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Klimaforscher Gerald Haug übernimmt am 1. März das Amt des Leopoldina-Präsidenten

(halle.de/ps) Gerald Haug wird am 1. März 2020 neuer Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Der Klimaforscher übernimmt das Amt von Jörg Hacker. Der Mikrobiologe Hacker führte die Akademie seit 2010 und scheidet nach zwei Amtszeiten turnusgemäß aus. Haug (Jahrgang 1968) wird der XXVII. Präsident der Leopoldina und ist für fünf Jahre gewählt. Er ist Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz sowie Professor an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich/Schweiz. Ich möchte an die erfolgreiche Arbeit Jörg Hackers in seiner  zehnjährigen Amtszeit als Akademiepräsident anknüpfen. Als Nationale Akademie der Wissenschaften hat die  Leopoldina großes Potenzial, die Meinungsbildung in Politik und Gesellschaft tatkräftig und wirksam zu unterstützen, so Gerald Haug zu seiner künftigen Aufgabe. Die Feier zur Amtsübergabe fand am 20. Februar statt.

Gerald Haug ist Klimaforscher, Geologe und Paläo-Ozeanograph. Er erforscht die Entwicklung des Klimas der letzten Jahrtausende bis Jahrmillionen. 2012 wurde er als Mitglied in die Leopoldina in der Sektion Geowissenschaften aufgenommen. Als gewählter Vertreter dieser Sektion ist er seit 2015 Mitglied des Senats der Akademie. 2016 wählten ihn die Senatorinnen und Senatoren aller Sektionen der Klasse I: Mathematik, Natur- und Technikwissenschaften zum Sprecher der Klasse I. Haug arbeitete an mehreren Veröffentlichungen zur wissenschaftsbasierten Politikberatung  mit, jüngst als einer der beiden Sprecher der Arbeitsgruppe „Klimaziele 2030: Wege zu einer nachhaltigen  Reduktion der CO2-Emissionen“ (2019). 2015 war Haug Mitautor der Stellungnahme zur Zukunft der Ozeane, die von den Wissenschaftsakademien der G7-Staaten in Vorbereitung auf den Gipfel in Elmau erarbeitet und an die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten übergeben wurde. Seit 2015 ist er Direktor der Abteilung Klimageochemie am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und Wissenschaftliches Mitglied der MaxPlanck-Gesellschaft. Seine Abteilung am Max-Planck-Institut wird Gerald Haug im Nebenamt weiterführen.

Als Nationale Akademie der Wissenschaften leistet die Leopoldina unabhängige wissenschaftsbasierte
Politikberatung zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Dafür erarbeitet sie Stellungnahmen auf der Grundlage
wissenschaftlicher Erkenntnisse. Die Leopoldina arbeitet dabei eng mit der Union der deutschen Akademien der
Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech zusammen. Die Leopoldina ist
Mitglied der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Als Nationale Akademie der Wissenschaften vertritt sie
zudem die deutsche Wissenschaft in internationalen Gremien, unter anderem bei der wissenschaftsbasierten
Beratung der G7- und G20-Gipfel. Mit ihren rund 1.600 Mitgliedern aus mehr als 30 Ländern vereinigt sie Expertise aus nahezu allen Wissenschaftsbereichen. Die Leopoldina wurde 1652 gegründet und 2008 zur Nationalen Akademie der Wissenschaften Deutschlands ernannt. Seit der Ernennung zur Nationalakademie wird die Präsidentschaft hauptamtlich wahrgenommen.

19.02.2020

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