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Informationen der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus vom 7. bis 13. Dezember 2020

 

13. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.


Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal und auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.


Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):

1. Neuinfektionen in der Stadt: 47

2. Infizierte in der Stadt: 555 (+47)

3. 7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 125,99 (+4,99). Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Sonntag 35 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot. Neuer Höchstwert. Der landesweite Wert betrug gestern: 149,67 (-0,64)

Der Wert in Sachsen: 313 (+/-0)

4. Im Krankenhaus behandelte Patienten: 85 (+11) Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 62 (+6) davon Intensivbehandlungen: 26 (+5)

Alle drei Krankenhaus-Werte sind neue Höchstwerte. Dies zeigt, dass sich die Situation hier weiter verschärft.

5. Zahl der Toten: 40 (+/-0); mit dem Virus gestorben: 27 (+/-0); an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

 

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 188 (-881)

Gesamtsumme der Infizierten: 2.180 (+47)

Anzahl der Geheilten: 1.585 (+/-0)

Die Altersaufteilung der neuinfizierten 25 Frauen und 22 Männer stellt sich wie folgt dar:

Unter 18 Jahre: 2

19-29 Jahre: 12

30-49 Jahre: 16

50-69 Jahre: 11

Über 70 Jahre: 6

 

III. Recherche-Ergebnisse zu den ermittelten Orten der Infektion:

Privates Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte): 26 Neuinfektionen

Berufliches Umfeld: 2 Neuinfektionen;

- 1 Fall betrifft einen Mitarbeiter eines Autohauses.

- 1 Fall betrifft Personal der JVA Halle.

Alten- und Pflegebereich: 2 Neuinfektionen;

- 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem Cura-Senoirencentrum.

- 1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus dem St. Cyriaci.

Medizinischer Bereich: 13 Neuinfektionen;

- 6 Fälle betreffen Personal des Elisabeth Krankenhauses.

- 6 Fälle betreffen Personal von niedergelassenen Praxen.

- In einem Fall ist ein Patient betroffen, der stationär behandelt wird und aufgrund seines Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 4 Neuinfektionen. Neben den zwei bereits genannten und dem privaten Bereich zuzuordnenden Fällen gibt es Infektionen in folgenden Einrichtungen: 

- 1 Fall betrifft die IGS Am Steintor;

- 1 Fall das Landesstudienkolleg;

- 1 Fall das Thomas-Müntzer-Gymnasium;

- 1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer privaten Bildungseinrichtung.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

 

IV. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:

1 Verstoß gegen die Maskenpflicht wurde festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten 54 Kontrollen, in 3 Gaststätten, 20 Geschäften (davon 19 Kioske), 5 Parkanlagen, bei 2 Gottesdiensten sowie bei Kontrollen von insgesamt 24 Orten, an denen Personengruppen anzutreffen sind.

Es gab 3 Verstöße: am Peißnitzhaus und an der Magistrale; hier wurde jeweils nicht auf die Abstände zum Kiosk geachtet. Bei einer privaten Feier in der Leipziger Straße; hier wurde eine Gruppe mit 23 Personen aufgelöst und 23 Anzeigen wurden gefertigt.

 

V. Zu den Statistiken der Woche:

Folgend die Grafiken zu den Inzidenzen und den Patienten in den Krankenhäusern sowie die Zahlen zu den Gemeinschaftseinrichtungen. Die Werte reichen jeweils immer vom vergangenen Sonntag bis heute.

 

 

 

 
 

 

 

 


 

 

 

 

 
 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

Erläuterung zum aktuellen Stand in den Gemeinschaftseinrichtungen:

Schulen:

737 von 30.742 Schülern befinden sich in Quarantäne – das bedeutet im Umkehrschluss: 97,6 Prozent befinden sich im Unterricht.

23 Schulen sind betroffen.

33 Lehrer befinden sich in Quarantäne.

29 Schüler sind positiv getestet worden.

5 Lehrer sind positiv getestet worden.

Kitas:

242 Kinder in Kitas befinden sich in Quarantäne von insgesamt 10.100; 97,6 Prozent gehen also in die Kitas.

30 Erzieher befinden sich in Quarantäne.

3 Kita-Kinder sind positiv getestet.

5 Erzieherinnen sind positiv getestet?

 

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

Bund und Länder haben heute in ihrer Konferenz weitergehende Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung beschlossen: Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis zum 10. Januar geschlossen. Ausnahmen gelten für Geschäfte, die den täglichen Bedarf decken. Dazu zählen: Lebensmittelläden, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste, Getränkemärkte, Reformhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, Zeitungsverkauf, Tierbedarf, Futtermittelmärkte, Weihnachtsbaumverkauf und Großhandel.

Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege müssen schließen. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseursalons, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen. Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo- und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege bleiben weiter möglich.

Für Weihnachten gilt: fünf Personen, mehr Haushalte.

Daneben sollen private Treffen weiterhin auf zwei Haushalte und maximal fünf Personen beschränkt werden - Kinder unter 14 Jahren nicht eingerechnet. Auch zu Weihnachten soll eine Obergrenze von fünf Personen gelten, allerdings soll die Zahl der Haushalte höher sein dürfen.

Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum wird vom 16. Dezember bis 10. Januar untersagt. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt. Am Silvester- sowie am Neujahrstag soll laut den Plänen bundesweit ein "An- und Versammlungsverbot" umgesetzt werden. Darüber hinaus soll ein Feuerwerksverbot auf publikumsträchtigen Plätzen gelten, die von den Kommunen bestimmt werden. Der Feuerwerksverkauf soll in diesem Jahr generell verboten werden. Das Bundesinnenministerium soll eine entsprechende Verordnung erlassen.

Möglichst keine Schul- und Kita Besuche: Schüler und Kita-Kinder sollen spätestens ab Mittwoch deutschlandweit wann immer möglich für zunächst dreieinhalb Wochen zu Hause bleiben. Ausnahmen und eine Notbetreuung sind möglich und in einigen Bundesländern gelten solche Regeln bereits ab Montag.

Ab sofort Pflichttests in Alten- und Pflegeheimen: In den besonders vom Coronavirus betroffenen Alten- und Pflegeheimen werden nun Pflichttests eingeführt. "Mehrmals pro Woche" sollten die Tests stattfinden. Der Bund will mit medizinischen Schutzmasken und durch die Übernahme der Kosten für Antigen-Schnelltests unterstützen.

Die Entscheidung über die genauen Vorgaben liegt bei den Ländern. Entsprechende Verordnungen werden vorbereitet.

 

Aus der Sicht der Stadt möchte ich hinzufügen: In Halle ist der Inzidenzwert vergleichsweise zwar gering, dennoch ist er zu hoch. Das hängt mit den stets frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zusammen, die der Pandemiestab der Stadt getroffen hat. Ich hatte gestern bereits auf ein präventives Handeln hingewiesen und auf die negative Zukunftsprognose, die die Leitungen der Krankenhäuser gestellt haben. Ich begrüße deshalb die heute beschlossenen Maßnahmen, ohne wenn und aber. Sie sind zwingend erforderlich. Ein Zuwarten hätte unser Gesundheitsversorgung auch in Halle an den Rand der sächlichen und vor allem personellen Möglichkeiten gebracht.

Grundsätzlich werden die Einschänkungen bis zum 10. Januar gelten. Das große Ziel bleibt es, die Infektionszahlen deutlich zu senken und die angespannte Situation in den Krankenhäusern zu entlasten. Eine Überlastung des Gesundheitssystems muss unbedingt verhindert werden.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr. Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum; verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten; veranstalten Sie keine privaten Feiern; vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.
 

12. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal sowie auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):

1.    Neuinfektionen in der Stadt: 55

2.    Infizierte in der Stadt: 508 (+19)

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 121,00 (+3,74)
Die Inzidenz in der Stadt ist gestiegen, weil vorige Woche Samstag 46 Fälle vorgelegen hatten. Ampel auf ROT, bei 200 auf dunkelrot

Der landesweite Wert gestern: 150,31 (+2,87).
Der Wert in Sachsen: 313 (+3)

4.    Im Krankenhaus behandelte Patienten: 74 (+2)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 56 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+/-0)
Ampel auf gelb. Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden. Im Übrigen gilt der Notbetrieb: D. h. Notfalleingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 40 (+2)
- mit dem Virus gestorben: 27 (+2)
- an dem Virus gestorben: 13 (+/-0)

Leider müssen wir heute von zwei weiteren Todesfällen berichten - zwei Männer, 81 und 82 Jahre alt, sind im Diakonie-Krankenhaus und im Elisabeth-Krankenhaus mit einer Corona-Infektion gestorben.

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 1.069 (+510)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.133 (+55)  
Anzahl der Geheilten: 1.585 (+34)
Anrufe an den Hotlines: 1.504 (Corona: 675; Bürgertelefon: 829)
Die Altersaufteilung der 32 Frauen und 23 Männer stellt sich wie folgt dar:

Unter 18 Jahre    18
19-29 Jahre    7
30-49 Jahre    14
50-69 Jahre    7
Über 70 Jahre    9

III. Zu den Recherche-Ergebnissen zum Ort der Infektion:
Privates Umfeld:
15 Neuinfektionen;

-    Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld:
7 Neuinfektionen;

-    1 Fall aus der Finanzbranche;
-    1 Fall aus der Medien-Branche;
-    1 Fall aus dem Einzelhandel (Supermarkt);
-    2 Fälle aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk, Kosmetikstudio);
-    1 Fall betrifft das Landgericht;
-    1 Fall stammt aus einer Berufsschule in einer anderen Stadt.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;

-    4 Fälle betreffen das Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße, betroffen sind zwei Mitarbeiterinnen sowie zwei Angehörige, die in der Einrichtung zu Besuch waren.
-    2 Fälle betreffen Bewohner aus dem Cura-Senoirencentrum
-    2 Fälle betreffen Bewohnerinnen aus der Einrichtung Pro Curand
-    1 Fall betrifft eine Bewohnerin aus der Einrichtung in der Werrastraße.

Medizinischer Bereich:
5 Neuinfektionen;

-    1 Fall betrifft medizinisches Personal des Elisabeth Krankenhauses.
-    1 Fall betrifft eine Servicekraft aus dem Krankenhaus Martha Maria.
-    1 Fall betrifft eine niedergelassene Praxis in einem anderen Landkreis.
-    In 2 Fällen sind Patienten betroffen, die stationär behandelt werden und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben können zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU):
19 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

-    8 Fälle betreffen die Grundschule Südstadt.
-    1 Fall die Grundschule Kastanienallee;
-    1 Fall die Sportschule;
-    2 Fälle das Südstadt-Gymnasium;
-    1 Fall die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“;
-    1 Fall das Feininger-Gymnasium;
-    1 Fall das Elisabeth-Gymnasium;
-    1 Fall die BbS IV Friedrich List;
-    1 Fall die Kita „Am Stadtpark“
-    1 Fall die Sekundarschule Am Fliederweg
-    1 Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.
Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

IV. Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:

In 6 Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests im Hinblick auf die Aufhebung der bestehenden Quarantänen durchgeführt. Es gab drei positive Ergebnisse: eines im Thomas-Müntzer-Gymnasium, zwei in der Grundschule Westliche Neustadt. Die betroffenen Schüler bleiben damit in Quarantäne und erhalten einen PCR-Test zur Überprüfung. Alle anderen Schüler können die Schule wieder besuchen.

Von den bereits unter der Woche festgestellten 16 positiven Schnelltests in Schulen und Kitas liegen nun 15 Ergebnisse vor: 12 PCR-Tests haben den positiven Befund bestätigt. Dies betrifft die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“, das Südstadt-Gymnasium, die Sportschule, 8 Tests in der Grundschule Südstadt sowie einen Test im Landesstudienkolleg.

V. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:

Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 7 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…
-    1 Gaststätte,
-    11 Geschäften,
-    5 Sport- und Freizeiteinrichtungen,
-    1 Prostitutionsstätte,
-    14 Kontrollen von Personengruppen.
Dabei gab es 1 Verstoß in einem Außen-Imbiss (Verstoß gegen die Maskenpflicht).
Die Polizei hat zudem ein Treffen von 10 Personen in der Rainstraße aufgelöst. Hieraus resultierten 7 Anzeigen.
Nach dem positiven Befund bei einem Beamten der Berufsfeuerwehr sind gestern Schnelltests bei den 51 direkten Kontaktpersonen erfolgt. Alle sind negativ ausgefallen. Die Beamten bleiben in Quarantäne. Am Ende der Woche folgen hier PCR-Tests. Fallen diese negativ aus, kann die Wachabteilung am nächsten Sonntag wieder regulär in den Dienst zurückkehren.
Die Schnelltests in der JVA Halle haben keine positiven Befunde ergeben.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

derzeit ist bundesweit ein Knallhart-Lockdown schon vor Weihnachten im Gespräch. Das werden wir morgen nach dem Abstimmungsgespräch der BK’in mit den MP‘en erfahren.

Die Situation in Halle wird bewertet nach nach der Inzidenzzahl und der Situation in den halleschen Krankenhäusern.

Die Inzidenzzahl ist in Halle weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt, gleichwohl auf ROT.

Die halleschen Krankenhäuser rechnen mit weiteren Patienten-Aufnahmen in den nächsten Tagen, auch aus West-Sachsen. Dort können die Krankenhäuser keine weiteren COVID-19 Patienten aufnehmen, die sächlichen und personellen Kapazitäten seien erschöpft. Da auch hier stetig weitere Covid-19-Patienten in die Krankenhäuser kommen, haben die Ärztlichen Direktoren eine negative Zukunftsprognose erstellt. Wörtlich heißt es im aktuellen Statement von heute Mittag:

„Die Kliniken in der Stadt Halle sind gegenwärtig durch pandemiebedingte Personalausfälle und durch eine deutliche Zunahme an Covid-19 Patienten stark belastet und können bereits jetzt nicht jedem Patienten eine dringliche Behandlung zeitnah und im gebotenen Umfang anbieten.
Bei einem weiteren Anstieg der Covid-19 Fallzahlen droht kurzfristig die Überlastung der Versorgungsstrukturen.
Dieser weitere Anstieg ist hochwahrscheinlich, wenn nicht sofort weitere, drastische Kontakteinschränkungen erfolgen.
Daher empfehlen die Leitungen aller Krankenhäuser in Halle die sofortige Umsetzung effektiver Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie und schließen sich damit den aktuellen Empfehlungen der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner) und der Leopoldina an.“



Das heißt: Ab dem 14. 12.2020 sollte die Schulpflicht aufgehoben und nachdrücklich zur Arbeit im Homeoffice aufgefordert werden. Ab dem 24. Dezember 2020 sollten zusätzlich alle Geschäfte schließen, die nicht der Versorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Waren dienen. Soziale Kontakte sollten auf einen sehr eng begrenzten Kreis reduziert werden.

„Jeder weitere Tag ohne durchgreifende und nachhaltige Lockdown-Maßnahmen koste Menschenleben, sagt der Präsident der DIVI, Prof. Uwe Janssens. „Ein Zögern und Warten auf Weihnachten ist schier unverantwortlich.“

Dieser Empfehlung schließt sich der Pandemiestab an.

Abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

o    Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
o    Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
o    Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
o    Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund.  

 

11. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal sowie auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.


Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1.    Neuinfektionen in der Stadt: 45.

2.    Infizierte in der Stadt: 489 (-5)

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 117,26  (-4,57)
Die Inzidenz in der Stadt ist gesunken, weil vorige Woche Freitag der Höchstwert von 56 Fällen vorgelegen hatte.
Der landesweite Wert gestern: 147,44 (+7,15). Der Wert in Sachsen: 310 (-5)

4.    Im Krankenhaus behandelte Patienten: 72 (+1)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 54 (-4)
davon Intensivbehandlungen: 21 (+4)

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 38 (+4)
- mit dem Virus gestorben: 25 (+2)
- an dem Virus gestorben: 13 (+2)

Leider müssen wir heute von vier weiteren Todesfällen berichten - zwei Frauen, 84 und 85 Jahre alt, sowie zwei Männer, 82 und 84 Jahre alt. Zwei Patienten sind mit einer Corona-Infektion gestorben, zwei Patienten an einer Corona-Infektion.

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 559 (-69)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.078 (+45) 
Anzahl der Geheilten: 1.551 (+46)

Die Altersaufteilung der 29 Frauen und 16 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 4
19-29 Jahre: 9
30-49 Jahre: 13
50-69 Jahre: 8
Über 70 Jahre: 11

III. Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 14 Neuinfektionen;

  • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 5 Neuinfektionen;

  • Ein Fall aus der Stadtverwaltung;
  • Ein Fall aus der Finanzbranche;
  • Ein Fall aus der Automobil-Branche
  • Ein Fall aus der Dienstleistungs-Branche (Friseur-Handwerk);
  • Ein Fall aus der Bau-Branche.

Alten- und Pflegebereich: 9 Neuinfektionen;

  • Alle neun Fälle betreffen Bewohnerinnen und Bewohner des Altenpflegeheims in der Joachimstaler Straße.

Medizinischer Bereich:  5 Neuinfektionen;

  • Zwei Fälle stammen aus dem Bergmannstrost, betroffen ist sowohl medizinisches Personal als auch ein Patient.
  • Ein Fall betrifft eine niedergelassene Ärztin.
  • Ein Fall stammt aus der AWO-Psychatrie.
  • In einem Fall ist eine Patientin betroffen, die stationär behandelt wird und aufgrund ihres Zustandes keine Auskunft geben kann zu möglichen Infektionsketten.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 12 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

  • Sechs Fälle betreffen Studierende aus dem Studienkolleg Halle.
  • Zwei Fälle die BbS IV Friedrich List
  • Ein Fall die KGS Humboldt
  • Ein Fall die Montessori Schule
  • Ein Fall die Grundschule Westliche Neustadt
  • Ein Fall betrifft eine Lehrkraft einer Schule in einem anderen Landkreis.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

IV. Zur Situation in den Krankenhäusern:
Für alle Krankenhäuser steht die Ampel auf Gelb: Es sind Kapazitäten für Covid-19-Patienten vorhanden, aber in den Kliniken gilt inzwischen der Notbetrieb. Das bedeutet, Notfall-Eingriffe können mit vollem Leistungsstandard durchgeführt werden. Aber: Planbare Operationen werden verschoben, wenn für den Patienten dadurch kein Schaden zu erwarten ist.


V. Zur Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen:
Die Situation in den Alten- und Pflegeeinrichtungen der Stadt bleibt angespannt. Wir haben heute elf Infektionsfälle in der Joachimstaler Straße registriert. Zusätzlich zu den neun genannten Fällen sind auch zwei Mitarbeiterinnen betroffen, die nicht in Halle wohnen.

Die Zahlen belegen, wie wichtig es ist, in diesem Bereich erhöhte Sicherheitsmaßnahmen einzuziehen. Es ist unabdingbar, hier präventiv gegen das Virus vorzugehen. Noch einmal zusammenfassend:

In Einrichtungen, in denen ein aktiver positiver Fall registriert ist, müssen alle Personen, die die Einrichtung betreten - egal ob Besucher oder Mitarbeiter -  einen negativen Schnelltest vorweisen.

In Alten- und Pflegeheimen, in denen aktuell keine Infektion aufgetreten ist, gilt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Alten- und Pflegeheim betreten, müssen nunmehr zweimal wöchentlich beim Betreten am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen. Hier hat das Land die in Halle geltenden Maßnahmen noch einmal verschärft. Alle übrigen Personen müssen jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.

Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den Heimen.

VI. Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In neun Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests durchgeführt. Zwei ergaben positive Ergebnisse:

  • einer in der Kita „Villa der fröhlichen Kinder“,
  • einer im Studienkolleg.

Hier erfolgen nun PCR-Tests zur Überprüfung.

Von den 14 positiven Schnelltests am Mittwoch liegen noch keine PCR-Ergebnisse vor.

VII. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden sieben Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten Kontrollen, in…

  • einer Gaststätte,
  • vier Geschäften,
  • drei Sport- und Freizeiteinrichtungen,
  • einer Prostitutionsstätte,
  • sowie 52 Quarantäne-Kontrollen
  • und drei Kontrollen von Personengruppen.

Dabei gab es einen Verstoß in einem Außen-Imbiss.

Leider mussten wir zudem einen positiven Fall in der Berufsfeuerwehr verzeichnen. Der Beamte wohnt nicht in Halle und fällt deshalb nicht in die oben genannte Statistik. Der Fall hat aber Auswirkungen auf die Berufsfeuerwehr in der Stadt: Aktuell befinden sich 51 Beamte als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Hier erfolgen nun Schnelltests und PCR-Tests. Zudem müssen ab sofort alle Beamten bei Dienstantritt einen Schnelltest durchführen. Im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

Die Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr ist nicht beeinträchtigt. Insgesamt hat die Stadt Halle (Saale) 308 Einsatzkräfte.

In der JVA Halle sind zwei Mitarbeiter positiv getestet worden. Beide wohnen nicht in Halle und sind deshalb ebenfalls nicht in der Statistik erfasst. Direkte Kontaktpersonen beider Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. In der JVA werden zudem nunmehr bei allen Mitarbeitern bei Dienstantritt Schnelltests durchgeführt; im Dienst ist eine FFP2-Maske zu tragen.

In Deutschland überschreiten inzwischen 391 Regionen den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Damit gelten rund 95 Prozent der deutschen Regionen als Corona-Hotspots. Ausgangsbeschränkungen gibt es in Baden Württemberg schon ab Samstag. Am Sonntag ist erneut eine Videokonferenz zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vorgesehen.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

  • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
  • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
  • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. 

 

10. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal und auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.
 

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1.    Neuinfektionen in der Stadt: 41.

2.    Infizierte in der Stadt: 494 (+17) - Höchstwert

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 121,83 (-0,42)
Die Inzidenz in der Stadt ist leicht gesunken, vorige Woche Donnerstag lagen 42 Fälle vor.
Der landesweite Wert gestern: 140,29 (+7,06); der Wert in Sachsen: 315 (-4)

4.    Im Krankenhaus behandelte Patienten: 71 (+/-0)
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 58 (-1)
davon Intensivbehandlungen: 17 (+/-0)

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 34 (+4)
- mit dem Virus gestorben: 23 (+2)
- an dem Virus gestorben: 11 (+2)

Leider müssen wir heute von vier weiteren Todesfällen berichten. Im Elisabeth-Krankenhaus, im Krankenhaus Martha-Maria und im Universitätsklinikum sind vier Männer im Alter von 49, 79, 79 und 82 Jahren gestorben. Zwei von ihnen sind mit einer Corona-Infektion gestorben, zwei an einer Corona-Infektion.

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 628 (+164)
Gesamtsumme der Infizierten: 2.033 (+41) 
Anzahl der Geheilten: 1.505 (+20)

Die Altersaufteilung der 23 Frauen und 18 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 7
19-29 Jahre: 8
30-49 Jahre: 14
50-69 Jahre: 9
Über 70 Jahre: 3

III. Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 21 Neuinfektionen;

  • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 4 Neuinfektionen;

  • Ein Fall aus der Finanzbranche;
  • Drei Fälle aus der Bau-Branche.

Alten- und Pflegebereich: 3 Neuinfektionen;

  • Zwei Fälle betreffen Mitarbeiterinnen eines mobilen Pflegedienstes.
  • Ein Fall stammt erneut aus dem Altenpflegeheim Joachimstaler Straße.

Medizinischer Bereich: 5 Neuinfektionen;

  • Drei Fälle betreffen medizinisches Personal des Bergmannstrosts.
  • Zwei Fälle betreffen medizinisches Personal aus zwei Kliniken in anderen Landkreisen.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 8 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

  • Zwei Fälle stammen aus der Grundschule Kastanienallee;
  • Ein Fall aus der KGS Hutten;
  • Zwei Fälle aus der Sekundarschule Halle-Süd;
  • Ein Fall aus der BbS IV Friedrich List.
  • Ein Fall betrifft eine Studierende der Martin-Luther-Universität;
  • Ein Fall betrifft eine private Bildungseinrichtung.

Die Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.

IV. Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
In neun Gemeinschaftseinrichtungen wurden gestern Schnelltests durchgeführt.

14 dieser Tests fielen positiv aus. Davon entfallen zwölf auf die Grundschule Südstadt, je ein positives Ergebnis auf das Südstadt Gymnasium und die Kita „Villa der fröhlichen Kinder“. Hier werden PCR Tests durchgeführt, fallen diese positiv auf, finden sie Eingang in die Statistik.

V. Zur Situation in den Krankenhäusern:
Nach dem Elisabeth-Krankenhaus hat gestern auch das Klinikum Bergmannstrost entschieden, ab kommender Woche Leistungen einzuschränken, um Kapazitäten für Covid-Fälle bereitzuhalten.

Unverändert steht die Ampel in den halleschen Krankenhäusern zwischen grün und gelb. Die Situation in den Kliniken müssen wir sehr ernst nehmen, sie ist ein wichtiger Indikator zur Beurteilung der Gesamtsituation. Eine Überlastung des Gesundheitssystems muss unter allen Umständen verhindert werden.

Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage müssen wir damit rechnen, dass sich das Infektionsgeschehen in den erweiterten Familienkreis hineingetragen und damit auch auf die älteren Familienmitglieder auswirken wird. Hier reden wir über Risikogruppen. Infektionen in Risikogruppen wiederum hätte dann auch unmittelbare Auswirkungen auf die Kliniken, die aktuell bereits unter Druck geraten.

 

VI. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 13 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 40 Kontrollen, in…

  • zwei Gaststätten,
  • 33 Geschäften,
  • einer Sport- und Freizeiteinrichtung,
  • zwei Kosmetikstudios,
  • und einer Prostitutionsstätte
  • Hinzu kam eine Kontrolle einer Personengruppe.

Dabei gab es vier Verstöße: zwei in Geschäften; eine in einer Gaststätte und eine in einer Prostitutionsstätte. Hier wird nun ein Entzug der Betriebserlaubnis  geprüft.

VII. Zu den Gesprächen mit den Landräten der umliegenden Landkreise:
In der Diskussion ging es unter anderem darum, ob wir die Schulen schon in der kommenden Woche vom Netz nehmen. Im Resultat haben wir uns entschieden, vorerst keine weiterführenden Maßnahmen durchzuführen. Die Schulen zu schließen, aber keine weiteren Maßnahmen zu ergreifen, wäre halbherziges Handeln.

Ich spreche mich aber auch klar dafür aus, dass wir – wenn die Infektionszahlen auf eine Inzidenz über 200 steigen – dann weitere Einschränkungen vornehmen. In diesem Fall würden wir einen harten Lockdown für unsere Stadt befürworten. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Voraussetzungen dafür aber nicht gegeben und angesichts der aktuellen Zahlen juristisch auch nicht zu vertreten.

Deshalb werden wir im Moment in Halle keine Sondermaßnahmen ergreifen, sondern werden die Entscheidung der Länder und des Bundes abwarten.

Ich sage es aber auch noch einmal: Ab einer Inzidenz von 200 würden wir selbstständig handeln, wenn keine anderen Maßnahmen von Bund und Land kommen und wenn unsere Krankenhäuser eine Situation signalisieren, in der sie die Gesundheitsversorgung für unsere Bevölkerung nicht mehr aufrechterhalten können.


Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

  • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
  • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
  • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. 

 

Pressekonferenz vom 9.12.20. Links Katharina Brederlow, Mitte OB, rechts Amtsärztin Dr. Christine Gröger, oben links Gebärdendolmetscherin9. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal und auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.
 

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1.    Neuinfektionen in der Stadt: 46.

2.    Infizierte in der Stadt: 477 (+20) - Höchstwert

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 122,25 (+5,41) - Höchstwert
Die Inzidenz in der Stadt ist erneut gestiegen, vorige Woche Mittwoch lagen 33 Fälle vor.
Der landesweite Wert lag gestern bei 133,23 (+9,53), in Sachsen bei 319.

4.     Im Krankenhaus behandelte Patienten: 71 (+5) - Höchstwert
Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 59 (+4) - Höchstwert
davon Intensivbehandlungen: 17 (+/-0)

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 30 (+/-0)
- mit dem Virus gestorben: 21 (+/-0)
- an dem Virus gestorben: 9 (+/-0)


II. Weitere statistische Angaben zum Tage:

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 464 (-338)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.992 (+46) 
Anzahl der Geheilten: 1.485 (+26)

Die Neuinfektionen teilen sich wie folgt auf 28 Frauen und 18 Männer auf
Unter 18 Jahre: 4
19-29 Jahre: 9
30-49 Jahre: 15
50-69 Jahre: 11
Über 70 Jahre: 7


III. Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 24 Neuinfektionen;

  • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Diese hohe Fallzahl zeigt einmal mehr, dass der private Bereich weiterhin ein großer Infektionstreiber ist. Denn anders als bei einem eingrenzbaren Infektionsgeschehen an einem Hotspot, ergibt sich hier ein Bild aus familiären Kontakten, Kontakten zu Freunden oder Nachbarn und auch aus Reisetätigkeiten.

Berufliches Umfeld: 7 Neuinfektionen;

  • Ein Fall aus dem Einzelhandel (Supermarkt)
  • Drei Fälle aus der Dienstleistungsbranche (2x Unternehmensberatung, 1x sozialer Bereich)
  • Zwei Fälle aus der Logistik-Branche
  • Ein Fall aus der Bau-Branche

Alten- und Pflegebereich: 3 Neuinfektionen;

  • Ein Fall betrifft das Cura-Seniorencentrum am Lutherbogen
  • Zwei Fälle lassen sich auf das Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße zurückführen. Betroffen ist hier zum einen eine Mitarbeiterin, zum anderen ein Familienmitglied, das sich bei einem Besuch infiziert hat.

Medizinischer Bereich: 5 Neuinfektionen;

  • Ein Fall betrifft medizinisches Personal des Bergmannstrosts.
  • Ein Fall betrifft eine Service-Mitarbeiterin im Elisabeth-Krankenhaus.
  • In einem Fall bestand Kontakt zu einem infizierten Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes.
  • In zwei Fällen liegen stationäre Behandlungen von Patienten vor, die aufgrund ihres Zustandes nicht ansprechbar sind. Die genauen Hintergründe der Infektion sind noch hier offen.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 7 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

  • Zwei Fälle stammen aus den Sportschulen, betroffen ist sowohl eine Schülerin als auch eine Lehrkraft.
  • Ein Fall betrifft eine Lehrkraft der Grundschule Südstadt.
  • Zwei Fälle betreffen Studierende der Martin-Luther-Universität.
  • Zwei Fälle betreffen private Bildungseinrichtungen (in Halle und Leipzig).

Entsprechende Quarantänen folgen entsprechend den Vorgaben aus der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.


IV. Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:

Der Fachbereich Gesundheit hat gestern die Test-Offensive in Gemeinschaftseinrichtungen fortgesetzt. Es wurden Schnelltests in der IGS Am Steintor, in den Sportschulen und am Studieninstitut für kommunale Verwaltung „Sikosa“ durchgeführt. Alle Tests fielen negativ aus.

Zu den Schnell-Tests vom Montag: Von den neun PCR-Tests zur Überprüfung liegen sieben Ergebnisse vor. Sie waren allesamt negativ. Zwei Resultate aus der Grundschule Kastanienallee stehen noch aus.

Für heute sind Schnell-Tests in neun Einrichtungen angesetzt.

V. Zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen:

Der Pandemiestab verfolgt das Infektionsgeschehen in den Senioren-Einrichtungen weiterhin sehr genau. Wie berichtet, gibt es aktuell ein aktives Infektionsgeschehen in fünf Alten- und Pflegeheimen: Procurant, Cyriacii, Paracelsushof, Joachimstaler Straße, Cura-Seniorencentrum Am Lutherbogen.

Die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen für alle ein- und ausgehenden Personen habe ich in den vergangenen Tagen vorgestellt.

Als weitere Maßnahme plant der Fachbereich Gesundheit erneut umfangreiche Testungen in den Einrichtungen, die von Infektionen betroffen sind. So ist für morgen eine Testserie für alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterschaft des Cura-Seniorencentrums geplant.

VI. Zur Situation in den Krankenhäusern:
Das Elisabeth-Krankenhaus hat heute Morgen beschlossen, auf einen Notfall-Betrieb umzustellen. Das bedeutet, dass nur noch zwingend notwendige bzw. notfall-medizinische Behandlungen erfolgen; verschiebbare Operationen wurden abgesagt.

Das zeigt, dass sich die Situation in den Krankenhäusern immer mehr zuspitzt. Die Situation in den Krankenhäusern wird täglich im Pandemiestab besprochen.

VII. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden 30 Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten 44 Kontrollen, in…

  • zwei Gaststätten,
  • zwei Park-Anlagen,
  • vier Geschäfte.

Hinzu kamen 34 Quarantäne-Kontrollen und zwei Kontrollen von Personengruppen.

Insgesamt gab es drei Verstöße: in einer Bank-Filiale und in zwei Gaststätten.


Zur Bewertung der aktuellen Lage:
Die Infektionszahlen in der Stadt Halle (Saale) nehmen zu. Sie nehmen in ganz Sachsen-Anhalt und auch im Umland zu. Die sächsische Regierung will ab dem 14. Dezember 2020 im Grundsatz Geschäfte, Schulen und Kitas schließen. Das bedeutet zusätzlich Verkehr von Menschen in den Süden von Sachsen-Anhalt hinein.

Die Maßnahmen reichen aus meiner Sicht nicht aus. Das habe ich bereits am Sonntag in einer umfassenden Stelungnahme betont. Falls die Krankenhaus-Ampel auf gelb springt, ist dringendes Handeln erforderlich, abgestimmt mit den Landräten aus dem Süden unseres Landes. Dazu habe ich heute mit dem Landrat des Saalekreises, Herrn Handschak, telefoniert. Wir stimmen in der Bewertung überein. Dies weiß der Ministerpräsident.  


Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
abschließend wie immer meine Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

  • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
  • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
  • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. 
 

 

8. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal sowie auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.


Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1.    Neuinfektionen in der Stadt: 39. Die Altersaufteilung der 22 Frauen und 17 Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 6
19-29 Jahre: 10
30-49 Jahre: 9
50-69 Jahre: 6
Über 70 Jahre: 8

2.    Infizierte in der Stadt: 457 (+20) 

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 116,84 (+1,25)
Die Inzidenz in der Stadt ist erneut gestiegen, vorige Woche Dienstag lagen 36 Fälle vor.
Der landesweite Wert gestern: 123,70 (+4,10).

4.   Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 55 (+6)
davon Intensivbehandlungen: 17 (+1)

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 30 (+/-0)
- mit dem Virus gestorben: 21 (+/-0)
- an dem Virus gestorben: 9 (+/-0)

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 802 (+674)
davon 371 Schnelltests

Gesamtsumme der Infizierten: 1.946 (+39) 
Anzahl der Geheilten: 1.459 (+19)


III. Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 16 Neuinfektionen;

  • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 8 Neuinfektionen;

  • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter aus der Automobil-Branche.
  • Drei Fälle stammen aus Einzelhandelsunternehmen (Supermarkt, Möbelmarkt, Apotheke).
  • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter in der Elektrotechnik-Branche.
  • Ein Fall betrifft die Immobilien-Branche.
  • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter der Logistik-Branche.
  • Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter der Evangelischen Stadtmission.

Alten- und Pflegebereich: 6 Neuinfektionen;

  • Fünf dieser Fälle stammen aus dem Cura-Seniorencentrum Am Lutherbogen.
  • Ein Fall betrifft das Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße.

Medizinischer Bereich:  3 Neuinfektionen;

  • Zwei Fälle lassen sich auf einen Kur-Aufenthalt zurückführen.
  • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin einer Klinik in einem anderem Bundesland.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 6 Neuinfektionen in folgenden Einrichtungen:

  • ein Fall Kita Goldenes Schlüsselchen
  • ein Fall Latina
  • ein Fall Sport-Sekundarschule
  • ein Fall Grundschule Südstadt
  • ein Fall Sekundarschule Am Fliederweg
  • ein Fall betrifft eine private Bildungseinrichtung.

Entsprechende Quarantänen folgen auf Grund der Allgemeinverfügung. Zu den genannten Einrichtungen wurde Kontakt aufgenommen.


IV. Zur Situation in den Gemeinschaftseinrichtungen:
Der Fachbereich Gesundheit hat gestern die Test-Offensive in den Gemeinschaftseinrichtungen fortgesetzt. Es wurden 371 Schnelltests in neun Einrichtungen durchgeführt.

Die Testreihen haben neun positive Ergebnisse ergeben, sechs in der Kita Friedemann Bach, eines in der Kita der fröhlichen Kinder, zwei in der Grundschule Kastanienallee. Hier folgen nun PCR-Tests zur Überprüfung.


V. Zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen:

Aus dem Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße liegt heute ein weiterer positiver Befund einer Mitarbeiterin vor. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 37 Personen (25 Bewohner und zwölf Mitarbeiter).

Im Haus Saaleufer, das im November stark von einem Infektionsgeschehen betroffen war, sind inzwischen alle Quarantänen ausgelaufen. Es gibt hier aktuell keinen Infektionsfall.

Der Pandemiestab hat deshalb präventive Maßnahmen beschlossen, die ich gestern an dieser Stelle schon einmal vorgestellt habe und wegen ihrer Wichtigkeit gern noch einmal wiederholen möchte:

In Alten- und Pflegeheimen, in denen aktuell eine SARS-CoV-2 Infektion aufgetreten ist, müssen alle Personen, die die Eichrichtung betreten, jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.

In Alten- und Pflegeheimen, in denen aktuell keine Infektion aufgetreten ist, gilt: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ein Alten- und Pflegeheim betreten, müssen einmal innerhalb von 7 Tagen beim Betreten am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen. Alle übrigen Personen, die ein Alten- und Pflegeheim betreten (z. B. Besucher, Ärzte, Physiotherapeuten, Fußpflege), müssen jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.

Für beide gilt: Die Verantwortung für die Durchführung liegt bei den Heimen. Eine Einweisung in das Schnelltestverfahren erfolgt durch die Stadt oder ist bereits erfolgt. Die Stadt unterstützt bei der Ausstattung mit Schnelltests.

VI. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:

Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden zwei Verstöße festgestellt.
Darüber hinaus erfolgten sechs Kontrollen, in…

  • einer Gaststätte,
  • einer Spielhalle,
  • zwei Geschäften, 
  • bei zwei  Personengruppen.

Dabei gab es keine Verstöße.


Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

wie immer zum Abschluss meine eindringliche Bitte: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

  • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
  • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
  • Veranstalten Sie keine privaten Feiern;
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.
  • Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. 
 

 
7. Dezember 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal sowie auf halle.de in der Rubrik Aktuelle Clips.


Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

I. Indikatoren zur Einschätzung der Lage in der Stadt Halle (Saale):
1.    Neuinfektionen in der Stadt: 30. Die Altersaufteilung der 19 Frauen und elf Männer stellt sich wie folgt dar:
Unter 18 Jahre: 5
19-29 Jahre: 8
30-49 Jahre: 6
50-69 Jahre: 5
Über 70 Jahre: 6

2.    Infizierte in der Stadt: 437 (+1) 

3.    7-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner: 115,59 (+2,08). Die Inzidenz in der Stadt ist damit erneut gestiegen, vorige Woche Montag lagen 25 Fälle vor.

4.    Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 49 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 16 (+/-0)

5.    Zahl der Toten: zu beklagen 30 (+1)
- mit dem Virus gestorben: 21 (+/-0)
- an dem Virus gestorben: 9 (+1)

Leider haben wir heute Morgen die Meldung erhalten, dass im Krankenhaus Martha-Maria in Dölau ein 92-jähriger Mann an einer Corona-Infektion gestorben ist.

II. Weitere statistische Angaben zum Tage:
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 128 (-4)
Gesamtsumme der Infizierten: 1.907 (+30) 
Anzahl der Geheilten: 1.440 (+28)

III. Zu den Recherche-Ergebnissen am heutigen Tag:

Privates Umfeld: 11 Neuinfektionen;

  • Hier bestanden unmittelbare Kontakte innerhalb der Familien oder innerhalb des Freundes- und Bekanntenkreises.

Berufliches Umfeld: 4 Neuinfektionen;

  • Ein Fall betrifft die Polizei.
  • Ein Fall betrifft die Autobahn GmbH.
  • Ein Fall betrifft ein Unternehmen der Verkehrsbranche.
  • Ein Fall betrifft die Stadtverwaltung.

Alten- und Pflegebereich: 5 Neuinfektionen;

  • Zwei Fälle stammen aus dem Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße. Betroffen sind 1 Mitarbeiterin und 1 Bewohner.
  • Ein Fall wurde gemeldet aus dem Alten- und Pflegeheim St. Cyriaci et Antonii.
  • Ein Fall betrifft eine Mitarbeiterin des Paracelsushofes.
  • Ein Fall betrifft einen Bewohner des Altenheims „Pro curand“.

Gemeinschaftseinrichtungen (Schulen, Kitas, MLU): 10 Neuinfektionen;
zu den betroffenen Einrichtungen ist durch den Fachbereich Gesundheit Kontakt aufgenommen worden. Ich gehe die Einrichtungen im Folgenden durch:

  • zwei Fälle KGS Hutten
  • ein Fall Kita St. Georgen
  • zwei Fälle BbS V
  • ein Fall TMG
  • ein Fall am  Konservatorium
  • zwei Fälle an der MLU (Mitarbeiter und Studierende)
  • ein Fall in einer private Bildungseinrichtung.


IV. Zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen:

Aus dem Altenpflegeheim in der Joachimstaler Straße liegen wie erwähnt zwei weitere positive Befunde vor. Damit steigt die Zahl der Infizierten auf 36 Personen (25 Bewohner und elf Mitarbeiter).

Mit den Einrichtungen „pro curand“ und Paracelsushof sind heute zwei neue Alten- und Pflegeheime betroffen. Hier haben die Heimleitungen in Absprache mit dem Fachbereich Gesundheit bereits Quarantäne-Maßnahmen vorgenommen und mit Schnelltests begonnen.

Der Pandemiestab plant eine Videoschalt-Konferenz mit den Betreibern der Alten- und Pflegeheime. In diesem Rahmen werden wir klare Verhaltensrichtlinien deutlich machen.

  • Für Alten- und Pflegeheime, in denen aktuell mindestens eine SARS-CoV-2 Infektion aufgetreten ist: Hier müssen alle Personen, die die Einrichtung betreten, am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.
  • Für Alten- und Pflegeheime, in denen aktuell keine Infektion aufgetreten ist: Hier müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einmal innerhalb von 7 Tagen beim Betreten einen Antigen-Schnelltest durchführen. Alle übrigen Personen, die ein solches Alten- und Pflegeheim betreten (z. B. Besucher, Ärzte, Physiotherapeuten, Fußpflege), müssen jedes Mal am Eingang einen Antigen-Schnelltest durchführen.
  • Für beide gilt: Die Durchführung obliegt den Heimen, eine Einweisung in das Schnelltest-Verfahren ist durch die Stadt erfolgt. Die Stadt unterstützt.


V. Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Es wurden keine Verstöße festgestellt.

Darüber hinaus erfolgten zehn Kontrollen, in sieben Park-Anlagen und zwei Geschäften. Hinzu kam eine Kontrolle einer Personengruppen. Aus dieser ergaben sich fünf Verstöße.

Zudem löste auch die Polizei am Wochenende zwei private Veranstaltungen an der Magistrale und in der Paul-Suhr-Straße auf.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
nach gut einem Monat „Lockdown light“ habe ich gestern an dieser Stelle schon einmal resümierend gesagt, dass wir mit den Maßnahmen eine Inzidenz unter 50 in dieser Phase nicht erreichen.

Im gesamten Bundesgebiet sind die Infektionszahlen unverändert hoch, in Sachsen-Anhalt und auch in Halle steigen sie unverändert. Gestern nun hat das Bundesland Bayern sogar erneut den Katastrophenfall ausgerufen. Die Diskussionen über noch strengere Maßnahmen werden somit die kommenden Tagen bestimmen.

Ich bitte Sie eindringlich: Nehmen Sie Ihre Eigenverantwortung wahr.

  • Reduzieren Sie Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein Minimum;
  • Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche – auch von Verwandten;
  • Veranstalten Sie keine private Feiern;
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Aufenthalte in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr.
     

Halten Sie dort, wo Begegnungen unvermeidlich sind, bitte die AHA+AL Regeln ein: Wahren Sie Abstand, setzen Sie die Hygienemaßnahmen um, tragen Sie Alltagsmasken, nutzen Sie die CoronaWarnApp und lüften Sie regelmäßig.

Bitte informieren Sie sich stets aus zuverlässigen und offiziellen Quellen. Alle Zahlen und Fakten, die wir in dieser Pressekonferenz bekannt geben, sind im Anschluss auch auf www.halle.de nachzulesen.

Bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund. 

  

 

14.12.2020

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