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Informationen der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus vom 4. bis 10. Mai 2020

10. Mai 2020: Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 344 (+1)
Anzahl der Geheilten: 273 (+/-0)
Infizierte am heutigen Tag: 60 (+1); 25 (+/-0) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 22 (-2), davon Hallenser: 8 (-1)
davon Intensivbehandlungen: 9 (+1)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 5 (-283)


9. Mai 2020: Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 343 (+2)
Anzahl der Geheilten: 273 (+4)
Infizierte am heutigen Tag: 59 (-2); 25 (+/-0) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 24 (+1), davon Hallenser: 9 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 8 (+1)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 288 (+36)

 

8. Mai 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie durch Klick auf das Foto unter der Rubrik  Aktuelle Clips auf halle.de beziehungsweise auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur Gesundheit in der Stadt:Gesamtsumme der Infizierten: 341 (+5)
Anzahl der Geheilten: 269 (+/-0)
Infizierte am heutigen Tag: 61 (+5); 25 (+2) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 23 (+5), davon Hallenser: 9 (+3)
davon Intensivbehandlungen: 7 (+/-0)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 252 (-293)

Zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen:
Zum Schutz vor einer zweiten Corona-Infektionswelle setzt nun auch das Land Sachsen-Anhalt auf mehr Tests, um sensible Bereiche zu schützen und Infektionsketten schnell zu erkennen. Wie Sie wissen, führt die Stadt diese Tests bei Mitarbeitern und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen bereits seit fast 4 Wochen erfolgreich durch. Im Rahmen dieser Test-Offensive hat die Stadt inzwischen 947 Tests bei Mitarbeitern und 2.075 Tests bei Bewohnern durchgeführt. Insgesamt waren es rund 6.600 Abstriche in diesem Bereich (Nachkontrollen inbegriffen).
Die Tatsache, dass wir dabei auch immer wieder Infektionen feststellen - wie die heute genannten 5 Neu-Infektionen zeigen - bestärkt uns in unserem Weg. Diesen wollen wir fortsetzen und ausbauen:  Ab Ende Mai wollen wir diese Test-Offensive auf den Kita-Bereich ausweiten. Dazu werden wir uns weiter personell im Pandemiestab verstärken.

Zur Grafik:
Der Kurven-Verlauf der ersten Grafik zeigt die Zahl der aktuell Infizierten in Halle vom 9. März bis heute; aktuell sind es 61.
Die zweite Grafik zeigt den Verlauf der Neu-Infektionen pro Woche/pro 100.000 Einwohner vom 9. März (11. Kalenderwoche) bis heute 8. Mai (19. Kalenderwoche) in Halle, Stand heute: 7.
Wichtig bleibt die Notfall-Regel für die Stadt Halle: Bei einer Zahl von 35 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche werden wir sofort reagieren und die Lockerungen wieder zurückfahren. 

Zur Schutzausrüstung:
Das Land hat gestern zusätzliche Masken für die Pflegeheime und die Ambulanten Pflegedienste geliefert, darunter 238.000 Stück OP Masken und 78.800 FFP2/KN95 (Masken ohne Ventil), die wir an die Alten- und Pflegeheime verteilt haben.
Über unsere 5 Quartierbüros haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen 20.000 Schutzmasken ausgegeben. Das ist eine beachtliche Zahl. Besonders möchte ich mich bei den Hallenserinnen und Hallensern bedanken, die rund 6.000 Masken selbst produziert und zur Verfügung gestellt haben.
Am gestrigen Tag haben wir von der Firma Retzlaff-Immobilien 1.000 Masken kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, die wir nun über die Quartierbüros ebenfalls in der kommenden Woche verteilen können.
Das Stadtmarketing hat noch rund 2.000 Masken mit dem Logo der Stadt vorrätig (zum Stückpreis von 5,95 Euro).
Inzwischen werden die Mund-Nasen-Schutze in ausreichendem Maße und in vielen Varianten auf dem freien Markt angeboten.

Zur Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 174 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde kein Verstoß festgestellt. 

Zur Öffnung der Verwaltung:
Am 11. Mai 2020 öffnen die Verwaltungsstandorte Ratshof, Am Stadion 5 und Am Stadion 6 wieder für den Besucherverkehr zu den regulären Sprechzeiten. Zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bitten wir darum, die Abstands- und Hygiene-Regeln sorgfältig einzuhalten:
So benötigen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren Anliegen an uns wenden, zwingend einen Termin: Dieser kann per Telefon, E-Mail oder im Internet vereinbart werden.
Wir bitten zudem alle Besucher, während des gesamten Aufenthaltes einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich im Foyer der jeweiligen Einrichtung in die Anwesenheitsliste einzutragen.
Weiterhin wurde für die Verwaltungsgebäude ein Wegeleitsystem entwickelt. 

Zur Öffnung der öffentlichen Einrichtungen:
Stadtbibliothek, Stadtmuseum, Stadtarchiv und Konservatorium haben gestern erfolgreich den Betrieb wieder aufgenommen, unter Beachtung der Abstands- und Hygiene-Regeln.
Auch der Aufstieg auf die Hausmannstürme sowie Gästeführungen werden ab Freitag, 15. Mai 2020, wieder angeboten. Über die Details informiert Stadtmarketing-Geschäftsführer Mark Lange im Rahmen eines Pressegesprächs am kommenden Dienstag.

Zu den Spielplätzen:
Mit der Freigabe der 125 städtischen Spielplätze und -anlagen am heutigen Tag gehen wir – insbesondere für Familien – einen weiteren Schritt in Richtung Normalität. 
Hinweise zu Verhalten und Umgang haben wir in einer Allgemeinverfügung festgehalten und in einem Sonderamtsblatt veröffentlicht.
Spielplätze auf nicht städtischen Flächen können unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln ebenfalls öffnen. 

Zum HFC:
Die Test-Ergebnisse für die gesamte Mannschaft und das Team-Umfeld des Halleschen FC liegen nunmehr vollständig vor: Alle 39 Test-Ergebnisse waren negativ.

Zur Unterstützung für Akteure aus Wirtschaft, Kultur und Sport:
Mehr als 200 Konzepte sind bislang in der Verwaltung eingegangen:
Im Bereich Kultur sind es inzwischen 26 Anträge. Davon konnten 11 bereits genehmigt werden, darunter Konzepte für die Proben-Arbeit der Theatervereine „Kaltstart“ und „spielmitte“ sowie die Theaterschule „Spielzeit“, aber auch für die Frauen- und Mädchenbibliothek des Frauenzentrums Weiberwirtschaft.

Im Bereich Sport wurden bislang 48 Anträge eingereicht und davon 21 bereits genehmigt: So hat der PostTurnSportVerein Halle e. V. ein Konzept für Trainingseinheiten auf dem Hof hinter der Jahnturnhalle eingereicht. Der Verein Budokai bietet Kurse in Kleingruppen an der frischen Luft an und der Böllberger Sportverein Halle Einzeltraining auf der Saale.

Im Bereich Wirtschaft liegen uns 154 Anträge vor; von denen 120 genehmigt wurden, darunter für zahlreiche Handelseinrichtungen; ein Fitnessstudio, das eine Gerätenutzung unter freiem Himmel anbietet und Unternehmen, die ihre Schulungsräume wieder öffnen. 

Akteure, die bei der Erstellung von Hygiene-Konzepten Unterstützung benötigen, können sich an unsere zentralen Ansprechpartner wenden: Kirsten Schneider für den Sport, Eric Brecht für die Wirtschaft und Sebastian Sell-Römer für die Kultur. Sie bearbeiten Ihre Anträge zeitnah und vereinbaren bei Bedarf auch Termine vor Ort. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite www.halle.de

Das wird bei Gaststätten und Hotels auch der Fall sein. Der Tag der Öffnung für Gaststätten und Hotels ist nun für den 18.05.2020 avisiert. Ab sofort können auch Gastronomen und Hoteliers ihre Hygiene-Konzepte einreichen, per E-Mail an: eric.brecht@halle.de Die Konzepte werden unverzüglich von uns geprüft; im Anschluss erfolgt eine Ortsbegehung und dann die Freigabe.

Die Stadt Halle sucht ihren Weg zurück in die Normalität.

Wir sind noch nicht über den Berg. Erst in drei oder vier Wochen wird sich zeigen, was wir mit den Maßnahmen bewirken, die wir heute umsetzen.

Die wichtigsten Regeln:

  • der Mindestabstand von 1,50 Meter;
  • das Tragen von Masken;
  • die Ausweitung der Tests auf definierte Bevölkerungsgruppen;
  • das Verbot von Großveranstaltungen.

Die Stadt Halle setzt auf die Eigenverantwortung der Menschen. Und sie setzt sich dafür ein, die Beschränkungen zu beenden. Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben. Es kommt jetzt noch viel mehr auf das Verhalten jedes einzeln an.

In eigener Sache:

Aufgrund der aktuellen stabilen Lage in der Stadt, passt der Pandemiestab den Rhythmus seiner Pressekonferenzen an: Die nächste Pressekonferenz in Form einer Videokonferenz/mit Livestream findet am kommenden Montag, 13 Uhr, an gewohnter Stelle statt. Am Wochenende aktualisieren wir jedoch weiterhin fortlaufend die Zahlen zur Gesundheit in der Stadt.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

Sie wissen, am heutigen 8. Mai vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg.

1945 drohte Halle das gleiche Schicksal wie Dresden – die totale Zerstörung. Wir wissen, die Stadt Halle ist von der totalen Zerstörung verschont geblieben. Im letzten Moment gelang es mutigen Hallensern, die Alliierten davon abzuhalten, die Stadt zu bombardieren.

 Und morgen, am 9. Mai, feiern wir den Europatag.

Der Europatag geht zurück auf eine Rede, die der damalige französische Außenminister Robert Schuman am 9. Mai 1950 gehalten hat. Darin stellte er seine Idee von der „Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl“ vor. Es war der Grundstein für die heutige Europäische Gemeinschaft.

Der 8. Mai 1945 und der 9. Mai 1950: Zwischen den beiden Ereignissen liegen gerade einmal fünf Jahre.

Die Feierlichkeiten zum Europatag hätten dieses Jahr in unserer Partnerstadt Karlsruhe stattfinden sollen. Auf unserer Internetseite finden Sie sowohl Informationen zum Kriegsende in Halle als auch zum Europatag – und Sie finden dort auch eine Grußbotschaft, die ich an die Menschen in Karlsruhe gerichtet habe. Außerdem Grußbotschaften der Oberbürgermeister unserer Partnerstädte in Karlsruhe, Grenoble und Linz.

Die aktuell geschlossenen Grenzen erinnern uns schmerzlich daran, was für eine großartige Errungenschaft das vereinigte Europa ist. Ist freue mich auf den Tag, an dem wir wieder zu unseren Freunden reisen können.

Bleiben Sie gesund. Und bleiben Sie zuversichtlich!

 

7. Mai 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie Sie durch Klick auf das Foto in der Rubrik Aktuelle Clips auf halle.de beziehungsweise auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 336 (+5) 
Anzahl der Geheilten: 269 (+11)
Infizierte am heutigen Tag: 56 (-6); 23 (-3) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 18 (+/-0), davon Hallenser: 6 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 7 (+/-0)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 545 (+155)

Zur Situation in den Alten- und Pflegeheimen:
Die heute genannten 5 Neu-Infektionen gehen erneut auf unsere Test-Offensive bei den Mitarbeitern und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen zurück: So wurden insgesamt 3 Bewohner und 2 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet: betroffen sind das AGO-Seniorenzentrum in Halle-Neustadt und das Haus Rabeninsel der Volkssolidarität. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Nachkontrolle festgestellt. Das heißt: Nach zwei Wochen wiederholen wir in jedem Alten- und Pflegeheim die Tests.

Da in diesen Einrichtungen nach wie vor positive Test-Ergebnisse festgestellt wurden, können wir hier mit Blick auf die 5. Eindämmungsverordnung auch noch keinen Besucherverkehr ermöglichen – zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung. Dies betrifft derzeit 9 der insgesamt 56 Alten- und Pflegeheime im Stadtgebiet.

Zur Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 76 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde kein Verstoß festgestellt. 

Zu den Lockerungsmaßnahmen:
Im Ergebnis der Konferenz von Kanzlerin und Länderchefs am gestrigen Mittwoch können die Bundesländer nunmehr eigenverantwortlich über die Umsetzung von Lockerungsmaßnahmen entscheiden. 

Die Entscheidung ist aus meiner Sicht richtig, da sie den Weg für individuelle und regionale Lösungen freimacht. 

Im Grunde kann alles freigegeben werden, unter Wahrung der Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern und den übrigen strengen Hygieneregeln.

Wichtig ist die Notfall-Regel: Ich hatte gestern bereits ausgeführt, dass wir bei einer Zahl von 35 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sofort reagieren und die Lockerungen wieder zurückfahren würden. Hier gilt es die Balance zwischen schrittweiser Rückkehr in die Normalität und dem Gesundheitsschutz aller zu wahren. 

Wie dies in Halle funktioniert, habe ich mir gestern an verschiedenen Stellen vor Ort angeschaut: Auf dem Golfplatz am Hufeisensee, am Riveufer und auch auf der Baustelle der Scheibe A. Mein Eindruck: Die Abstands- und Hygieneregeln werden eingehalten; die Menschen handeln verantwortungsbewusst.

Wir sollten also mehr auf die individuelle Verantwortung setzen – mit der nötigen Sorgfalt und Vorsicht. 

Zur Unterstützung für Akteure aus Sport, Wirtschaft und Kultur:
Auch heute möchte ich noch einmal auf die Unterstützung unserer zentralen Ansprechpartner hinweisen: Kirsten Schneider, Eric Brecht und Sebastian Sell-Römer sind Mitglieder des Pandemiestabes und zugleich zentrale Ansprechpartner für die Bereiche Sport, Wirtschaft und Kultur. Sie unterstützen Unternehmen, Vereine und Kulturschaffende bei der Entwicklung von Hygiene-Konzepten und stehen für Fragen rund um das Thema Wiedereröffnung zur Verfügung. Die Ansprechpartner bearbeiten die Anträge zeitnah und nehmen mit allen Akteuren Kontakt auf. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite www.halle.de

An dieser Stelle noch einmal der Aufruf an die Landesregierung, unverzüglich die Gaststätten, Hotels und die kulturellen Spielstätten freizugeben, unter den strengen Abstand- und Hygienebedingungen. Alle genannten haben bereits umfangreiche Konzepte eingereicht oder sind in der abschließenden Vorbereitung.

Im Kultur-Bereich wurden bislang insgesamt 23 Anträge gestellt, davon konnten bereits 8 genehmigt werden. 

Im Sport-Bereich wurden bislang insgesamt 38 Anträge gestellt, davon konnten ebenfalls 8 genehmigt werden.

Im Bereich Wirtschaft wurden bislang insgesamt 130 Anträge gestellt, davon konnten bereits 120 genehmigt werden.

Zur Öffnung der öffentlichen Einrichtungen:
Seit heute haben die Stadtbibliothek, das Stadtmuseum, das Stadtarchiv und das Konservatorium wieder für den Publikumsverkehr geöffnet. Nach unseren Informationen ist der Betrieb erfolgreich gestartet. 

Und auch für die Oberburg können wir nunmehr einen Termin benennen: Ab 16. Mai ist sie wieder für den Besucherverkehr geöffnet. Die Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bi 18 Uhr; samstags, sonntags und feiertags bis 19 Uhr. Auch gelten für alle Gäste die Hygiene- und Abstandregeln.

Zum HFC:
Wir haben gestern die gesamte Mannschaft und das Team-Umfeld des Halleschen FC auf das Corona-Virus getestet. Dabei wurden 39 Abstriche genommen: 27 von Spielern, 12 vom Betreuer- und Trainerteam. Bisher sind alle uns vorliegenden Ergebnisse negativ. 14 Tests waren nicht auswertbar und wurden heute wiederholt. 

Der Ministerpräsident hat den DFB aufgefordert, für die 3. Liga ein tragfähiges Finanzkonzept zu erstellen. Diese Erwägung hat allerdings nicht viel mit dem Infektionsschutz zu tun, denn zunächst müsste die 5. EindV geändert werden, die Wettkampfsport aktuell noch ausschließt. Darüber hinaus müsste das Gesundheitsamt der Stadt die Sportstätte auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes noch freigeben, aktuell – wie berichtet – gibt es hier einen negativen Befund.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
es kommt jetzt auf die Eigenverantwortung und Sorgfalt aller an. Mein Appell an Sie: Beachten Sie weiter die Hygiene- und Abstandsregelungen. Dann werden wir den Weg in die Normalität ohne Rückschläge und Enttäuschungen bewältigen.

Bleiben Sie gesund. Und allen Erkrankten: Gute Besserung!



6. Mai 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.
 
Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie durch Klicken auf das Foto auf halle.de unter Aktuelle Clips oder auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 331 (+1) 
Anzahl der Geheilten: 258 (+2)
Infizierte am heutigen Tag: 62 (-1); 26 (+/-0) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 18 (-2), davon Hallenser: 6 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 7 (+/-0)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 390 (-119); davon 117 in den Fieberzentren


Zur Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 192 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde kein Verstoß festgestellt. 

Zur Unterstützung für Akteure aus Sport, Wirtschaft und Kultur:
Ich habe an dieser Stelle bereits mehrfach auf Kirsten Schneider, Eric Brecht und Sebastian Sell-Römer hingewiesen, die im Pandemiestab als zentrale Ansprechpartner für die Bereiche Sport, Wirtschaft und Kultur fungieren. 

Uns erreichen seit Inkrafttreten der 5. Eindämmungsverordnung des Landes jeden Tag viele Hygiene-Konzepte zur Wiederöffnung. Um einmal einige Zahlen zu nennen:
· 29 Sportvereine haben seitdem ihre Konzepte zur Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs übermittelt. Das beinhaltet auch die Anfragen zur Nutzung von drei kommunalen Sportstätten (Brandberge, Halle-Neustadt, Robert-Koch-Straße)
· Aus der Kultur-Szene liegen uns 17 Anträge vor, unter anderem von Theatern und Musikschulen. Hier werden auch bereits gemeinsam Konzepte erarbeitet, wie mittelfristig Wiedereröffnungen aussehen können – beispielsweise bei Freien Theatern.
· Von Gewerbetreibenden der halleschen Wirtschaft haben uns allein in der vergangenen Woche gut 50 Anträge erreicht.

In vielen Fällen konnten bereits Zusagen zur Wiederaufnahme des Betriebs erteilt werden. Die Ansprechpartner bearbeiten die Anträge zeitnah und nehmen mit allen Akteuren Kontakt auf. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite www.halle.de.

Zur Öffnung öffentlicher Einrichtungen:

Auch für viele Einrichtungen der Stadt haben wir in den vergangenen Wochen sehr intensiv Wiedereröffnungskonzepte erarbeitet. Das gilt beispielsweise für die Stadtbibliothek, das Stadtmuseum, das Stadtarchiv oder das Konservatorium.

Morgen wird die Stadtbibliothek am Standort Hallmarkt wieder öffnen, mit angepassten Besucher- und Ausleih-Reglungen. Diese sehen wie folgt aus:
- Zum Publikumsverkehr: In der Bibliothek können sich maximal 50 Personen zeitgleich aufhalten. 
- Wir empfehlen daher, die Medien zur Abholung vorzubestellen. Die Medienbestellung ist telefonisch unter 0345/221-4703 möglich und auch online unter: www.stadtbibliothek-halle.de 
- Pro Bestellung können maximal zehn Medien ausgewählt werden. Per E-Mail oder telefonisch werden das Abholdatum und die Uhrzeit mitgeteilt. Das hilft, um lange Warteschlangen zu verhindern. 
- Grundsätzlich gelten in der Bibliothek die Abstandsregelungen und das Tragen eines Mund-Nase-Schutz zu tragen.
 

Die Öffnungszeiten der Stadtbibliothek: 
- werktags von 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr, 
- zudem samstags von 10 bis 12 Uhr. 

Für die Öffnung der einzelnen Stadtteil-Bibliotheken werden aktuell die Konzepte erarbeitet.

Stadtmuseum: 
Für das Stadtmuseum wurde ein Wegeleitsystem erarbeitet. Auch hier gelten die Abstands- und Hygiene-Regeln. Aufsichtspersonal begleitet die Besucher in den einzelnen Ausstellungsräumen. Die Öffnungszeiten gestalten sich wie folgt: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr.

Bei der Oberburg gehen wir aktuell von einer Wiedereröffnung Mitte Mai aus. Hier erfolgen noch verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, zum Beispiel Elektro-Reparaturen. 

Konservatorium:

Im Konservatorium erfolgt ab morgen wieder Einzelunterricht. Unterrichtet werden ausschließlich Streichinstrumente, Tasten-, Zupf- und Schlaginstrumente. Dazu wurde für die Kinder und Jugendlichen ein Stundenplan entwickelt.

Zu den Spielplätzen:
Am morgigen Donnerstag erscheint ein Sonder-Amtsblatt, darin abgedruckt ist die Allgemeinverfügung, mit der die Stadt die Spielplätze wieder freigibt. Zur Erinnerung: Das Land hatte in der 5. Eindämmungsverordnung die Spielplätze ja weiter geschlossen gehalten, hat den Kommunen aber die Möglichkeit eingeräumt, hier per Allgemeinverfügung eigene Regeln zu erlassen. Dem sind wir nun nachgekommen. Ab Freitag dürfen die Spielplätze wieder benutzt werden. 

Wir haben die Allgemeinverfügung bewusst kurz gehalten und darin nur wenige Regeln aufgestellt. Umso mehr möchte ich aber auf diese zwei Punkte hinweisen: 

· Zum einen gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern. Die Erziehungsberechtigten sind angehalten, auf die Einhaltung Acht zu geben.
· Zum anderen sind von der Nutzung der Spielplätze drei Personengruppen ausgeschlossen: 
- mit dem Corona-Virus infizierte Personen;
- Menschen, die Kontaktpersonen von Infizierten waren;
- und jeder, der sich in den letzten 14 Tagen im Ausland aufgehalten hat.

Zum HFC:
Wir haben heute Morgen die gesamte Mannschaft und das Team-Umfeld des Halleschen FC auf das Corona-Virus getestet. Dabei sind 39 Abstriche genommen worden, 27 von Spielern, 12 vom Betreuer- und Trainerteam. Die Ergebnisse erwarten wir morgen Früh. Dieser umfangreiche Test ist Teil des Konzeptes zur Wiederaufnahme des Trainings. 

Die Stadt hat den Erdgas-Sportpark dafür freigegeben. Allerdings gelten für den Trainingsbetrieb die strengen Vorgaben der 5. Eindämmungsverordnung des Landes. Also Hygiene- und Abstandsregeln, aber auch die Regeln zur Einschränkung der Gruppengröße.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

aktuell wird in Deutschland sehr kontrovers debattiert, ob die Lockerungsmaßnahmen zu schnell und zu weit gehen. 

Im Grundsatz geht es dabei um die Frage: 
Wo ist eine Grenze zu ziehen, ab der sich Einschränkungen der Grundrechte rechtfertigen lassen? Oder umgekehrt: Ab wann müssten wir von einer zweiten Infektionswelle sprechen, die es nötig macht, die Lockerungen wieder zu revidieren? 

Die Frage ist auch deshalb so spannend, weil eine wissenschaftlich fundierte Datenbasis noch immer fehlt. Aktuell wird folgende Kalkulation diskutiert: „Wenn ein Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 50 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner zu verzeichnen hat, die nicht an einem Ort (also zum Beispiel in einem Altenheim) auftreten, muss der Landkreis zu den Beschränkungen zurückkehren, die am 20. April in Kraft waren.“

Wir haben diese Zahl heute Morgen im Pandemiestab diskutiert: 50 Neuinfektionen pro 100.000 wäre ein Ausmaß von Neuinfektion, wie wir es im bisherigen Pandemie-Verlauf noch nie hatten. In der Spitze lagen wir in Halle – als am stärksten betroffene Stadt im Bundesland – bei 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. 

Das heißt: Wir würden bereits bei einer Zahl von 35 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner reagieren und Anpassungsmaßnahmen nach oben wieder anordnen.

Wir hoffen, dass es dazu nicht kommen muss. Viel wird daran liegen, wie wir mit den Lockerungen in den nächsten Wochen umgehen. Klar ist auch: Durch die Lockerungen werden Menschen einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Viel wird daran liegen, ob wir dieser Eigenverantwortung gerecht werden – und das gilt eben nicht nur ab Freitag auf den Spielplätzen.

Ich wünsche mir, dass wir weiter sehr sorgsam miteinander umgehen. Dass wir uns überall, wo Menschenansammlungen nicht zu vermeiden sind, mit Alltagsmasken schützen. Dass wir die Hygiene-Regeln beachten, gerade jetzt, wo es auch in Schulen und Kitas langsam Richtung Normalität geht. Dass wir die Abstandsregeln einhalten, gerade auf Spielplätzen oder auch bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs in vielen Sportvereinen.

Es liegt an uns, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Bis ein Impfstoff existiert. Auch das habe ich wiederholt gesagt. Viele Wissenschaftler arbeiten daran. 

Bleiben Sie gesund. Und allen Erkrankten: Gute Besserung!

 

5. Mai 2020 (2): Der Pandemiestab der Stadt Halle (Saale) ist um zentrale Ansprechpartner für die Bereiche Wirtschaft, Sport und Kultur erweitert worden. Die Mitarbeiter der Verwaltung bearbeiten ab sofort alle Fragen und vorgelegte Konzepte im Rahmen der Inbetriebnahme von Geschäften und Unternehmen, von Kultureinrichtungen sowie von Sportstätten in der Stadt.

Zentrale Ansprechpartner im erweiterten Pandemiestab der Stadt Halle (Saale)

5. Mai 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.
 

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie durch Klick auf das Foto in der Rubrikauf halle.de unter Aktuelle Clips beziehungsweise auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 330 (+1) 
Anzahl der Geheilten: 256 (+6)
Infizierte am heutigen Tag: 63 (-5); 26 (-2) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 20 (+2), davon Hallenser: 6 (+1)
davon Intensivbehandlungen: 7 (+/-0)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 509 (+502)

Zur medizinischen Situation in der Stadt:
Die Zahl der Infizierten nimmt in der Stadt weiter ab. Betroffen sind nunmehr noch 0,026 Prozent. Berichten müssen wir leider über einen Todesfall. Es handelt sich um eine 94-jährige Bewohnerin des Johannes-Jänicke-Hauses in der Burgstraße. Der Fall ist insofern besonders, da die Frau am 9. April positiv getestet wurde, in Anschluss zwei negative Abstriche. Der Todesfall wird deshalb nicht in die Corona-Statistik aufgenommen.

Zur Sicherheit und Ordnung:

Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 334 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde ein Verstoß in einem Bistro festgestellt. 

Zur Verwaltung:
In der gestrigen Pressekonferenz wurde das Thema Online-Terminvergabe angesprochen. Wie angekündigt, werden wir am Montag, 11. Mai, die Verwaltungsstandorte am Marktplatz und Am Stadion 5 und 6 für den Besucherverkehr wieder öffnen, unter Berücksichtigung der Abstandsregeln und Hygiene-Vorschriften. Mit dem heutigen Tag werden wir die Online-Terminvergabe wieder freigeben.

Zur Wirtschaft:
Die Stadt Halle (Saale) unterstützt die Unternehmen im Stadtgebiet mit Steuervergünstigungen. So werden auf Antrag keine Vorauszahlungen für Gewerbesteuern fällig. Zudem sind zinslose Stundungen möglich. Alle 165 Anträge, die dazu bislang eingegangen sind, sind bereits positiv beschieden worden.

Verschiebungen der Grundsteuer-Fälligkeiten und zinslose Stundungen sind auf Antrag ebenfalls möglich. Hierfür sind bislang alle elf Anträge bearbeitet und positiv beschieden worden. 
 
Mieter oder Pächter, die sich vorübergehend aufgrund der Corona-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten befinden oder durch eine Zahlung in eine solche geraten würden, können ebenfalls formlos Anträge auf Stundung bei der Stadtverwaltung einreichen. Bislang sind acht Anträge eingegangen; deren Bearbeitung derzeit erfolgt.
 
Wie angekündigt, haben wir gestern erstmals eine Videokonferenz mit rund 60 Gastronomen der Stadt durchgeführt. Es wurde deutlich, dass dringend Handlungsbedarf zur Öffnung besteht, unter Beachtung aller Abstands- und Hygiene-Regeln eine Wiedereröffnung. In einigen Bundesländern wie Niedersachsen ist dies ja schon in Planung. Die Stadt will für die Schließzeit die Gebühren für die Sondernutzung von Freiflächen nicht erheben bzw. diese erstatten. Dazu werden wir eine entsprechende Beschlussvorlage in die Sitzung des Stadtrates im Mai einbringen. Als weiteren Punkt haben wir besprochen, dass der Pandemiestab einen zentralen Ansprechpartner für die Gastronomen benennt. Hier wird ebenfalls Eric Brecht zur Verfügung stehen. 

Ich möchte noch einmal hinzufügen: Mit Kristen Schneider für den Sport und Sebastian Sell-Römer für die Kultur haben wir zudem weitere zentrale Ansprechpartner benannt. Die Kontaktdaten finden Sie allesamt auf unserer Internetseite www.halle.de

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
leider stellen wir fest, dass die intensiven und fraglos nötigen Debatten um Lockerungen inzwischen auch dafür sorgen, die Gefahren des Corona-Virus in den Hintergrund zu drängen. Das lässt sich bundesweit beobachten, wie etwa durch das Video, das gerade erst aus der Kabine eines Fußball-Bundesligisten an die Öffentlichkeit geraten ist. 

Ich möchte an dieser Stelle deshalb sehr deutlich sagen: Uns muss klar sein, dass es keinen Anlass für Sorglosigkeit gibt. Wenn eine zweite Infektionswelle kommt, müssten wir den Weg der Lockerungen auch wieder revidieren. Ich hatte es bereits gesagt. Lockern kann man alles, so denn die zwingenden Infektionsschutz-Regeln eingehalten werden. 

Die wichtigste Regel ist die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern. Dazu kommt das Gebot der Kontakt-Minimierung (also maximal fünf Personen, die zusammenkommen dürfen). Und die Verpflichtung zum Tagen einer Maske beim Einkaufen oder im Öffentlichen Personennahverkehr, die dringende Empfehlung zum Tragen einer Maske bei Menschen-Ansammlungen.

Dies sind die klaren Vorgaben, die auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes gelten müssen, so lange, bis ein Impfstoff vorliegt. Es wäre schlimm, wenn alles, was wir in den vergangenen Monaten erreicht haben, durch Sorglosigkeit wieder aufs Spiel gesetzt wird.

Weitere Lockerungsmaßnahmen müssen unter dem Vorbehalt stehen, dass wir die geringen Infektionszahlen halten.

Bleiben Sie gesund. Und allen Erkrankten: Gute Besserung!

 

 

4. Mai 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Montag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie in Kürze in der Rubrik Aktuelle Clips und  auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur Gesundheit in der Stadt:
Gesamtsumme der Infizierten: 329 (+/-0) 
Anzahl der Geheilten: 250 (+4)
Infizierte am heutigen Tag: 68 (-4); 28 (-2) Fälle auf 100.000 Einwohner,
Im Krankenhaus behandelt: 18 (-4), davon Hallenser: 5 (-2)
davon Intensivbehandlungen: 7 (+1)
Wir beklagen 11 Tote:
- mit dem Virus gestorben: 9
- an dem Virus gestorben: 2
Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 7 (-23)

Zur medizinischen Situation in der Stadt:
Den eingangs genannten Zahlen können Sie entnehmen, dass wir weiterhin eine stabile Situation haben. Um diese Entwicklung nachhaltig zu untermauern, planen wir aktuell unsere erfolgreiche Test-Offensive in den Alten- und Pflegeheimen auch auf andere Gesellschaftsbereiche auszuweiten. Hier gibt es verschiedene Denkmodelle; gegenwärtig prüfen wir ein umfangreiches Abstreichen zum Beispiel in den Kitas und Horten bei den Erzieherinnen und Erziehern. Dies würde uns helfen, beim schrittweise Wiederhochfahren ein mögliches Infektionsgeschehen rechtzeitig zu erkennen – so wie bereits im Pflegesektor.

Zur Situation in den Pflegeheimen:

Die Besuchsregelungen sind in den Einrichtungen mit der 5. Eindämmungsverordnung deutlich ausgeweitet worden. Außerdem sieht die Verordnung die Ausstattung der Besucher mit Schutzausrüstung vor. Deshalb wird die Stadt die Alten- und Pflegeheime nun wie folgt mit Schutzausrüstung beliefern: 
·    Pro Bewohner pro Tag eine OP-Maske und 2 Stück Handschuhe;
·    Pro Mitarbeiter pro Tag eine FFP2-Maske und 2 Stück Handschuhe.
 
Die Auslieferung erfolgt nun an die 58 Einrichtungen mit insgesamt 3.367 Bewohnern und 2.711 Mitarbeitern. Die Ausgabe umfasst also rund 25.000 OP-Masken, 90.000 Handschuhe und 21.000 FFP2 Masken. Das entspricht rund einem Viertel des Lagerbestandes und sollte die Pflegeheime wirksam für eine Woche ausstatten. 

Zur Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 120 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurde kein Verstoß festgestellt. 

Die Kontrollen wurden in den vergangenen Wochen aus dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr koordiniert, der vor dem Ratshof auf dem Marktplatz stand. Mit dem Inkrafttreten der weiteren Lockerungen haben wir uns entschieden, diese mobile Einsatzsteuerung nun abzuziehen. Es soll ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass wir weiter in Richtung Normalität gehen.

Nur lassen Sie mich trotzdem noch einmal sehr nachdrücklich auf eines hinweisen: Im Land Sachsen-Anhalt gelten selbstverständlich weiter strenge Einschränkungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu kontrollieren. Die Einhaltung dieser Regeln wird durch die Ordnungskräfte der Stadt und die Polizei deshalb auch weiter kontrolliert – und wenn nötig bei Verstößen auch sanktioniert. 

Es gelten Kontaktbeschränkungen bis maximal 5 Personen, es gelten Veranstaltungsverbote; das Feiern und Grillen auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von der Personenzahl weiter untersagt. Ich bitte Sie deshalb alle, sich mit der Eindämmungsverordnung – und in diesem Fall insbesondere dem § 1 dieser Verordnung – vertraut zu machen. Sie finden den Wortlaut auf unserer Internetseite www.halle.de

Zu Sport und Freizeit:

Die 5. Eindämmungsverordnung des Landes lässt wie mehrfach erwähnt weitere Öffnungen zu. Dies gilt unter anderem für Spielplätze, aber auch für Sportvereine, die nun wieder Freiluftanlagen nutzen dürfen.

Zur Erinnerung: Der § 8 der Eindämmungsverordnung sagt dazu: „Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie Schwimmbädern wird untersagt.“ Ausgenommen ist aber – unter der Aufzählung von insgesamt zehn Voraussetzungen – der „Sportbetrieb im Freien“. Weiter heißt es: „Die Nutzung von Sportanlagen im Freien bedarf der Zustimmung des Trägers der Anlage.“

Die Stadt hat deshalb beschlossen, die städtischen Freiluft-Sportanlagen freizugeben, wenn die Vereine ein Konzept vorlegen, das den in der Verordnung genannten Voraussetzungen entspricht: also Abstands- und Hygiene-Regeln, die Steuerung des Zugangs zu Sportstätten oder die Größe von Trainingsgruppen. Die Stadt wird diese Pläne prüfen. Die Vereine können ihre Konzepte ab sofort einreichen. Die Beauftragte im Pandemiestab ist Frau Schneider.  Ihre Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite.

Im Zuge der Freigabe der Sportstätten stehe ich auch in engem Austausch mit dem Präsidenten des Halleschen FC. Der Verein wird ein solches Konzept vorlegen. Dies ist jedoch unabhängig von den in einer Ortsbesichtigung festgestellten Mängel: zu kleine Kabinengänge, um die erforderlichen 1,5 m Mindestabstand einzuhalten und die Quarantäne-Vorstellungen des DFB, die von den Regeln in der Stadt abweichen. Aktuell ist der Wettkampfbetrieb in der Eindämmungsverordnung ohnehin untersagt.

Zur Wirtschaft:
Ich habe gestern schon einmal darauf hingewiesen, dass unsere Unterstützungsangebote für Gewerbetreibende sehr rege in Anspruch genommen werden. Bislang haben mehr als 350 Solo-Selbstständige und Klein-Unternehmer den Service und die Unterstützung unseres Fachbereiches genutzt. Eric Brecht wird Sie ab sofort bei der Erstellung der Schutz-Konzepte beraten und begleiten.

Im Kultur-Bereich wird diese Aufgabe Sebastian Sell-Römer übernehmen. Auch hier finden Sie die Kontakte auf unserer Internetseite.

Heute findet erstmals eine Videokonferenz mit den Gastronomen der Stadt statt – wir hatten ja vorige Woche zur Teilnahme eingeladen. Diesem Ausruf sind mehr als 60 Gastronomen gefolgt. Wir möchten uns ein detailliertes Bild von der Situation machen. Und ich werde Ihnen morgen an dieser Stelle gern von dieser Konferenz berichten. Eine weitere Videokonferenz ist heute geplant mit den Schulleitungen der halleschen Schulen.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
mit dem heutigen Tag ist die 5. Eindämmungsverordnung des Landes Saschen-Anhalt in Kraft getreten. Die Verordnung sieht dabei erstmals auch ausdrücklich vor, dass die Kommunen selbst bei den Sportanlagen und bei den Spielplätzen über Lockerungen per Allgemeinverfügung befinden können.  

Ich habe gestern bereits angekündigt, dass die Stadt Halle die Spielplätze freigeben wird. Ich habe heute den ersten Entwurf der Allgemeinverfügung erhalten, so dass wir aktuell planen, die Spielplätze – wie in der Verordnung vorgesehen – frühstmöglich am 8. Mai freigeben zu können.

Ich halte diese Möglichkeit, auf kommunaler Ebene auf der Grundlage der örtlichen Infektionszahlen selbst zu entscheiden, für richtig; ich hatte ja auch wiederholt darauf hingewiesen, dass die Stadt Halle früher als andere mit konsequenten Einschränkungen auf die Corona-Pandemie reagiert hat.

Nichtsdestotrotz sind die vom Land eingeräumten Möglichkeiten aber auch ein großer Vertrauensvorschuss, den das Land der Stadt ermöglicht. Erst in zwei Wochen werden wir wissen, wie die Lockerungsmaßnahmen gewirkt haben; ob die Infektionszahlen wieder steigen oder auf so niedrigem Niveau bleiben wie im Moment. 

Deshalb habe ich den großen Wunsch: Lassen Sie uns diesen Vertrauensvorschuss zurückzahlen. Indem wir uns weiter der Situation bewusst bleiben und nicht sorglos werden. Das gilt insbesondere auf den Spielplätzen, auf denen es eben nicht so einfach sein wird, Abstands- und Hygiene-Regeln einzuhalten. 

Ich bin stolz darauf, wie wir alle zusammen in der Stadt die vergangenen Wochen gemeistert haben. Lassen Sie uns bitte weiterhin mit Augenmaß und Vorsicht agieren.

Bleiben Sie gesund. Und allen Erkrankten: Gute Besserung!

 

 

11.05.2020

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