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Hygiene-Tipps bei Einsätzen in Hochwasser- und Überschwemmungsgebieten

(halle.de/ps) In Hochwassergebieten besteht ein erhöhtes Risiko von Infektionskrankheiten, insbesondere durch fäkal-oral übertragbare Erreger. Die größten hygienischen Probleme ergeben sich vor allem nach dem Hochwasser bei den Aufräumarbeiten.

Grundsätzlich stellt die konsequente Einhaltung der Händehygiene die wichtigste Schutzmaßnahme gegenüber Infektionskrankheiten dar!

Weitere Hinweise zur Vermeidung von Infektionsgefahren:

  • Persönliche Hygienemaßnahmen: Bei Hochwassereinsätzen und Aufräumarbeiten den direkten Kontakt zu Wasser, Schlamm, Tierkadavern sowie verunreinigten Flächen und Geräten vermeiden. Beseitigen Sie Tierkadaver nicht selbst, sondern benachrichtigen Sie die Bürgerhotline zum Hochwasser unter 0345 221 51 33, -51 34, -5140 oder -5141. Beim Aufräumen Gummistiefel, wasserdichte Handschuhe und wasserabweisende Kleidung tragen. Bei starkem Spritzen oder Versprühen des Wassers Mund-Nasen-Schutz tragen. Trinken, essen und rauchen unterlassen.
    Vor der Zubereitung und dem Verzehr von Lebensmitteln Hände sorgfältig mit hygienisch einwandfreiem Wasser und Seife waschen. Nach Abschluss der Arbeiten gründlich duschen. Verunreinigte waschbare Textilien bei mindestens 60 Grad Celsius in der Waschmaschine waschen.
     
  • Wasserversorgung: Trinkwasser aus Einzelbrunnen zur Trinkwasserversorgung nur nach labormäßiger Untersuchung der Wasserqualität (Mikrobiologie) wieder nutzen.
    Für Gartenbesitzer: Wasser aus Teichen und Bächen nach einer Überschwemmung für die Bewässerung von Gemüse, Feldfrüchten, Obst u. ä. nicht benutzen.
     
  • Lebensmittel: Nicht wasserdicht verpackte Nahrungsmittel, die mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen sind, vernichten. Konserven vor dem Öffnen gründlich reinigen. Gemüse, Fallobst, Kräuter und Feldfrüchte sowie unterirdische Pflanzenteile aus überschwemmten Gelände nicht verzehren. Arbeitsflächen, Geräte und Behältnisse vor der Nahrungszubereitung gründlich reinigen. Dies gilt auch für Geschirr, das mit Überschwemmungswasser in Berührung gekommen ist. Am besten bei mindestens 60°C in der Spülmaschine.
     
  • Insektenschutz: Zum Schutz vor Insektenstichen (z. B. Mücken, Zecken) Hautschutz verwenden. Geschlossene Kleidung tragen.
     
  • Müll- und Fäkalienentsorgung: Die Entleerung von überschwemmten Fäkal-, Sammel- und Gülleanlagen und die Entsorgung organischer Überschwemmungsreste (z. B. Speisereste) ist schnellstmöglich vorzunehmen.
     
  • Allgemein zu Kindern: Während des Hochwassers Kinder nicht im Hochwassergebiet schwimmen, paddeln bzw. spielen lassen. Kinder vom Überschwemmungswasser und Schlamm fernhalten. Insbesondere persönliche Hygienemaßnahmen beachten.
     
  • Medizinische Versorgung: Immungeschwächte Personen und Kinder sowie Personen mit offenen Wunden nicht an Aufräumarbeiten, auch in Gärten und eigenen Grundstücken, beteiligen. Vom Überschwemmungswasser und Schlamm fernhalten.
    Personen die an einer Hautkrankheit leiden, bei denen eine Verletzung vorhanden ist oder die an Allergien, besonders gegen Insektenstiche, leiden, nicht an Aufräumarbeiten beteiligen.
    Bei Aufräumarbeiten besteht erhöhte Verletzungsgefahr. Auf aktuellen Tetanusimpfschutz achten. Eine Auffrischimpfung gegen Tetanus muss mindestens alle 10 Jahre erfolgen.
    Beim Auftreten von Krankheitszeichen, insbesondere Durchfall, Erbrechen, Fieber, bei unklaren gesundheitlichen Störungen sowie bei Verletzungen ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

06.06.2013

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