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Halloren übermitteln Neujahrsgrüße

v.l.n.r.: Manfred Severin (der momentan älteste Hallore mit Schlackwurst), Tobias Heinicke (der Erste und Regierende Vorsteher hält das „Carmen“), Konrad Otto (der jüngste Hallore hält die Salzpyramide mit Soleiern)Foto: Manfred Severin, ältester Hallore; Tobias Heinicke, Erster und Regierender Vorsteher und Konrad Otto, jüngster Hallore (v.l.n.r.)(halle.de/ps) Seit vielen Jahren ist es Brauch, dass eine Abordnung der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle dem Oberbürgermeister zu Beginn eines jeden Jahres die traditionellen Neujahrsgaben der Halloren überbringt. Diese bestehen aus Salz, Soleiern und Schlackwurst sowie einem Carmen - ein kunstvoll gestaltetes Lobgedicht. Auf Grund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie erfolgt die Übergabe der traditionellen Neujahrsgaben in diesem Jahr virtuell.
  

 

Hintergrund:
Als Halloren werden seit dem Spätmittelalter die Salinenarbeiter in Halle an der Saale bezeichnet. Heute wird der Begriff Hallore hauptsächlich für die Mitglieder der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle verwendet.
Die Neujahrsgratulation geht zurück auf das sogenannte Rauchschlächter-Privileg, das der preußische König Friedrich I. 1704 den Halloren zuerkannt hat. Sie durften somit die berühmte Schlackwurst herstellen und verkaufen. Doch mussten sie alljährlich dem höchsten Souverän des Staates eine Kostprobe bringen. Dazu fuhren seit fast 300 Jahren die Halloren-Delegierten nach Berlin. Seit der Regierungszeit Friedrich des II. (ab 1740)  wurde das zur festen Tradition.
Schon damals hatte sich der Brauch etabliert, auch in der Heimatstadt Neujahrsgrüße zu überbringen. Empfänger waren unter anderem die Stadtoberhäupter und Rektoren der Universität.
 
Der hochoffizielle Teil beim Landesherren wurde zur DDR-Zeit nicht ausgeübt. Erst nach der Wende fuhren Halloren-Delegationen zuerst nach Bonn, später wieder nach Berlin zum Bundespräsidenten, um nach alter Tradition die Neujahrsgratulation zu überbringen.

 

 

08.01.2021

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