehrer einer Schülerfahrt aus Südtirol unter Quarantäne.

Die Schülerinnen und Schüler, die gestern von einer Ski-Reise aus Südtirol (Italien) nach Halle (Saale) zurückgekehrt sind, werden als Vorsichtsmaßnahme für zwei Wochen unter häusliche Quarantäne gestellt. Das gilt auch für die Personen, die mit den Teilnehmern der Reisegruppe in einem Haushalt leben. Damit soll ein mögliches Infektionsrisiko weitgehend ausgeschlossen werden.
Alle betroffenen Personen haben sich täglich beim Gesundheitsamt zu melden. Sobald jemand von ihnen Symptome zeigt, würde das Gesundheitsamt weitere Maßnahmen einleiten.
Die den betroffenen Personen gestern ausgehändigten Verfügungen sind zwei Wochen wirksam. Damit schließt sich das Gesundheitsamt der Stadt Halle (Saale) der Empfehlung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt als oberster Gesundheitsbehörde an.

 

6. März 2020: Aktuell gibt es in der Stadt Halle (Saale) keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus.

 

5. März 2020: Stadt informiert zum Thema Corona-Virus.

Aktuell gibt es in der Stadt Halle (Saale) keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus.

Die Stadt verweist weiter auf die Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts hin. Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0345 221 3238 zur Verfügung.

 

4. März 2020: Stadt informiert zum Thema Corona-Virus

Aktuell gibt es in der Stadt Halle (Saale) keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus. Die Stadt informiert zum Thema, welche Personen auf Corona getestet werden:

  •  Husten, Schnupfen, Fieber: Die Symptome einer Grippe und des Corona-Virus sind ähnlich. Ein Test auf das Corona-Virus ist aber nur sinnvoll, wenn erstens Symptome einer Erkrankung der oberem Atemwege vorliegen und der Betroffene zweitens in einem Risikogebiet oder in Kontakt mit einem Infizierten war.

  •  Wichtig: Betroffene sollten sich zunächst telefonisch in der Praxis oder der Arzthotline 116117 melden. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten (250 Euro) nur in Fällen, in denen ein begründeter Verdacht z.B. eine Reise in ein Risikogebiet vorliegt. (Quelle: Bild, 4.3.2020)

Zum Umgang mit dem Corona-Virus schließt sich die Stadt Halle (Saale) den Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts an. Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0345 221 3238 zur Verfügung.

 

3. März 2020: Stadt informiert im Video-Clip zum Thema Corona-Virus.

Aktuell gibt es in der Stadt Halle (Saale) keine bestätigte Erkrankung mit dem Corona-Virus. Über die aktuelle Situation in der Stadt zum Thema Corona-Virus informieren Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz, und die Leiterin des Fachbereiches Gesundheit, Dr. Christine Gröger, in einem Videoclip. Unter anderem wird die Zusammenarbeit von Hausärzten und Gesundheitsamt erläutert. Der Beitrag kann auf der Internetseite www.halle.de unter Aktuelle Clips abgerufen werden.

 

2. März 2020: Stadt informiert im Video-Clip zum Thema Corona-Virus.

Zum Thema Corona-Virus und die aktuelle Situation in der Stadt Halle (Saale) informieren Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und die Leiterin des Fachbereiches Gesundheit der Stadt, Dr. Christine Gröger, in einem Videoclip. Der Beitrag kann auf der Internetseite www.halle.de unter Aktuelle Clips abgerufen werden.

 

28. Februar 2020: Stadt hat vorbereitende Maßnahmen eingeleitet.

Die Stadt Halle (Saale) hat vorbereitende Maßnahmen zum Umgang mit dem Corona-Virus eingeleitet: Unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand hat ein Stab die Arbeit aufgenommen, der die Kommu­ni­ka­tion zwischen allen relevanten Akteuren sicherstellt. „Die Stadt trifft damit die erforderlichen Vorkehrungen, falls ein Infektionsfall in der Stadt auftritt. Dies ist bislang nicht der Fall“,  so der Oberbürgermeister.
 
Zum Umgang mit dem Corona-Virus schließt sich die Stadt Halle (Saale) den Handlungsempfehlungen des Robert Koch-Instituts an.
 
Für weitere Informationen steht der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) von montags bis freitags in der Zeit von 8 Uhr bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 0345 221-3238 zur Verfügung.

20.03.2020

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