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Jugend forscht – Mit Virtual Reality und Helix-Rotoren zum Landessieg

(halle.de/ps) Für den 57. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich sieben junge MINT-Talente aus Sachsen-Anhalt qualifiziert. Die Landessiegerinnen und -sieger wurden am 30. April 2022 im Technologiepark Weinberg Campus, in Halle (Saale), in Anwesenheit des Landtagspräsidenten und Schirmherren des Landeswettbewerbes Dr. Gunnar Schellenberger und der Bildungsministerin Eva Feußner ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, ausgerichtet von der TGZ Halle Technologie- und Gründerzentrum Halle GmbH und der ECH Elektrochemie Halle GmbH, präsentierten 20 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 17 Forschungsprojekte. In diesem Rahmen wurden auch die 14 eingereichten Projekte des Wettbewerbes Schüler experimentieren prämiert.

Einige Landessieger kamen auch aus Halle:
Landessieger Jugend forscht im Fachgebiet Arbeitswelt wurde Stefan Neuber (18) vom Georg-Cantor-Gymnasium Halle (Saale). Er entwickelte ein Trainingsgerät für den Ausdauersport, dass auf der Virtual-Reality-Technologie basiert. Mittels Blick durch eine VR-Brille lassen sich Übungen an einer Klimmzugstange abwechslungsreich gestalten. Eine selbst programmierte Software ermöglicht das Eintauchen in verschiedene virtuelle Welten und erfasst zugleich die Leistungsdaten der Sporttreibenden.

Tim Großmann von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg siegte im Fachgebiet Chemie. Der 19-Jährige untersuchte verschiedene kohlenstoffbasierte Elektrodenmaterialien im Hinblick auf ihre elektrokatalytische Aktivität bei Reaktionen wie der Wasserstoffentwicklungsreaktion und der Kohlenstoffdioxidreduktionsreaktion. Diese Reaktionen sind für die aktuelle Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien interessant, da sich damit unter anderem Emissionen verringern lassen.

Den Landessieg im Fachgebiet Mathematik/Informatik errang Eric Oliver Schmidt (19) von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er befasste sich mit dem Problem, dass Internetsuchen häufig auf falschen Erinnerungen der User basieren und somit nicht zielführend sind. Der Jungforscher programmierte einen Algorithmus, um diese sogenannten Known-Item-Suchanfragen möglichst realistisch zu simulieren. Sein Ziel ist es, darauf aufbauend ein Verfahren zu entwickeln, das faktisch falsche Erinnerungen in Suchen gezielt erkennen und korrigieren kann.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 57. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V.

Die scheidende Landeswettbewerbsleiterin Beate Enzian zeigte sich auch von ihrem 18. und letzten Wettbewerbsjahrgang begeistert: „Stolz sind wir darauf, dass eine Vielzahl an Schulen, von der Berufsschule bis zum Gymnasium, dabei sind. Es nahmen Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 14 Schulen am Landeswettbewerb teil. Die Präsentationen waren durchweg auf sehr hohem Niveau.“
„Das war ein Tag voller Visionen und Ideen: Tolle Projekte. Kluge Köpfe. Jugendliche die noch viel bewegen werden. Engagierte LehrerInnen, JurorInnen und SponsorInnen. Es gibt Hoffnung für die Welt!“, äußerte sich Dr. Ulf-Marten Schmieder, Geschäftsführer des Technologieparks Weinberg Campus via LinkedIN.
„Wir sind jedes Jahr aufs Neue gespannt auf die Projekte der Jungforscherinnen und Jungforscher. Aus einigen Jugend-forscht-Projekten, die wir über die Jahre betreut haben sind auch Praktika und erfolgreiche weiterführende Projekte geworden“, ergänzte Dr. Michael Hahn, Geschäftsführer des Patenunternehmens ECH Elektrochemie Halle GmbH, im Rahmen der Prämierungsveranstaltung.

Weiterführende Informationen:

01.04.2022

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