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30 Jahre Fraunhofer in Halle (Saale)

(halle.de/ps) Seit 30 Jahren forschen Mitarbeitende des Fraunhofer-Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS in Halle (Saale) zu den Themen Mikrostrukturdiagnostik und -design sowie mikrostrukturbasierte Technologieentwicklung. Am 2. November 2022 wurde das Jubiläum des Instituts im Rahmen eines Festkolloquiums mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gefeiert. Zu den Gratulanten zählten der Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Professor Armin Willingmann, Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, sowie der Bürgermeister der Stadt Halle (Saale), Egbert Geier.

Was vor 30 Jahren als Außenstelle des Freiburger Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM mit weniger als 20 Mitarbeitenden in Halle (Saale) begann und 2016 zum eigenständigen Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS wurde, ist heute eine renommierte Forschungseinrichtung mit vier Standorten und mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Kernkompetenzen Mikrostrukturdiagnostik und -design und damit verbunden die Frage nach der Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Werkstoffen und Systemen bildeten den Ausgangpunkt für eine kontinuierlich erfolgreiche Entwicklung des Instituts und eröffneten ihm über die Jahre stets neue Geschäftsfelder.

Mit hochentwickelter Analysetechnologie und Präparationstechniken, die es erlaubten, auch in kleinste Mikro- und Nanobereiche von Materialen und Werkstoffen vorzudringen, wandte man sich zunächst der Mikroelektronik und dem in den 1990er Jahren aufkommenden Bereich der Mikrosystemtechnik zu. Aus dem Bestreben, die Innovationskraft der Industrie zu stärken, regional wie deutschlandweit, und sich den zentralen Fragen der Zukunft zu stellen, erwuchsen nach und nach erfolgreiche Geschäftsmodelle für Forschung und Entwicklung in den Märkten Elektronik, Kunststoffe, Gesundheit, Photovoltaik, Optische Materialien, Wasserstoff- und Kohlenstoffkreislauf-Technologien.

Heute gestaltet das Fraunhofer IMWS mit seiner Expertise die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz maßgeblich mit. Ob vielfältig einsetzbare bio-basierte und biologisch abbaubare Kunststoffe, leistungsstarke Leichtbau-Materialien in Großserie, zuverlässige Solarmodule für extreme Klimabedingungen, Grüner Wasserstoff für die emissionsarme Herstellung von Grundchemikalien und Kraftstoffen oder fehlerfreie Elektronikbauteile für die Mobilität der Zukunft – für diese und weitere Fragen ist das Fraunhofer IMWS ein nachgefragter und zuverlässiger Partner für Industrie und Gesellschaft.

Mittlerweile hat sich das Fraunhofer IMWS auch über die Grenzen Sachsen-Anhalts und Deutschlands hinaus einen Namen gemacht. Das Institut kann auf langjährige Kooperationen mit führenden Unternehmen sowie renommierten Forschungseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene zurückblicken. Auf regionaler Ebene fördert das Fraunhofer IMWS die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit ansässiger Unternehmen vor Ort. In der internationalen Forschungslandschaft genießt es, nicht zuletzt durch die regelmäßig in Halle (Saale) stattfindenden internationalen Konferenzen, wie den „CAM-Workshop" für die Fehlerdiagnostik in der Elektronik, die „PV Days" im Bereich Photovoltaik oder die „Composite Sandwich Conference“ im Feld des Kunststoff-Leichtbaus, hohes Ansehen und trägt dabei auch zur Attraktivität des Wissenschaftsstandortes Halle (Saale) bei.

03.11.2022

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