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Elefantenkuh Pori im Bergzoo Halle eingetroffen

(halle.de/ps) Am 20. August 2020 ist die afrikanische Elefantenkuh Pori (39 Jahre) wohlbehalten aus Berlin in ihrem neuen Zuhause, dem Bergzoo Halle, angekommen. Hier trifft sie auf Tochter Tana (19 Jahre) und ihre Enkelinnen Tamika (4 Jahre) und Elani (1 Jahr). Durch den Transport werden Mutter und Tochter nach 12 Jahren wiedervereint. Um den Tieren die Gelegenheit zu geben, sich in Ruhe kennenzulernen, wird das Elefantenhaus zunächst geschlossen bleiben. Trotzdem werden die Elefanten für die Besucher auf der Außenanlage zu sehen sein, vorerst noch voneinander getrennt, aber sukzessive dann auch gemeinsam. 

Die afrikanische Elefantenkuh Pori wurde 1981 wild in Simbabwe geboren und 1983 nach Deutschland gebracht. Zunächst lebte sie von 1983-1997 im Zoo Magdeburg jedoch mit einer Unterbrechung, denn von 1984–1986 war sie im Zoo Leipzig eingestellt. Im Jahr 1997 wurde sie zu Zuchtzwecken an den Tierpark Berlin abgegeben, wo sie 2001 ihr erstes Kalb Tana gebar und erfolgreich aufzog. 

In der Natur leben Elefanten stets in Familienverbänden zusammen, die jeweils von einer Leitkuh angeführt werden. Töchter bleiben meist ein Leben lang bei Ihren Müttern, während junge Bullen die Herden verlassen, sobald sie geschlechtsreif sind. Letzte Woche zogen bereits die Elefantenkuh Panya und ihr Sohn Ayo von Halle in den Serengeti-Park Hodenhagen, wo Panya mit ihrer Mutter Bibi wiedervereint wird. Mit dem Umzug der Elefantenkuh Pori von Berlin nach Halle konnte nun in einem weiteren Zoo eine Familiengruppe zusammengeführt werden. „Poris Ankunft in Halle ist ein bedeutender Schritt in der modernen Elefantenhaltung“, ist sich Zoodirektor Elefanten berüsseln sich - erster KontaktDr. Dennis Müller sicher. „In Zukunft sollen möglichst alle Elefantenherden in europäischen Zoos in solchen natürlichen Familienstrukturen gepflegt werden. Diesem Ziel sind wir heute ein großes Stück nähergekommen.“

Die halleschen Elefantendamen haben Pori zunächst noch durch eine Trennwand begrüßt, das erste Berüsseln verlief dabei neugierig und sehr freundlich.

Pori, Elani, Tamika, Tana - von links nach rechts. Foto: Zoo Halle. Nach vielversprechenden Vorbereitungen wurden am 24. August die afrikanische Elefantenkuh Pori (39 Jahre) mit ihrer Tochter Tana (19 Jahre) und ihren Enkelinnen Tamika (4 Jahre) und Elani (1 Jahr) auf der Außenanlage des Elefantenhauses im Bergzoo Halle zusammengelassen. Diese in dieser Konstellation einmalige Zusammenführung einer Elefantenfamilie verlief nicht nur komplikationslos, sondern war für die Elefanten ein sichtlich freudiges Ereignis. Die beteiligten Tierpfleger und Zoodirektor Dr. Dennis Müller konnten dabei rührende Szenen zwischen den Enkelinnen Tamika und Elani und ihrer Großmutter Pori beobachten, in denen Babyelefant Elani sogar versuchte, aus Poris Gesäuge zu trinken. Der Bergzoo in Halle ist mit dieser Zusammenführung nun der einzige Zoo in Deutschland, in dem ausschließlich afrikanische Elefantenkühe einer einzigen Mutterlinie zusammen leben.

Der Elefantenbestand in den Zoos wird auf europäischer Ebene im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms (EEP) ganzheitlich betreut. Innerhalb dieser EEPs legen Komitees, bestehend aus Experten unterschiedlicher Zoos, neue Herdenzusammenstellungen und daraus resultierende Tierumzüge fest. Was sich als überaus komplexe, häufig monatelange Prozesse gestaltet, dient letztlich der naturnahen und tiergerechten Haltung von Afrikanischen Elefanten in den europäischen Zoos.
 

24.08.2020

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