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Informationen der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus vom 16. März bis 22. März 2020

22. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben auch am Sonntag, 13 Uhr,  in einer Video-Pressekonferenz über die  aktuelle Situation in der Stadt informiert.
Das Video mit den Statements steht auf halle.de unter Aktuelle Clips zum Ansehen bereit. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:
In der Stadt Halle gibt es aktuell 78 Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl um 10 Fälle. 16 Personen werden stationär behandelt; die Patienten sind zwischen 66 und 96 Jahre alt; 2 Patienten werden beatmet.

1. Zur Situation in den Krankenhäusern:
Alle Krankenhäuser im Stadtgebiet sind voll leistungsfähig, die Kapazitäten an Beatmungsbetten werden erweitert.
Der in der Nacht zum Samstag im Elisabeth-Krankenhaus gestorbene Hallenser war nicht mit Corona-Virus infiziert. Das Ergebnis haben wir gestern Nachmittag erhalten.
Wir bitten erneut, vorsorglich jede Person mit Anzeichen für eine schwere Erkältungskrankheit einen Corona-Test durchzuführen.
Hinweisen möchte ich auch noch einmal auf Folgendes: Alle Ärzte, die im Auftrag des Gesundheitsamtes Untersuchungen und Abstriche bei Personen zu Hause vornehmen, kündigen ihren Besuch vorher telefonisch an und weisen sich mit einer städtischen Bescheinigung mit amtlichem Siegel aus.

2. Am gestrigen Tag haben städtische Ordnungskräfte insgesamt 42 Kontrollen durchgeführt: Bei den 14 Spiel- und Bolzplatz-Kontrollen wurden keine Verstöße festgestellt; 2 Verstöße wurden bei Geschäften dokumentiert. Hinzu kommt ein Verstoß bei einer Sport- und Freizeitstätte und ein Verstoß bei einer Gaststätte. Es lagen keine Quarantäne-Verstöße vor.
Ordnungskräfte von Stadt und Polizei mussten 11 Personenansammlung auflösen, in Größenordnungen von 5 bis 10 Personen.
Umfangreiche Kontrollen hat auch die Polizei am gestrigen Tag durchgeführt. Hier wurden 43 Geschäfte kontrolliert, bei 13 wurden Hinweise zu den erforderlichen Zwei-Meter-Abständen gegeben. Außerdem fanden Kontrollen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung zum Tourismus statt, in der Delitzscher Straße. Dabei wurden keine Verstöße festgestellt.

3. Am Bürgertelefon der Stadt Halle - das 24 Stunden am Tag erreichbar ist - wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Samstag 280 Anrufe beantwortet.

4. Noch einmal der Hinweis zum Straßenbahn- und Busverkehr: Ab morgen fahren die Busse und Straßenbahnen im 20-Minuten-Takt statt alle 15 Minuten. Es ist sichergestellt, dass weiter jede Haltestelle in der Stadt bedient wird.

Empfehlungen der Stadt:
Die Infektionszahlen von heute bilden nur die Ansteckungsfälle von vor 10 Tagen ab. Das ist die Inkubationszeit, mit der wir arbeiten müssen.

Bereits am 12. März 2020 hat sich die Stadt Halle (Saale) für drastische Maßnahmen entschieden: die Schließung von Schulen, Kitas und Horten. Alle öffentlichen Veranstaltungen wurden untersagt.
Seit dem 17. März sind auch die privaten Veranstaltungen untersagt, zudem die Gaststätten geschlossen. An diesem Tag haben wir übrigens auch mit unseren täglichen Pressekonferenzen begonnen.
Seit dem 15. März gilt der Aufruf: Bitte bleiben Sie zu Hause!

Seit drei Tagen gilt nunmehr die dringende Empfehlung: Verlassen Sie das Haus nur noch aus wichtigen Gründen:

  • zum Pendeln zwischen Wohnsitz und Arbeitsstelle;
  • zur Ausübung einer notwendigen und nicht aufschiebbaren beruflichen Tätigkeit, die auch nicht in Form von Heimarbeit/Homeoffice ausgeübt werden kann;
  • zum Durchführen von Einkäufen des Grundbedarfs;
  • aus gesundheitlichen Gründen;
  • aus familiären Gründen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Familienmitglieder oder zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung innerhalb der Familie;
  • für kurzzeitige, individuelle sportliche Aktivitäten im Wohnumfeld oder zum Ausgang mit Tieren.

Bitte halten Sie sich im Freien möglichst nur allein oder zu zweit oder mit Angehörigen aus demselben Haushalt auf.

Wichtig: Dies ist eine Ausgangsbeschränkung und keine Ausgangssperre. Die sozialen Kontakte werden auf das absolut Nötigste minimiert. Zu Menschenansammlungen darf es nicht kommen. Ziel ist die deutliche Reduzierung der Zahl von Neuinfektionen. 

Falls Sie im Stadtgebiet unterwegs sind: Bitte rechnen Sie damit, dass sich Ordnungskräfte nach Ihrem Ziel erkundigen.

Um es klar zu sagen: Diese zwingende Aufforderung ist die letzte Stufe vor einer formal angeordneten Ausgangsbeschränkung oder Ausgangssperre nach dem Katastrophenschutzgesetz oder dem Infektionsschutzgesetz.

Auf den Punkt gebracht: Das öffentliche Leben in der Stadt ist damit eingefroren.
Viele Hallenserinnen und Hallenser befolgen diese Regeln! 

Falls Sie mit der von der Bundesregierung gestarteten Rückhol-Aktion nach Halle heimgeholt worden sind, bitte begeben Sie sich sofort für zwei Wochen in heimische Quarantäne und setzen Sie sich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung. Aktuell sind 30.000 deutsche Urlauber aus dem Ausland zurück nach Deutschland geholt worden. Die Gesamtzahl der Betroffenen liegt bei etwa 200.000 Menschen. 

Die Stadt Halle (Saale) hat mit den ersten einschneidenden Beschränkungen des öffentlichen Lebens bereits am 12. März 2020 begonnen. Simulationen und epidemiologische Modelle zeigen, dass die Effekte der Beschränkungen frühestens nach zwei bis drei Wochen greifen. Ob Erfolge eintreten, werden wir in der Stadt Halle also Anfang April sehen.

Ungeachtet dessen müssen wir davon ausgehen, dass die getroffenen Einschränkungen mehrere Monate gelten werden. Seriös kann das derzeit niemand vorhersagen. Aktuell ist dringend geboten, die Ausbreitung zu verlangsamen - so lange, bis ein Impfstoff und ein Medikament entwickelt und zugelassen sind.

Ich erwarte dringend Nachbesserungen an der Landesverordnung zur Eindämmung des Corona Virus. Bereits in den vergangenen Tagen habe ich beispielsweise auf die Situation der Friseure, Physiotherapeuten oder Ergo-Praxen hingewiesen.

Viele Menschen im Gesundheits- und Sicherheitsbereich kämpfen aktuell gegen das Corona-Virus und sind für die Bürgerinnen und Bürger da. Jeden Tag riskieren sie ihre eigene Gesundheit, um Leben zu retten. Ihnen gilt mein großer Respekt und meine Anerkennung. 

Die Retter haben nur einen Wunsch: Bleiben Sie zu Hause!
 

21. März 2020 (2): In der Nacht ist ein 56-jähriger Patient mit einem Infekt und Fieber aufgrund von Atemnot vom Rettungsdienst in das Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert worden und dort verstorben. Die Stadt Halle (Saale) hat am Nachmittag das Test-Ergebnis erhalten. Die genaue Analyse ergab, dass der Mann nicht Corona-positiv war.

21. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, Amtsärztin Dr. Christine Gröger und die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, informierten heute in einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand.

Das Video mit dem Statements finden Sie unter Aktuelle Clips. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 68 Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl um weitere elf Fälle.

Heute Nacht hat sich die Situation in den Krankenhäusern in der Stadt verschärft: So wurde in der Nacht in 56-Jähriger mit einem Infekt und Fieber aufgrund von Atemnot vom Rettungsdienst in das Elisabeth-Krankenhaus eingeliefert, er ist dort wenig später gestorben. Die genaue Analyse, ob der Mann Corona-positiv war, wird gegen 14 Uhr vorliegen. Alle Familien-Mitglieder wurden vorsorglich unter häusliche Quarantäne gestellt.

Das Elisabeth-Krankenhaus hat zudem zwei Corona-positiv-Patienten aufgenommen, der Zustand des Ehepaares ist kritisch. Ein Patient ist im Bundeswehr-Krankenhaus in der Nähe von Leipzig untergebracht.

In einer Jugendhilfe-Einrichtung Am Tulpenbrunnen in Halle-Neustadt wurde eine Erzieherin positiv getestet. Alle Mitarbeiterinnen der Einrichtung und die sieben dort betreuten Kinder und Jugendlichen wurden unter Quarantäne gestellt.

Wir bitten vorsorglich jede Person mit schweren Anzeichen für eine schwere Erkältungskrankheit, einen Corona-Test durchzuführen.

Am Wochenende ist die Fieberambulanz in der Poli Reil mit zwei Ärzte-Teams im Einsatz. Die Schwerpunkt-Ambulanzen in der Jägergasse und vor dem Neustadt-Centrum in Halle-Neustadt sind ab Montag wieder geöffnet. Zur Unterstützung der Ärzte ist zudem ab sofort ein Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung im Einsatz, hier testet ein Arzt im Auftrag der Stadt Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden.

Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Alle Ärzte, die im Auftrag des Gesundheitsamtes der Stadt Halle zu Hause Untersuchungen oder Abstriche vornehmen, kündigen ihren Besuch vorher telefonisch an und weisen sich mit einer Bescheinigung Stadt mit amtlichem Siegel aus.

Am gestrigen Tag haben städtische Ordnungskräfte insgesamt 72 Kontrollen durchgeführt: Dabei wurden keine Verstöße auf Spiel- und Bolzplätzen festgestellt und sieben Verstöße von Geschäften. Es lagen keine Quarantäne-Verstöße vor. In der Nacht mussten Ordnungskräfte von Stadt und Polizei eine Gaststätte Am Gastronom mit Hilfe des Schlüsseldienstes öffnen: Dort feierten sechs Personen heimlich eine Party. Für diese Ordnungswidrigkeit erhielt jeder Gast eine Anzeige. Ordnungsamt und Stadt haben zudem drei Personenansammlung aufgelöst. Diese Zahl ist rückläufig.

Am Bürgertelefon der Stadt Halle wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Freitag 924 Anrufe beantwortet.

Ab kommendem Montag fahren die Bussen und Straßenbahnen im 20-Minuten-Takt statt alle 15 Minuten. Es ist sichergestellt, dass weiter jede Haltestelle in der Stadt bedient wird. Alle Fahrpläne sind ab sofort auf der Internetseite der HAVAG verfügbar. Die Aushangfahrpläne sind ab Betriebsbeginn am Montagmorgen an den Haltestellen vorhanden.

Auf Grund der aktuellen Lage im Umgang mit dem Corona-Virus haben die Gremien des Stadtrates und die Verwaltung ihre Arbeitsweise entsprechend angepasst: In Abstimmung mit der Stadtratsvorsitzenden, den Fraktionsvorsitzenden sowie dem Oberbürgermeister finden die Gremiensitzungen vorläufig nicht statt. Die Beratung und Entscheidung von dringenden unaufschiebbaren Angelegenheiten erfolgte gestern erstmals im Rahmen einer gemeinsamen Videokonferenz. Der Oberbürgermeister wird auf dieser Grundlage nunmehr Eilentscheidungen treffen. Diese Entscheidungen werden den Stadträtinnen und Stadträten im Nachgang unverzüglich bekanntgegeben und in die Tagesordnungen der jeweiligen Ausschuss- und Stadtratssitzungen aufgenommen. Die nächste gemeinsame Videokonferenz soll am Freitag, 27. März 2020, stattfinden.

Empfehlungen der Stadt: 
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal auf die Zeitschiene, der städtischen Maßnahmen hinweisen: Bereits am 12.03.2020 hat die Stadt eine Allgemeinverfügung zur Schließung von Kitas, Horten, und Schulen erlassen. Der Lehrbetrieb an der Universität wurde eingestellt; alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt.

Am 17.03.2020 hat die Stadt den Katastrophenfall ausgerufen. Es wurden alle öffentlichen und nicht öffentlichen Veranstaltungen jeglicher Art untersagt. Keine Gaststätte nach Gaststättengesetz des Landes Sachsen-Anhalt (GastG LSA) darf für den Publikumsverkehr öffnen. Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind generell untersagt. Ausnahmen bleiben Besuche von Palliativpatienten und Kindern unter 13 Jahren. Die Einrichtungen können Einzelfallentscheidungen treffen.

Wie bereits gestern dringend empfohlen, gilt folgende Aufforderung an die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt: Bitte verlassen Sie das Haus nur noch für dringende Angelegenheiten. Aufenthalte im Freien sind nur allein oder zu zweit oder für Menschen aus demselben Haushalt möglich. Das Verlassen des Wohnsitzes kommt nur noch in Betracht:

  • zum Pendeln zwischen Wohnsitz und Arbeitsstelle zur Ausübung einer notwendigen und nicht aufschiebbaren beruflichen Tätigkeit, die auch nicht in Form von Heimarbeit/Homeoffice ausgeübt werden kann;
  • zum Durchführen von Einkäufen des Grundbedarfs;
  • aus gesundheitlichen Gründen;
  • aus familiären Gründen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Familienmitglieder oder zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung innerhalb der Familie
  • für kurzzeitige, individuelle sportliche Aktivitäten im Wohnumfeld oder zum Ausgang mit Tieren.

Es wird also niemand eingesperrt, aber die sozialen Kontakte sollten auf das absolut Nötigste minimiert werden. 
Ich setze auf die Einsicht der Hallenserinnen und Hallenser. Ich erwarte, dass sie diesen Anweisungen diszipliniert folgen. Die Ordnungskräfte sind angehalten, sich bei den Hallenserinnen und Hallensern zu erkundigen. Das ist die letzte Stufe vor einer formal angeordneten Ausgangssperre nach dem Katastrophenschutzgesetz oder dem Infektionsschutzgesetz.

Es gibt auf der Grundlage der Erfahrungen in China nur ein Rezept: absolute Konsequenz. Nach sechs Wochen gibt es in China keine Neuinfektionen mehr. Ich zitiere: „Eine totale Ausgangssperre ist epidemiologisch unbegründet, wirtschaftlich desaströs und eine soziale Katastrophe“, so der hallesche Virologe Prof. Alexander Kekulé. Dieser Auffassung schließe ich mich ausdrücklich an.

Noch immer gibt es in der Stadt Halle eine kleine Gruppe die sagt, es sei besser, das Virus solle sich ausbreiten, irgendwann seien dann 80 Prozent der Bevölkerung immun, und es würden nur die, die sowieso schon krank sind, sterben. Das stimmt nicht. In Wuhan sind viele junge Menschen gestorben, vor allem Ärzte und Pflegekräfte.

Wir müssen gegenseitig auf uns Acht geben und uns zur Einhaltung dieser Regeln zwingen. Nur so können wir das Virus bestmöglich überstehen.

Die Stadt Halle handelt entschlossen.

Bleiben Sie gesund!

20. März: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben auch am Freitag in einer Video-Pressekonferenz über den aktuellen Stand informiert.

Das Video zur Pressekonferenz steht unter Aktuelle Clips zum Ansehen bereit. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 57 Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl um weitere sieben Fälle.

Vor dem Neustadt-Centrum in Halle-Neustadt hat heute die Fieberambulanz des Allgemeinmediziners Dr. Matthias Benecke den Betrieb aufgenommen. Die bereits bekannten Standorte – die Poli Reil und die Praxis des Internisten Dr. Frank Ackermann – werden damit unterstützt.

Im Krankenhaus Martha-Maria in Dölau werden derzeit drei Patienten auf der Intensivstation behandelt, zwei von ihnen sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Auch im Universitätsklinikum wird ein Patient intensivmedizinisch behandelt, das Testergebnis steht hier noch aus. In den Krankenhäusern Bergmannstrost, St. Elisabeth und St. Barbara sowie in der Diakonie gibt es aktuell keine stationäre Behandlung von Corona-positiv-Patienten.

Der positiv getestete Feuerwehrbeamte bei der Berufsfeuerwehr ist nach seinem Urlaub direkt unter Quarantäne gestellt worden. Er hatte keinen direkten Kontakt zu anderen Kollegen der Berufsfeuerwehr. Drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr in Ammendorf befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.  Sowohl die Berufsfeuerwehr als auch alle Ortswehren sind aber weiter voll einsatzfähig.

Am gestrigen Tag haben städtische Ordnungskräfte 164 Kontrollen durchgeführt: So mussten in zwei Spielotheken, die verbotenerweise geöffnet hatten, Platzverweise erteilt werden. Nur noch in einzelnen Fällen wurden bei 63 Kontrollen Eltern und Kinder auf Spiel- und Bolzplätzen angetroffen. Weiterhin wurden 47 Quarantäne-Kontrollen durchgeführt, dabei wurde ein Verstoß festgestellt.

Am Kanal in Halle-Neustadt mussten städtische Ordnungskräfte unter Vollzugshilfe der Polizei eine Ansammlung von 150 Jugendlichen auflösen. Auch auf der Peißnitz mit der Ziegelwiese waren die Ordnungskräfte im Einsatz. Zudem wurden 20 Geschäfte kontrolliert, dabei wurden zwei Verstöße festgestellt.

In den Kitas wurden heute 43 Kinder betreut. An den Schulen wurden elf Notfallbetreuungen gemeldet. Die Zahlen sind damit insgesamt rückläufig.

Am Bürgertelefon der Stadt Halle, das 24 Stunden am Tag erreichbar ist, wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Donnerstag 1362 Anrufe beantwortet.

Die Havag hat in den vergangenen Tagen einen deutlichen Rückgang der Fahrgastzahlen um mehr als 50 Prozent registriert. Ab kommendem Montag wird die Frequenz im Öffentlichen Personennahverkehr deshalb reduziert. Der Takt von Bussen und Straßenbahnen wird angepasst, Straßenbahnen fahren dann nur noch im 20-Minuten-Takt statt alle 15 Minuten. Es ist sichergestellt, dass weiter jede Haltestelle in der Stadt bedient wird. 
(detaillierte Informationen unter www.havag.de)

Die Stadtverwaltung erreichen aktuell viele Nachfragen von Gewerbetreibenden, für die die gegenwärtigen Einschränkungen eine große Herausforderung darstellen. Die Stadt hat deshalb folgende Sofortmaßnahmen beschlossen:

  • Steuervorauszahlungen für 2020 werden auf Antrag angepasst oder neu festgesetzt. Eine Stundung oder Ratenzahlung ist dann nicht mehr notwendig.
  • Alle anderen Gewerbesteuerforderungen werden auf Antrag zinslos gestundet.

Die städtische Wirtschaftsförderung beantwortet zahlreiche Anfragen von Unternehmerinnen und Unternehmern. Dazu hat die Stadt zentrale Telefonnummern geschaltet:
0345- 221 4777 oder 0345-221 4067
 
Empfehlungen der Stadt: 
Bleiben Sie zu Hause! Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, sollten Hallenserinnen und Hallenser ab kommendem Samstag das Haus nur noch für dringende Angelegenheiten verlassen. Aufenthalte im Freien sind nur allein oder zu zweit oder für Menschen aus demselben Haushalt zu empfehlen.

Das Verlassen des Wohnsitzes sollte nur in Betracht kommen:
-    zum Pendeln zwischen Wohnsitz und Arbeitsstelle; zur Ausübung einer notwendigen und nicht aufschiebbaren beruflichen Tätigkeit, die auch nicht in Form von Heimarbeit/Homeoffice ausgeübt werden kann;
-    zum Durchführen von Einkäufen des Grundbedarfs;
-    aus gesundheitlichen Gründen;
-    aus familiären Gründen zur Unterstützung hilfsbedürftiger Familienmitglieder oder zur Unterstützung bei der Kinderbetreuung innerhalb der Familie
-    kurzzeitige, individuelle sportliche Aktivitäten im Wohnumfeld oder zum Ausgang mit Tieren.

Ausdrücklich: Es handelt sich hierbei formal nicht um eine Ausgangssperre nach dem Katastrophenschutzgesetz, sondern um dringende Empfehlungen des OB der Stadt Halle an der Saale. Über eine eventuelle Ausgangssperre beraten am Sonntag die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin.

Der Oberbürgermeister unterstützt die Kampagne von nt-Intendant Matthias Brenner, dass in Theaterwerkstätten Atemschutzmasken angefertigt werden.

Auch die Challenge: Bleibt zu Hause. Wir sind für euch da! von Krankenhäusern, Polizei und Krisenstäben findet ausdrückliche Zustimmung.

19. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben über den aktuellen Stand informiert. Das Video zur Pressekonferenz steht unter Aktuelle Clips zum Ansehen bereit.

Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters zum Nachlesen:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 50 Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl innerhalb der letzten 24 Stunden um zwölf Fälle.

1. Auf unseren Aufruf am gestrigen Tag haben sich Ärzte gemeldet, die die Fieberambulanzen unterstützen wollen. Dafür sind wir sehr dankbar. In Halle-Neustadt werden wir eine weitere Anlaufstelle einrichten. Die Ambulanz wird vor der Praxis des Allgemein-Mediziners Dr. Matthias Benecke in der Neustädter Passage 17a morgen in Betrieb gehen. Damit stehen den Bürgerinnen und Bürgern dann drei Schwerpunkt-Praxen zur Verfügung – neben der bereits bekannten Poli Reil und der Ambulanz des Internisten Dr. Frank Ackermann.

2. Im Krankenhaus Martha-Maria in Dölau haben wir vier weitere Infektionen festgestellt, darunter drei Ärzte. Auch bei der Berufsfeuerwehr gab es einen positiven Fall. Die Beispiele zeigen, welche Herausforderungen auch auf unser Gesundheits- und Sicherheitssystem zukommen. 

3. Sie haben den Einsatzleitwagen auf dem Marktplatz gesehen: Er dient seit gestern der Koordinierung der Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet. Die Kameradinnen und Kameraden unterstützen die Stadt vor Ort bei der Information der Bürgerinnen und Bürger zu den Einschränkungen im öffentlichen Leben.

4. Zu den Kontrollen: Städtische Ordnungskräfte haben gestern 73 Spielplätze kontrolliert. Dabei wurden 21 Platzverweise erteilt. Weiterhin wurden 79 Geschäfte kontrolliert, 37 davon waren trotz Anordnung des Landes zur Schließung geöffnet. Hinzu kamen Gaststättenkontrollen, die Auflösung von Personenansammlungen und Quarantänekontrollen.

5. Bei der Auflösung von Ansammlungen im Südpark, am Thüringer Bahnhof und am Reichardts Garten begegnete den städtischen Ordnungskräften teils massive Gegenwehr. Vor allem bei Jugendlichen mussten wir feststellen, dass der Ernst der Lage oft nicht erkannt wird. Daher möchte ich an dieser Stelle noch einmal klarstellen: Das Verbot von Ansammlungen ist kein Spaß. Wenn hier kein Einsehen eintritt, müssen wir ggf. über weitergehende Maßnahmen nachdenken. Wir müssen jetzt auf diejenigen Rücksichten nehmen, die besonders gefährdet sind: ältere Menschen, chronisch Kranke. Deshalb appelliere ich noch einmal an die Verantwortung aller.

6. Die Kräfte des Polizeireviers Halle unterstützen uns bei den Kontrollen sehr engagiert, werden aber perspektivisch an Kapazitätsgrenzen stoßen. Das heißt im Klartext: Wir werden vermehrt Vollzugshilfe der Polizei benötigen. Die Anforderung einer Hundertschaft der Polizei wurde vom Innenministerium vorerst abgelehnt.

7. Die Stadt bittet weiterhin alle Eltern eindringlich darum, ihre Kinder nicht in die Notfallbetreuung zu bringen, sondern möglichst zu Hause zu betreuen: In den Kitas wurden heute 61 Kinder betreut. An den Schulen ist die Zahl rückläufig; hier wurden heute sechs Notfallbetreuungen gemeldet.

8. Am Bürgertelefon der Stadt Halle - das 24 Stunden am Tag erreichbar ist - wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Mittwoch 1298 Anrufe beantwortet.

Empfehlungen der Stadt:

Die Stadt Halle (Saale) weist darauf hin, dass Bewegung und Sport im Freien möglich sind, wenn der Sicherheitsabstand eingehalten wird.

Aktuell erreichen uns zahlreiche Nachfragen, warum Frisörsalons von der Schließungsanordnung des Landes ausgenommen sind. Hierzu haben viele Frisöre inzwischen eine Unterschriftensammlung initiiert, an der sich Stand 12.30 Uhr schon mehr als 90.000 Menschen beteiligt haben. Die Frisöre wollen damit erreichen, dass sie in die Anordnung des Landes zur Schließung aufgenommen und geschützt werden. Ähnliche Nachfragen erreichen uns auch von Logopäden.

Sie sehen also, was für eine komplizierte Lage mit der Anordnung von zahlreichen Ausnahmen eingetreten ist. Dazu passt auch, dass das Landesverwaltungsamt heute die Sonntagsöffnung für zahlreiche Branchen genehmigt hat.

Die Stadt bleibt bei ihrer Linie, das öffentliche Leben für einen gewissen Zeitraum nahezu einzufrieren.

 

18. März 2020 (2): Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales Katharina Brederlow und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Mittwoch zur aktuellen Lage informiert. Das Video zur Pressekonferenz steht unter Aktuelle Clips zum Ansehen bereit.

Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 38 Infektionsfälle. Damit stieg die Zahl allein von gestern Abend zu heute Morgen noch einmal um elf Fälle.

1. In der Fiebersprechstunde in der Poli Reil wurden gestern rund 90 Patienten betreut. Um die Patientenströme besser zu koordinieren, richtet die Stadt vor Ort ein elektronisches Wartenummern-System ein. Auch die Schwerpunkt-Ambulanz des Internisten Dr. Frank Ackermann führt weiterhin Tests durch.

2. Inzwischen musste ein Corona-positiver Patient in eine Klinik eingewiesen werden: das Martha-Maria in Dölau. Die übrigen Corona-positiven Patienten befinden sich weiterhin in häuslicher Quarantäne.

3. Bei entsprechenden Quarantäne-Kontrollen am gestrigen Tag konnten erneut keine Verstöße gegen die Quarantäne-Auflagen festgestellt werden. Insgesamt wurden gestern 40 Kontrollen durchgeführt. Hinzu kamen 100 Kontrollen von Spielplätzen und 36 Kontrollen von Fitness-Studios. Hier wurden die vor Ort angetroffenen Personen zunächst über die aktuelle Lage im Umgang mit dem Corona-Virus informiert. Bei der Information von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen und Einrichtungen unterstützen ab sofort auch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Halle (Saale).

4. Die Stadt bittet alle Eltern noch einmal eindringlich darum, ihre Kinder nicht in die Notfallbetreuung zu bringen, sondern möglichst zu Hause zu betreuen: In den Kitas wurden heute erneut 62 Kinder betreut. Aus den Schulen wurden acht Notfallbetreuung gemeldet.

5. Am Bürgertelefon der Stadt Halle - das 24 Stunden am Tag erreichbar ist - wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Dienstag 1.050 Anrufe beantwortet. Wie Sie wissen, steht die Verwaltung unter dieser Bürgertelefon-Nummer auch für städtische Dienstleistungen zur Verfügung. Das gleiche gilt für Fragen an das Gesundheitsamt, die ebenfalls unter der 115 beantwortet werden. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger außerdem, telefonische Fragen nicht direkt an das Fieberzentrum oder die Schwerpunkt-Ambulanz zu richten. Bitte kontaktieren Sie dazu Ihre Hausärzte telefonisch.

6. Das Deutsche Rote Kreuz hat angekündigt, seinen Blutspendedienst zu intensivieren und steht für Fragen zu Blutspenden telefonisch zur Verfügung, genauso wie der Blutspendedienst des Universitätsklinikums.

7. Wie Sie sicher schon wissen, wurde nunmehr auch die gemeinsame Museumsnacht der Städte Halle und Leipzig abgesagt. Auch der diesjährige Frühjahrsputz der Stadt Halle wird auf Grund der aktuellen Situation nicht stattfinden. 

Der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) in seiner Funktion als Leiter der Katastrophenschutzbehörde stellt fest, dass das gesamte Stadtgebiet von der Gefahr einer exponentiellen Ausbreitung des Virus betroffenen ist. Alle Bewohner und andere Personen haben den Anordnungen der Katastrophenschutzbehörde Folge zu leisten. Um die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus zu senken, hat der Oberbürgermeister die Anweisung getroffen, dass die Verordnung des Landes vom 17.03.2020 um folgende Punkte erweitert wird:

1. Öffentliche und nicht öffentliche Veranstaltungen jeglicher Art sind untersagt.

2. Keine Gaststätte nach Gaststättengesetz des Landes Sachsen-Anhalt (GastG LSA) darf für den Publikumsverkehr geöffnet werden.

3. Besuche in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind generell untersagt. Ausnahmen bleiben Besuche von Palliativpatienten und Kindern unter 13 Jahren. Die Einrichtungen können Einzelfallentscheidungen treffen.

4. Die Stadt Halle (Saale) fordert eine Hundertschaft der Polizei beim Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt zur Unterstützung bei der Durchsetzung der Anordnungen an.

5. Die Stadt Halle (Saale) fordert vorsorglich die Hilfe der Bundeswehr zur medizinischen Versorgung an.

6. Die Stadt Halle (Saale) fordert beim Pandemie-Stab des Landes Sachsen-Anhalt Schutzausrüstung in Höhe von 1000 Schutz-Sets (Mundschutz, Kittel, Tests) pro Tag an.

7. Bewohner und andere Personen in der Stadt Halle (Saale) haben allen Anordnungen der Katastrophenschutzbehörde oder der von ihr eingesetzten Einsatzleitung Folge zu leisten.

8. Im Katastrophenfall ist jedermann verpflichtet, bei Abwehrmaßnahmen Hilfe zu leisten, wenn er von der Katastrophenschutzbehörde oder einem von ihr Beauftragten dazu aufgefordert wird. Die Hilfeleistung kann nur verweigern, wer durch sie erheblich gefährdet wird oder höherwertige Pflichten verletzen müsste. Personen, die hiernach zur Hilfeleistung herangezogen werden oder mit Einverständnis der Katastrophenschutzbehörde freiwillige Hilfe leisten, haben für die Dauer der Hilfeleistung die Rechtsstellung eines Helfers im Sinnen des Katastrophenschutzgesetzes.

9. Eigentümer, Besitzer und sonstige Nutzungsberechtigte von Grundstücken und Gebäuden sind verpflichtet, den Katastrophen-Abwehrkräften die Benutzung ihrer Grundstücke und Gebäude zur Katastrophenabwehr zu gestatten, soweit dies zur Abwehr der Katastrophe erforderlich ist. Gleiches gilt für zur Katastrophenabwehr geeignete Einrichtungen und Geräte.

10. Verstöße gegen Anordnungen der Katastrophenschutzbehörde sind Ordnungswidrigkeiten, die mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 50000 Euro geahndet werden.

Die Anordnungen treten mit Ablauf des 19. April 2020 außer Kraft

Der tägliche Stab in der Stadtverwaltung tagt nunmehr in Form des Katastrophenschutzstabes, Mitglied ist auch ein Vertreter des Landesverwaltungsamtes. Außerdem erfolgen täglich Abstimmungsgespräche mit allen Kliniken in der Stadt.

Empfehlungen der Stadt: 
Die Stadt Halle (Saale) rät weiterhin dringend davon ab, Kinder in Notbetreuungseinrichtungen zu geben. 
Nicht in Quarantäne befindliche Personen können sich im Freien aufhalten, unter Beachtung des Sicherheitsabstandes zu anderen Passanten - die beispielsweise nicht zur Familien gehören - und unter Beachtung, dass jegliche Ansammlungen untersagt sind

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: 
Liebe Hallenserinnen und Hallenser, der Eintritt des Katastrophenfalls ist keine Katastrophe. Im Gegenteil: Der Katastrophenfall soll uns alle vor einer Katastrophe schützen. Insofern gilt weiter, besonnen, aber auch vorausschauend zu agieren. Genau das bezweckt die Stadt Halle (Saale) mit dem Ausrufen des Katastrophenfalles.
Natürlich kann der Katastrophenfall auch Einschnitte in das persönliche Leben bedeuten. Seien Sie aber gewiss, dass die Stadt solche Maßnahmen nur im Notfall und mit sehr viel Bedacht wählt.

Wir werden Sie über unsere Intertnetseite halle.de stets über den aktuellen Stand informieren.
 

18. März 2020: Mit dem Eintritt des Katastrophenfalls für die Stadt Halle (Saale) am 17. März hat ein Katastrophenschutzstab die Arbeit aufgenommen. Dieser Stab unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand  koordiniert alle weiteren Maßnahmen.

In der Stadt Halle (Saale) hat sich die Zahl der an COVID-19 erkrankten Personen weiter deutlich erhöht. Beim Fachbereich Gesundheit gingen am Mittwochmorgen Meldungen zu elf neuen Fällen ein. Alle positiv Getesteten waren in den Spezialambulanzen in der Poli Reil und Jägergasse vorstellig geworden. 

Insgesamt sind in der Stadt nun 38 Infizierte gemeldet. Alle Infizierten sind in häuslicher Quarantäne.



17. März 2020 (4): Corona-Virus: Stadt Halle ruft Katastrophenfall aus
 
„Zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus ist dringend der koordinierte Einsatz aller verfügbaren Kräfte und Mittel unter einer gemeinsamen Gesamtleitung erforderlich. Deshalb ruft die Stadt Halle den Katastrophenfall aus. Diese Entscheidung wird ausdrücklich von ärztlichen Direktoren und Leitern der Krankenhäuser gestützt, weil mit Eintritt des Katastrophenfalls wirksamere Maßnahmen zur Eindämmung des COVID-19-Virus getroffen werden können“, sagt Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand.
 
In der Stadt Halle hat sich die Zahl der Infektionsfälle heute deutlich erhöht: Die Zahl der Infektionsfälle stieg um acht auf nunmehr 27 – der bisher größte Zuwachs an positiv Getesteten in der Stadt Halle an einem Tag. Einer dieser neu aufgetretenen Fälle betrifft das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik hat sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Als Folge wurde eine Station des Krankenhauses unter Quarantäne gestellt. Der Fachbereich Gesundheit und die Leitung des Krankenhauses haben umgehend alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.
 
Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand begründet die Entscheidung wie folgt: „Bereits jetzt ist durch die Beschränkung des medizinischen Leistungsspektrums auf dringende Eingriffe die medizinische Versorgung erheblich beeinträchtigt. An dieser Stelle sind beispielsweise der Rückgang an Blutspenden und der Mangel an Blutkonserven zu erwähnen. Allein dieser Mangel macht eine Fortführung von Behandlungen sowohl konservativ als auch operativ immer schwieriger. Die Steuerung der intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten der Stadt hat erheblichen Einfluss auf die zu erwartende Überlebensrate der an COVID-19 erkrankten Patienten.
 
Die Verordnung des Landes zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus bleibt weit hinter den Maßnahmen zurück, die die Stadt Halle und die Krankenhäuser in der Stadt Halle bereits in der vergangenen Woche eingeleitet haben. Gemeinsam mit Vertretern von Krankenhäusern, Rettungsdienst und Feuerwehr sowie Wissenschaft arbeitet die Stadt seit Tagen intensiv daran, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Mit der Landes-Verordnung können große Ansammlungen von Menschen nicht konsequent unterbunden werden. Die zahlreichen Ausnahmen werden der aktuellen Lage, gerade wie sie sich in Großstädten darstellt, nicht gerecht. Das gilt etwa für die Öffnungszeiten von Gaststätten und die erlaubte Teilnehmerzahl für Versammlungen. Das verstärkt den Eindruck, dass aktuell stets auf Ereignisse reagiert wird, deren Ursprung 10 bis 20 Tage zurückliegt.“

Vermerk des Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand: 

17. März 2020 (3): Einschränkung des öffentlichen Besucherverkehrs in Verwaltungsstandorten der Stadt Halle (Saale). 
Zur Eindämmung des Corona-Virus ergreift die Stadt Halle (Saale) an den städtischen Verwaltungsstandorten ab Donnerstag, 19. März 2020, vorsorglich folgende Maßnahmen:
Bis auf Weiteres sind folgende Verwaltungsstandorte für den regulären öffentlichen Besucherverkehr nicht zugänglich:

-  Marktplatz 1, Ratshof
-  Hansering 15 und 20
-  Christian-Wolff-Straße 2 
-  Am Stadion 5 und 6 
-  Albert-Schweitzer-Straße 40 
-  Niemeyerstraße 1 
-  Nietlebener Straße 14 
-  Südpromenade 30 
-  An der Feuerwache 5 
-  Liebenauer Straße 118 und 123 
-  Neustädter Passage 6 
-  Schmeerstraße 1
-  Leipziger Straße 68
-  Oleariusstraße 7
-  Wolfgang-Borchert-Straße 75
-  Rathausstraße 1
-  Lessingstraße 13
-  Große Märkerstraße 10
-  Salzgrafenstraße 2
-  Franckeplatz 1
-  Ernst-Haeckel-Weg 10a
-  Stendaler Straße 7
-  Radeweller Weg 13 und 14
-  Helmerweg 2
-  Selkestraße 11
-  Kreuzerstraße 12
-  Hibiskusweg 15
-  Paul-Thiersch-Straße 1
-  Heidekrautweg 8

Ab sofort nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung Ihre Anliegen – 24 Stunden am Tag – telefonisch unter der Behördennummer 115 entgegen. Sollten Sie mit der Stadtverwaltung Halle (Saale) bereits im Schriftwechsel stehen, nutzen Sie bitte die Kontaktdaten im städtischen Briefkopf. 
Im Vorfeld von Terminen bitten wir Sie um telefonische Kontaktaufnahme. Zu den Terminen selbst legen Sie bitte den „Fragebogen für Besucher der Stadtverwaltung Halle (Saale)“ ausgefüllt vor. Den Fragebogen und die zentralen Ansprechpartner für Ihre Anliegen können Sie auf der Internetseite der Stadt abrufen unter: www.halle.de

 

17. März 2020 (2): In der Stadt Halle (Saale) hat sich die Zahl der Infektionsfälle weiter erhöht: Am Abend (Stand 18 Uhr) stieg die Zahl um acht Infektionsfälle auf nunmehr 27.

„Das ist der bisher größte Zuwachs an positiv Getesteten in der Stadt Halle an einem Tag“, sagt Amtsärztin Dr. Christine Gröger.

Einer dieser neu aufgetretenen Fälle betrifft das Krankenhaus Martha-Maria in Halle-Dölau. Eine Mitarbeiterin der Klinik hat sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert. Als Folge wurde eine Station des Krankenhauses unter Quarantäne gestellt. Der Fachbereich Gesundheit und die Leitung des Krankenhauses haben umgehend alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

 

17. März 2020 (1): Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Amtsärztin Dr. Christina Gröger haben am Nachmittag in einem Live-Stream zum aktuellen Stand informiert. Der Clip zur Video-Pressekonferenz ist unter Aktuelle Clipsabrufbar. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters zum Nachlesen:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 19 Infektionsfälle (Stand 14 Uhr). Derzeit warten wir noch auf rund 200 Test-Ergebnisse. Die Labore, mit denen wir zusammenarbeiten, befinden sich in Halle, Dessau-Roßlau, Magdeburg und Berlin.

1. In der Fiebersprechstunde in der Poli Reil wurden gestern 118 Patienten betreut und 82 Tests durchgeführt. Auch die Schwerpunkt-Ambulanz des Internisten Dr. Frank Ackermann führt weiter Tests durch.

2. Alle Corona-positiv Patienten befinden sich weiterhin in häuslicher Quarantäne. Bei entsprechenden Kontrollen am gestrigen Tag konnten keine Verstöße gegen die Quarantäne-Auflagen festgestellt werden. Insgesamt wurden gestern 41 Kontrollen durchgeführt.

3. Bei der Nachkontrolle der in Quarantäne befindlichen Personen unterstützen uns ab Ende der Woche zwei Ärzte, die die Untersuchung vor Ort durchführen.

4. Die Stadt bittet alle Eltern noch einmal eindringlich darum, ihre Kinder nicht in die Notfallbetreuung zu bringen, sondern möglichst zu Hause zu betreuen: In den Kitas wurden heute 62 Kinder betreut. Aus den Schulen wurden zehn Notfallbetreuung gemeldet. Das ist ein besorgniserregendes Ergebnis. Denn es führt dazu, dass wir die Infektionsketten an diesen wichtigen Stellen nicht wirksam unterbrechen können.

5. Am Bürgertelefon der Stadt Halle - das 24 Stunden am Tag erreichbar ist - wurden unter der Telefonnummer 115 am gestrigen Montag 918 Anrufe beantwortet. Wie Sie wissen, steht die Verwaltung unter dieser Bürgertelefon-Nummer auch für städtische Dienstleistungen zur Verfügung. Das gleiche gilt für Fragen an das Gesundheitsamt, die ebenfalls unter der 115 beantwortet werden. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger außerdem, telefonische Fragen nicht direkt an das Fieberzentrum oder die Schwerpunkt-Ambulanz zu richten. Bitte kontaktieren Sie dazu Ihre Hausärzte telefonisch.

Um einige wichtige Fragen an dieser Stelle exemplarisch zu beantworten:
-    Bescheinigungen für den Arbeitgeber, dass ein Arbeitnehmer von der Allgemeinverfügung der Stadt zur Quarantäne betroffen ist, werden vom Fachbereich Gesundheit ausgestellt und können dort per E-Mail an corona@halle.de erfragt werden.

-    Personen, die einen Corona-Test gemacht haben, werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereiches Gesundheit persönlich telefonisch über das Ergebnis informiert. Dies kann bei negativen Tests etwas Zeit in Anspruch nehmen. Positiv getestete Personen haben Priorität.

-    Eine häufige Frage ist auch: Wer bezahlt den Test? Wenn dieser medizinisch erforderlich ist, dann übernehmen die Krankenkassen die Kosten.

-    Fragen zu Blutspenden können an den Blutspendedienst des Universitätsklinikums gerichtet werden.

6. Aufgrund der weitreichenden Einschränkungen, die das Land Sachsen-Anhalt heute im Rahmen einer Verordnung beschlossen hat, möchten wir Unternehmerinnen und Unternehmern zentrale Ansprechpartner in der Verwaltung anbieten. Diese sind ab sofort unter der Telefonnummer 0345-221-4777 oder 0345-221-4067 zu erreichen und nehmen Fragen rund um das Thema Schadensregulierung auf. Derzeit bereitet der Bund entsprechende Hilfeleistungen vor.

7. Eine erste Videokonferenz mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates zur Entscheidung über dringende unaufschiebbare Angelegenheiten, werde ich für kommenden Freitag vorbereiten.

8. Ich möchte meinen Appell der letzten Tage noch einmal erneuern und Sie bitten, größere Menschenansammlungen möglichst zu meiden. Das gilt auch für den privaten Bereich. Es ist wichtig, sich und die Familie zu versorgen und anderen zu helfen. Überlegen Sie sich aber bitte, welche Termine und welche Treffen jetzt wirklich notwendig sind.

Mein Dank geht an alle freiwilligen Helfer, aber auch an die Ordnungskräfte von Stadt und Polizei, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Feuerwehr sowie Ärzte und medizinisches Personal in den Krankenhäusern und Praxen unserer Stadt. Sie alle leisten einen großen Beitrag dafür, dass wir diese Herausforderung gemeinsam gut bewältigen.

 

16. März 2020 (6): In der Stadt Halle (Saale) gibt es Stand heute, 19.30 Uhr, 19 Corona-Infektionen. Die Zahl bestätigte Amtsärztin Dr. Christine Gröger am Abend in einer Pressekonferenz.

16. März 2020 (5): Die HAVAG reagiert auf die aktuelle Situation und passt ihre Fahrpläne an. Folgende Informationen hat das Unternehmen herausgegeben: 

Aufgrund der Schließung der Schulen, Horte und Kindertagesstätten wendet die Hallesche Verkehrs-AG, ein Unternehmen der Stadtwerke Halle, ab Mittwoch, dem 18. März, den sogenannten Ferienfahrplan an: Das heißt, die im Fahrplan gekennzeichneten Fahrten im Schülerverkehr finden bis auf Weiteres nicht statt. Das betrifft vor allem Fahrten zu Schulbeginn und Schulende über den Tag verteilt. 

Ab sofort werden aufgrund der aktuellen Lage die Haltestangen in den Fahrzeugen an den Endstellen desinfiziert. 

Änderungen ab Mittwoch, 18. März: 
· Auf der Linie 1 entfällt die enthaltene Fahrt der Linie 8E ab Frohe Zukunft über Marktplatz zur Elsa-Brändström-Straße.
· Die Linie 5E um 6.42 Uhr entfällt zwischen Ammendorf und Damaschkestraße (mit Weiterführung über Vogelweide – Marktplatz – Am Steintor).
· Die Linie 8E entfällt zwischen Frohe Zukunft und Elsa-Brändström- Straße sowie zwischen Elsa-Brändström-Straße und Vogelweide.
· Einzelne Fahrten auf der Linie 16 entfallen (6.38 Uhr ab Göttinger Bogen nach Beesen, 7.19 Uhr ab Steinweg nach Beesen, 5.57 Uhr ab Vogelweide zum Göttinger Bogen, 6.56 Uhr ab Vogelweide zum Marktplatz). 
· Auf der Linie 23 entfallen die Zusatzfahrten 5.27 Uhr ab Beesen und 5.42 Uhr ab Wörmlitz. 
· Die als Schulfahrten gekennzeichneten Abfahrten auf der Linie 24 entfallen. · Auf der Linie 27 entfällt die Schulfahrt 6.27 Uhr ab Büschdorf. · Auf der Linie 34 entfällt die Schulfahrt 6.48 Uhr ab Heide-Universitätsklinikum. · Die Schulbuslinien 52 und 53 wurden bereits zum 13. März eingestellt. 

Diese Information steht ab sofort online auf der Internetseite der HAVAG unter Verkehrsmeldungen zur Verfügung sowie in der „Mobile M.app“ und in der Smartphone-App „Mein HALLE“ zur Verfügung. Auskünfte geben auch die Mitarbeitenden an unserer Service-Hotline unter (0345) 5 81 - 56 66. 
 

16. März 2020 (4): Der Fachbereich Gesundheit der Stadt Halle (Saale) erhält aktuell viele Nachfragen zum Thema Quarantäne-Aufhebung. Dazu erklärte Amtsärztin Dr. Christine Gröger heute in der Pressekonferenz die Vorgehensweisen:

Für Bürgerinnen und Bürger, die ohne Test oder mit negativem Testergebnis in Quarantäne sind und die während der Quarantäne keinen Kontakt zu einem Erkrankten hatten:
Hier nimmt das Gesundheitsamt am Tag vor Ablauf der 14-tägigen Quarantäne Kontakt zu den Betroffenen auf. Es erfolgt eine Befragung zum Gesundheitszustand. Sind die Betroffenen symptomfrei, wird die Quarantäne aufgehoben. 

Für Bürgerinnen und Bürger, die positiv getestet worden sind und Bürgerinnen und Bürger, die mit einem positiv Getesteten gemeinsam in Quarantäne sind: 
Frühestens zehn Tage nach Beginn der Quarantäne wird ein erneuter Abstrich vorgenommen. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Infizierten allerdings mindestens 48 Stunden symptomfrei sein. Fällt dieser Test negativ aus, wird 24 Stunden später ein zweiter Kontrolltest durchgeführt. Nur wenn auch dieser negativ sein sollte, wird die Quarantäne aufgehoben. 

16. März 2020 (3): Bei der Stadt Halle (Saale) gehen aktuell viele Hilfsangebote für betroffene Bürgerinnen und Bürger ein. Ein Beispiel sind die Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis. Diese teilen mit:

„Die Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Halle-Saalkreis haben ihre Angebote drastisch eingeschränkt. Einen Teil der dadurch freiwerdenden Zeit nutzen die Mitarbeitenden des Kirchenkreises nun, um Betroffenen zur Seite zu stehen, die besonders unter der gegenwärtigen Situation leiden: Menschen in Quarantäne, die niemanden haben, der für sie einkauft, dazu einsame, insbesondere ältere Leute."

Alle, die mitmachen wollen, können sich in den Pfarrämtern melden. Kontaktdaten zu dieser Aktion finden Sie unter: www.kirchenkreis-halle-saalkreis.de.

Auch andere Organisationen bieten individuelle Lösungen an, aktuell liegt das Angebot des DRK Landesverbandes unter www.sachsen-anhalt.drk.de (Bitte Kontaktformular nutzen) vor. Helfer können sich dort auf der Internetseite melden. Wichtig ist, dass maximal zwei bis drei Kinder von einer Person betreut werden sollten.

Die Stadt Halle wird das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern mit einer Aufwandsentschädigung von 5 Euro pro Stunde honorieren. Bei der Finanzierung unterstützen die Stadtwerke und die Saalesparkasse. Die entsprechenden Nachweise zur Auszahlung können bei den oben genannten Partnern eingereicht werden, also zum Beispiel beim DRK-Landesverband. Dies Partner leiten die Nachweise dann an die Stadt weiter.

16. März 2020 (2): Auch die Jobcenter und Arbeitsagenturen in Deutschland reagieren auf die aktuelle Corona-Lage. Die Bundesagentur für Arbeit hat am Montag ihr Vorgehen erklärt. Hier die wichtigsten Punkte:

-    Die Möglichkeit zum persönlichen Kontakt in den Dienststellen bleibt für Notfälle bestehen.

-    Die persönliche Vorsprache bei Arbeitslosmeldung in den Arbeitsagenturen entfällt vorläufig. Meldungen können telefonisch vorgenommen werden.

-    Wenn Termine entfallen, entstehen für Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile.

-    Die sichere Auszahlung von Geldleistungen hat oberste Priorität.

Detaillierte Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie im Netz unter: www.arbeitsagentur.de 


16. März 2020: Am Montag haben der Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale), Dr. Bernd Wiegand, die Amtsärztin Dr. Christine Gröger und die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, in einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand in Sachen Corona-Virus informiert.

Das Video mit den Statements finden Sie unter Aktuelle Clips.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 17 Infektionsfälle. Aktuell warten wir noch auf die Test-Ergebnisse vom vergangenen Wochenende. Offen sind ca. 110 Test.

1. Die Fiebersprechstunde in der Poli Reil hat am Wochenende rund 160 Patienten betreut. Die seit heute in Betrieb befindliche Schwerpunkt-Ambulanz des Internisten Dr. Frank Ackermann konnte bereits am Morgen 24 Patienten betreuen.

3. Alle Corona-positiv Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne. In den Krankenhäusern werden aktuell keine Corona-positiv Patienten behandelt (Stand Montagmittag). Die Krankenhäuser sind dennoch sehr gut vorbereitet: Im Regulär-Betrieb stehen 163 Intensiv-Betten zur Verfügung. Die Kliniken erweitern diese Zahl gegenwärtig rein vorsorglich.

4. Der gestrige Aufruf an die Eltern, ihre Kinder nicht in die Notfallbetreuung zu bringen und möglichst zu Hause zu betreuen, wurde von den Eltern befolgt: In den städtischen Kitas wurde heute 8 Kinder betreut; in den Kitas Freier Träger waren es 18. Aus den Schulen wurde eine Notfallbetreuung gemeldet. Die Voraussetzungen für eine Notbetreuung wird Frau Brederlow im Anschluss noch einmal erläutern.

5. Das Bürgertelefon der Stadt Halle ist weiter 24 Stunden am Tag erreichbar: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben unter der Telefonnummer 115 in den vergangenen 24 Stunden rund 300 Anrufe beantwortet. Dabei unterstützen die Stadt unter anderem Medizin-Studenten der Martin-Luther-Universität. Die Verwaltung steht unter der Bürgertelefon-Nummer 115 auch für städtische Dienstleistungen zur Verfügung. Das heißt, viele Anliegen können bereits dort gelöst werden oder direkt an die entsprechenden Ansprechpartner vermittelt werden. Wir bitten Sie also, auch Auskunftsersuchen an die Stadtverwaltung vermehrt telefonisch in Anspruch zu nehmen.

6. Ich möchte meinen Appell von gestern noch einmal erneuern und Sie bitten, größere Menschenansammlungen möglichst zu meiden. Das gilt auch für den privaten Bereich.

7. Sport- und Fitness-Studios sind dabei als öffentliche Veranstaltungen zu werten.

8. Wer im Alltag besondere Unterstützung benötigt, kann aktuell auf folgenden Partner zugehen:
- den DRK-Landesverband;
- den evangelischen Kirchenkreis. Kontaktdaten finden Helfer und Hilfesuchende auf der Internetseite: www.kirchenkreis-halle-saalkreis.de
- auch die Jüdische Gemeinde möchte ab nächster Woche Bedürftige in der Stadt unterstützen (zum Beispiel als Einkaufshelfer).

9. Die Stadt Halle wird das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern mit einer Aufwandsentschädigung von 5 Euro pro Stunde honorieren. Bei der Finanzierung unterstützen die Stadtwerke und die Saalesparkasse. Die entsprechenden Nachweise zur Auszahlung können bei den oben genannten Partnern eingereicht werden, also zum Beispiel beim DRK-Landesverband. Dies Partner leiten die Nachweise dann an die Stadt weiter.

Danke an alle freiwilligen Helfer und an die Eltern, die sehr besonnen reagiert haben.

24.03.2020

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