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Informationen der Stadt Halle (Saale) zum Corona-Virus vom 30. März bis 5. April 2020

5. April 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben auch am Sonntag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Das Video mit den Statements finden Sie auf halle.de unter Aktuelle Clips. Den Livestream zur Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter können Sie auf unserem YouTube-Kanal verfolgen.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:
1. Zur medizinischen Situation in der Stadt zum Umgang mit dem Corona-Virus
Infizierte Einwohner der Stadt Halle: 214 (+1)
(Anm.: die zuvor in der Statistik eingerechneten vier Patienten aus Italien wurden nun herausgerechnet, so erklärt sich das Minus im Vergleich zur Zahl des Vortages)
Geheilte Einwohner: 50 (+-0)
Belegung in den Krankenhäusern in der Stadt: 41 (+8), davon 12 beamtet.

In der Stadt wurden durch die bekannten Einrichtungen gestern 43 Abstriche durchgeführt.
Seit 23. März wurden in der Stadt (inklusive der Krankenhäuser) insgesamt 3.501 Menschen getestet.
Wie sich die weitere Belegung in den Krankenhäusern entwickelt, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorausgesagt werden. Aktuell ist die Versorgungslage in den Krankenhäusern stabil, es gibt ausreichend freie Beatmungsplätze. Zudem sind wir in der Lage, noch weitere zusätzliche Intensiv-Betten zu schaffen.

Wir haben jetzt einen Trend, in dem die Verdopplung der Infizierten auf 9 Tage zugeht. Mit Beginn des 13. März haben wir in Halle Schulen, Kitas und Horte geschlossen; zudem wurde der Lehrbetrieb an der Martin-Luther-Universität eingestellt. Seitdem sind auch alle öffentlichen Veranstaltungen im Stadtgebiet untersagt.
Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser: Wir wissen, dass damit von Ihnen sehr viel abverlangt wird - doch die Geduld scheint sich auszuzahlen: Das schnelle und entschlossene Handeln war richtig.

Dennoch spreche ich aktuell noch nicht über die Rückkehr in den Alltag. Denn einen Rückfall müssen wir zwingend verhindern.

Viele Hallenserin und Hallenser befolgen die Regeln. Dafür herzlichen Dank!

Einige wenige meinen, sie müssten sich nicht daran halten. Sie haben leider noch nicht verstanden, dass sie damit sich und andere in Gefahr bringen.

2. Damit kommen wir zur Sicherheit und Ordnung in der Stadt
Die Ordnungskräfte und die Polizei haben gestern 95 Kontrollen durchgeführt und waren den gesamten Tag in der Stadt präsent. Dabei wurden 36 Strafanzeigen gestellt.
Städtische Ordnungskräfte mussten, unterstützt von Polizei und Feuerwehr, zahlreiche Ansammlungen auf der Ziegelwiese auflösen. Hier wurde teilweise trotz unserer Hinweise die Picknick-Decke ausgerollt. Auch Am Kanal und einem Kiosk in der Richard-Wagner-Straße musste die Polizei einschreiten. Hinzu kamen verschiedene Partys in Wohnungen und Hinterhöfen, zum Beispiel in der Ludwig-Wucherer-Straße, in der Thomasius-Straße und in der Elsa-Brändström-Straße. 

3. Zur Schutzausrüstung
Weiterhin mangelt es an Schutzausrüstung. Wir versuchen jedoch, diese bei Unternehmen überall auf der Welt zu beschaffen. Aber auch viele Hallenserin und Hallenser beginnen damit, Schutzmasken aus Stoff selbst herzustellen. Diese Eigenproduktion ist dringend erforderlich - am besten zwei oder dreilagig. Große Mengen davon werden in den nächsten Wochen noch gebraucht.
Die Verteilung unserer Bestände unterliegt der Mangelverwaltung. Deshalb können wir nur dort, wo ein nachgewiesener Bedarf unbedingt erforderlich ist unterstützen, zum Beispiel in Krankenhäusern, im Rettungsdienst, in Alten- und Pflegeheimen sowie bei Pflegediensten. Bislang hat der Katastrophenschutzstab Schutzausrüstung an insgesamt 9 Pflegeheime und Pflegedienste ausgegeben.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,
die ersten Mitteilungen von Unternehmen zeigen, dass die Sofort-Hilfe des Landes Sachsen-Anhalt bei den halleschen Unternehmen ankommt. Dafür herzlichen Dank.

Und an alle Unternehmen gerichtet, die bei der Beantragung oder anderen Anliegen Unterstützung brauchen: Bitte wenden Sie sich direkt an Dr. Petra Sachse, die Chefin unserer Wirtschaftsförderung. Sie und ihr Team helfen und beraten mit zentralen Ansprechpartnern. Die Telefonnummern finden Sie auf unserer Internetseite.
Ich möchte mich noch einmal ausdrücklich bei allen Hallenserinnen und Hallensern bedanken, die mithelfen, dass wir gemeinsam den Anstieg der Patientenzahl in den Krankenhäusern verlangsamen können. Dafür kämpfen viele Menschen in unserer Stadt an vielen Orten.

Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause, um sich und andere zu schützen.
Verlassen Sie Ihre Wohnung nur aus triftigem Grund.

Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung!
 

 

4. April 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert. 

Das Video mit den Statements finden Sie auf halle.de unter Aktuelle Clips. Den Livestream der Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

 Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur medizinischen Situation in der Stadt zum Umgang mit dem Corona-Virus:

Aktuell werden in den Krankenhäusern der Stadt 33 Patienten behandelt, zwei Patienten weniger als gestern. Die Zahl der beatmeten Patienten hat sich um zwei auf nunmehr zwölf Patienten erhöht. Der Zustand der vier Schwererkrankten aus Italien hat sich teilweise deutlich verbessert.

Insgesamt gibt es in der Stadt Halle aktuell 217 Infektionsfälle, zu gestern sieben Fälle mehr. In der Stadt wurden durch die bekannten Einrichtungen 92 Abstriche durchgeführt, gestern waren es 131.

Wichtig ist, weitere Erkenntnisse über die Ausbreitung des Virus zu gewinnen. Dabei spielen großflächige Tests eine bedeutende Rolle. Ziel ist es, zu erkennen, ob und in welchem Umfang die natürliche Immunität in der Bevölkerung angestiegen ist. Belastbare Daten fehlen. Die Stadt Halle will sich an einem Projekt beteiligen, in dem nach dem Zufallsprinzip Probanden ausgewählt werden, die für einen längeren Zeitraum medizinisch begleitet und analysiert werden. München forciert ein ähnliches Projekt. Erste Vorgespräche dazu haben mit den Krankenhäusern stattgefunden.

Zur Sicherheit und Ordnung in der Stadt:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 277 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 37 Strafanzeigen gestellt, also zehn mehr als gestern. Dabei ging es meist um Personen-Ansammlungen.

Zur Schutzausrüstung:
Unverändert ist die Versorgung mit hochwertigen Schutzmasken kritisch. Die Krankenhäuser haben gestern darüber informiert, dass eine Großlieferung von FFP2- und FFP3-Masken aus China aktuell wegen Zollproblemen nicht nach Deutschland geliefert werden kann. Diese Masken werden nicht nur für die Arbeit des medizinischen Personals in den Kliniken dringend gebraucht. Auch die Stadtwerke benötigen diese, zum Beispiel zum Schutz der Mitarbeiter bei der Müllsortierung. Auch hier wird die Versorgung knapp. Wir stehen hierzu in engem Austausch mit der Geschäftsführung der Stadtwerke.

Zur Arbeit des Stadtrates:
In einer Videokonferenz mit der Stadtratsvorsitzenden und den Fraktionsvorsitzenden haben wir uns gestern darauf verständigt, am 29. April eine Stadtratssitzung durchzuführen. Dazu wird es eine verkürzte Tagesordnung mit den wichtigsten Themen geben; zudem wird die Sitzordnung angepasst, so dass der nötige Sicherheitsabstand zwischen den Stadträtinnen und Stadträten gewährleistet ist.
Vorgeschaltet wird es am 21. April eine Finanzausschuss-Sitzung geben, in der per Videokonferenz wichtige Themen vorberaten werden.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,
in den nächsten Tagen werden wir anhand der Zahlen sehen, wie weit wir bei der Bekämpfung der Ausbreitung gekommen sind. Aktuell ist eine Tendenz erkennbar, dass die Ansteckungskurve abflacht. Eine Wissenschaftlerin der technischen Universität München geht davon aus, dass – wenn man nichts getan hätte – dies in Deutschland eine Million Menschenleben gekostet hätte. Dadurch, dass wir frühzeitig eingeschritten sind, ist davon auszugehen, dass diese Zahl deutlich geringer ausfällt.

Eingriffe in die Grundrechte – wie sie Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren zweifelsohne darstellen – sind auf der Grundlage des Verhältnismäßigkeitsprinzips auf das erforderliche und angemessene Maß zu beschränken. Deshalb sind die aktuellen Maßnahmen zeitlich begrenzt: Die dritte Eindämmungsverordnung tritt mit dem Ablauf des 19. April außer Kraft.

Ob die Zeit bis dahin ausreicht, kann aktuell niemand seriös vorhersagen. Eines ist aber deutlich: Wer zu früh glaubt, wieder vollständig zur Normalität zurückkehren zu können, riskiert möglicherweise einen schweren Rückfall. Dies zeigen aktuelle Berichte aus Wuhan in China. Dort sind Einwohnerinnen und Einwohner erneut gehalten, in ihren Wohnungen zu bleiben, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern.

Wann wir den Weg in die Normalität einschlagen können, ist offen. Der Stillstand des öffentlichen Lebens hat fast alle Branchen in große Existenznöte gebracht. Es gilt, einen Stufenplan zu entwickeln, um wieder zum normalen Leben zurückzukehren. Es wird mit Sicherheit nur Schritt für Schritt gehen. So könnten Maßnahmen ergriffen werden, die nach sachlichen Risikofaktoren gestaffelt sind.

Einen solchen Schritt in die Normalität werden wir am schnellsten erreichen, wenn wir jetzt alle die Maßnahmen der dritten Eindämmungsverordnung des Landes einhalten.

Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause, um sich und andere zu schützen. Verlassen Sie Ihre Wohnung nur aus triftigem Grund. Sport und Bewegung zu zweit im Freien gehört dazu; picknicken, grillen und feiern nicht.

Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung!

 

3. April 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Den Livestream zur Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal sowie auf halle.de unter Aktuelle Clips.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur medizinischen Situation in der Stadt zum Umgang mit dem Corona-VirusAktuell werden in den Krankenhäusern der Stadt 35 Patienten behandelt, das ist ein Plus von drei Patienten im Vergleich zu gestern. Davon werden zehn Patienten intensivmedizinisch  betreut, eingeschlossen sind die vier Schwererkrankten aus Italien.

Insgesamt gibt es in der Stadt Halle aktuell 210 Infektionsfälle. Die Zahl hat sich damit in den letzten 24 Stunden um 15 Fälle erhöht.

Immer wieder sind auch die fünf Klinken der Stadt von Infektionsfällen betroffen. Nach einem positiven Test eines Arztes in der Geriatrie der Diakonie sind inzwischen alle Tests von Patienten und Mitarbeitern der Station ausgewertet – alle waren negativ. Am 1. April wurde auch ein Mitarbeiter des Klinikums Bergmannstrost positiv getestet. Der Betreffende hatte nur in einer Schicht Dienst, alle Kollegen dieser Schicht wurden sofort unter Quarantäne gestellt.

Die Fälle aus dem Bergmannstrost und der Diakonie zeigen: Die Krankenhäuser sind sensible Stellen, wenn es um die Ausbreitung des Corona-Virus geht. Umso mehr möchte ich an dieser Stelle das umsichtige und vorausschauende Management der fünf Klinken loben. Alle Krankenhäuser haben schon vor Wochen umfassende Krisenplanungen eingeleitet. Sie stehen täglich in engem Austausch untereinander und mit dem Katastrophenschutzstab der Stadt. Dieses Vorgehen ist absolut vorbildlich und beispielhaft dafür, wie alle in herausfordernden Zeiten zusammenstehen.

Ich möchte auch noch einmal den Hinweis anschließen, dass grundsätzlich alle Mitarbeiter in Einrichtungen im Gesundheits- und Sicherheitswesen vor Beginn ihrer Arbeit einen Gesundheitsfragebogen auszufüllen und dem Arbeitgeber vorzulegen haben. Dieser Fragebogen ist auf der Internetseite der Stadt unter www.halle.de abrufbar.

Aus den Pflegeheimen in der Stadt gibt es im Vergleich zu gestern eine Veränderung: Bei einer positiv getesteten Bewohnerin des Johannes-Jänicke-Hauses hat sich der Zustand verschlechtert, sie wird nunmehr im Krankenhaus behandelt.

In der Stadt wurden gestern durch die bekannten Einrichtungen 131 Abstriche durchgeführt. Auch diese Zahl zeigt: In der Stadt Halle wird umfangreich getestet, um möglichst viele Daten über die Ausbreitung des Virus erfassen zu können. Für den Katastrophenschutzstab der Stadt sind die statistischen Zahlen wertvoll.

Zur Grafik (siehe Link unter diesem Text): Die Kurve des Landes wird hier mit der Kurve der Stadt verglichen. Die Kurve der Stadt zeigt, dass wir einen linearen Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen haben. Die Kurve schießt also nicht exponentiell in die Höhe. Die Verdopplungszeit der Fälle liegt heute bei fast acht Tagen. Dass die Kurve seit dem 14. Tag etwas unter der für ganz Sachsen-Anhalt liegt, könnte ein Indiz dafür sein, dass unser Maßnahmenpaket erfolgreich die Ausbreitung von Corona verlangsamt hat.

Das ist eine gute Nachricht. Aber: Es ist keine Nachricht, die Anlass zur Entwarnung gibt. Der Zeitraum, in dem sich die Infektionszahlen verdoppeln, liegt unverändert bei sieben Tagen. Ich hatte es an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnt: Epidemiologen weisen darauf hin, dass ein Zeitraum von unter zehn Tagen kritisch zu beurteilen ist. Es gibt also keinen Grund für Entwarnung oder die Ausgangsbeschränkungen zu lockern.

Würden wir die Entscheidungen lockern, würden wir dies mit Blick auf einen möglichen Rückfall möglicherweise bitter bereuen. Noch immer wissen wir zu wenig über das Virus.

Zur Sicherheit und Ordnung in der Stadt

Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 263 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 27 Strafanzeigen gestellt, 14 davon als Konsequenz von Personen-Ansammlungen, hinzu kamen fünf Quarantäneverstöße, ein Verstoß eines Geschäftes, drei Verstöße von Sport- und Freizeiteinrichtung sowie vier bei Spielhallen.

Für die Fahrgäste und Abonnement-Kunden des ÖPNV hält die HAVAG auf der Startseite ihrer Homepage unter der Rubrik „Corona – Fragen und Antworten“ die wichtigsten Auskünfte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bereit. Insbesondere zu den Themen „Aktuelles ÖPNV-Angebot“, „Schutzmaßnahmen für Fahrgäste und Personal“, „Kundenservice“ und „Tickets und Abonnements“ werden dort sehr ausführliche Informationen und Kontaktmöglichkeiten benannt.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,die gerade erwähnte Zahl der Strafanzeigen ist leider weiter auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigt, dass es immer noch Bürgerinnen und Bürger gibt, die den Ernst der Situation unterschätzen. Ich kann nur immer wiederholen: Es gilt die 3. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt und die Allgemeinverfügung der Stadt Halle vom 27.3.2020. Bei Verstößen gegen diese Anordnungen werden Bußgeld- oder Strafverfahren eingeleitet.

Ich habe die Verordnung des Landes gestern an dieser Stelle zitiert. Ich tue es heute mit Blick auf das frühlingshafte Wochenende, das vor uns liegt, noch einmal: „Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Wo immer möglich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.“

Die Maßnahmen sind einschneidend, aber sie sind notwendig. Ich bitte Sie alle, die Vorgaben zu beherzigen und auch am kommenden frühlingshaften Wochenende die Kontaktminimierung umzusetzen. Weiterhin empfehle ich Ihnen – gegebenenfalls selbstgenähte – Gesichtsmasken zu tragen – immer dann, wenn Sie auf nicht vermeidbare größere Personen-Ansammlungen treffen, wie beim Einkaufen. Eine Tragepflicht gibt es nicht.

Ob wir erreichen, die Ausgangsbeschränkungen lockern können, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Die Entwicklung der nächsten Tage ist abzuwarten. Bis dahin brauchen wir Geduld und die Kraft. Hier müssen alle mitwirken. Das Ordnungsamt und die Polizei werden zahlreich unterwegs sein, um bei Unbelehrbaren die 3. Eindämmungsverordnung durchzusetzen.

Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause, um sich und andere zu schützen. Verlassen Sie Ihre Wohnung nur aus triftigem Grund. Sport und Bewegung zu zweit im Freien gehört dazu; picknicken, grillen und feiern nicht.
Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung!

 

 
2. April 2020 (2): Das Land Sachsen-Anhalt hat am heutigen Tag eine weitere Verordnung erlassen. Die Dritte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen Anhalt enthält unter anderem einen Bußgeldkatalog, der bei Verstößen gegen die Anordnungen greift. Sie finden die Verordnung unter folgendem Link:

 

2. April 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Donnerstag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Das Video mit den Statements finden Sie in Kürze auf halle.de unter Aktuelle Clips. Den Livestream zur Pressekonferenz können Sie auf unserem YouTube-Kanal  sehen.

Hier das Statement der Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Zur medizinischen Situation in der Stadt32 Covid-19-Patienten befinden sich aktuell in den Kliniken der Stadt, das sind zwei mehr als gestern. Weiterhin müssen vier Patienten auf der Intensivstation behandelt werden. In der Stadt Halle gibt es aktuell 195 Infektionsfälle. Die Zahl hat sich damit in den letzten 24 Stunden um zehn Fälle erhöht.

Pro 100 000 Einwohner gibt es in Sachsen-Anhalt rund 35 Infizierte. In Hamburg etwa liegt diese Quote bei über 124, im Bundesschnitt bei knapp 81. In Halle liegt die Quote bei 80. Das erklärt auch, warum in Halle eine besondere Situation vorliegt, die mit dem Landesdurchschnitt in Sachsen-Anhalt nicht vergleichbar ist.

Am gestrigen Abend ist eine 94-jährige Bewohnerin des Pflegeheims „Johannes-Jänicke-Haus“ gestorben. Die Verstorbene war positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie hatte allerdings per Patientenverfügung festgelegt, nicht stationär behandelt zu werden. Die Stadt Halle hat damit nun drei Todesfälle, die eine Corona-Infektion aufwiesen, zu beklagen. Nach den positiven Tests im „Johannes Jänicke-Haus“ von 22 Bewohnern und neun Mitarbeitern steht das Pflegeheim weiter unter Quarantäne. Es finden weiter zweimal täglich ärztliche Visiten statt.

Grundsätzlich gilt: Für Einrichtungen im Gesundheits- und Sicherheitswesen ist vor Beginn der Arbeit zudem ein Gesundheitsfragebogen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszufüllen und dem Arbeitgeber vorzulegen.

Wie ich bereits gestern berichtet habe, haben sich das Klinikum Bergmannstrost und das Elisabeth-Krankenhaus in den vergangenen Tagen auf die Aufnahme von vier Covid-19-Patienten aus der Lombardei vorbereitet. Der Transport der Erkrankten – drei Männer und eine Frau, zwischen Jahrgang 1954 und Jahrgang 1970 – findet im Laufe des heutigen Tages statt. Den Transport übernimmt die Schweizerische Rettungsflugwacht. Alle vier Intensiv-Patienten werden im Bergmannstrost in einem isolierten Bereich behandelt.

Die Übernahme der italienischen Patienten basiert maßgeblich auf einer Gemeinschaftsinitiative des Elisabeth-Krankenhauses mit dem Bergmannstrost und basiert auf der sehr guten Zusammenarbeit der halleschen Krankenhäuser und dem Katastrophenschutzstab der Stadt Halle. Die Stadt Halle unterstützt diese Hilfe für die schwer vom Corona-Virus betroffene Region in Nord-Italien. Diese Maßnahme ist ein humanitärer Akt, zu dem wir uns verpflichtet sehen. Der Katastrophenschutzstab steht mehrmals täglich in Kontakt zu den Geschäftsführungen und Ärztlichen Direktoren der Kliniken, um jederzeit über die medizinische Situation informiert zu sein.

Die Stadt Halle arbeitet aktuell mit fünf Laboren zusammen, in denen Corona-Tests ausgewertet werden: drei Labore befinden sich in Halle, eines in Dessau, eines in Magdeburg. Über die drei Schwerpunkt-Ambulanzen in der Stadt, die mobile Test-Station auf dem Parkplatz der Arbeitsagentur und den mobilen Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung wurden am gestrigen Mittwoch 129 Abstriche durchgeführt.

Eine Lieferung von Test-Sets, die die Stadt durch das Land Sachsen-Anhalt erhalten hat, war qualitativ nicht ausreichend, um verlässliche Test-Resultate zu erhalten. Dies ließ sich allerdings erst bei der Bearbeitung der Proben in den Laboren feststellen. Aus diesem Grund ist zu erwarten, dass einige Proben, die in den vergangenen Tagen genommen worden sind, wiederholt werden müssen. Das Gesundheitsamt steht hierzu in engem Kontakt mit den Laboren und wird Kontakt zu den betroffenen Personen aufnehmen.

Zur Sicherheit und Ordnung in der Stadt
Die Ordnungskräfte von Stadt und Polizei haben gestern insgesamt 533 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden 18 Anzeigen gestellt, allein 14 davon als Konsequenz von Personen-Ansammlungen. Hinzu kommen drei Verstöße auf Spielplätzen und ein Verstoß durch eine Gaststätte.

Die Stadt wird ihre konsequente Linie fortführen, Verstöße auch mit Strafanzeigen zu ahnden. Ich möchte das auch deshalb an dieser Stelle noch einmal deutlich machen, weil vor uns ein Wochenende mit bestem Frühlingswetter liegt. Wir wissen, dass es viele Menschen in den kommenden Tagen nach draußen ziehen wird. Das beobachten wir jetzt bereits auf größeren Plätzen, wie dem Universitätsplatz und dem Steintor-Campus. Picknicken und Grillen sind nicht zulässig. Sport und Bewegung an der frischen Luft zu zweit sind als triftiger Grund anerkannt.

Deshalb weisen wir noch einmal dringend darauf hin, sich an die Vorgaben der Zweiten Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 24. März zu halten. Darin heißt es:

„Jeder wird angehalten, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angeho¨rigen des eigenen Hausstands auf ein absolut no¨tiges Minimum zu reduzieren. Wo immer mo¨glich ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 Metern einzuhalten. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur bei Vorliegen triftiger Gru¨nde erlaubt.“

Wir empfehlen allen Bürgerinnen und Bürgern, sich mit der Eindämmungsverordnung des Landes noch einmal vertraut zu machen. Sie finden diese unter anderem auf der Internetseite der Stadt unter www.halle.de.

Zu den Unterstützungsleistungen
Hinweisen möchte ich auf ein Unterstützungsangebot aus unserem Star Park: Der Werkleiter des Unternehmens „Great View“, Steffen Enders, hat uns informiert, dass als Spende des Unternehmens heute 5000 OP-Masken für die Stadt Halle angekommen sind, weitere 5000 Schutzmasken sind noch unterwegs. Diese Unterstützung liegt dem Unternehmen sehr am Herzen, da es damit etwas von der steten Unterstützung durch die Stadtverwaltung zurückgeben möchte.

Zur gestrigen Frage zum Thema Home-Office: Stand jetzt haben 675 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,
wir erleben gerade eine weltweite Pandemie. Der Katastrophenschutzstab der Stadt trifft sich dreimal täglich, um schnell auf alle Entwicklungen reagieren zu können. Die Problemstellungen sind vielfältig: die Situation in den Kliniken und Pflegeheimen, die Versorgung mit Schutzkleidung, die Lage in den Laboren und die enormen Herausforderungen für die Wirtschaft. Oft sind es Einzelfälle, die individuell entschieden werden müssen.

Der Blick über die Grenzen hinaus – etwa nach Amerika – zeigt aber auch, wie wichtig diese Maßnahmen zur Eindämmung sind und wie wichtig es ist, vorausschauend zu handeln. Die Stadt Halle war am 12. März die erste deutsche Großstadt, die Schulen, Kitas und Horte geschlossen hat, um Infektionsketten zu unterbrechen. Was für einige wie ein übereilter Schritt wirkte, ist inzwischen europaweit als unumgängliche Maßnahme umgesetzt worden.

Wir wissen, dass diese Maßnahmen von jedem Einzelnen viel abverlangen. Aber sie sind notwendig. In Halle verdoppelt sich die Anzahl der Infizierten aktuell statistisch alle sieben Tage. Das ist eine Verbesserung, aber es ist noch nicht gut genug. Es liegt an uns allen, die Ausbreitung weiter zu verlangsamen und Risikogruppen zu schützen.
Ich bitte Sie alle, dies zu beherzigen und auch am kommenden frühlingshaften Wochenende die Kontaktminimierung umzusetzen.

Ich bitte Sie: Bleiben Sie zu Hause! Verlassen Sie nur das Haus, wenn Sie es unbedingt müssen.

Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung! 
 

 

1. April 2020 (3): Die Stadtbibliothek Halle bietet auch für nicht aktive Nutzer der Bibliothek einen kostenfreien Zugang zu den digitalen Angeboten.

Das Angebot gilt vorerst bis zum 30. April 2020. Folgende Online-Angebote können genutzt werden: Onleihe – vorwiegend E-Books, E-Hörbücher und digitale Zeitungen bzw. Zeitschriften; PressReader – über 7.000 aktuelle digitale Zeitungen und Zeitschriften sowie Genios – über 1.000 aktuelle digitale Zeitungen und Zeitschriften und digitales Zeitschriftenrechercheportal. Für die Anmeldung des Gratis-Zugangs ist eine schriftliche Anmeldung per E-Mail erforderlich. Das Kontaktformular und Informationen auf der der Internetseite der Stadtbibliothek unter www.stadtbibliothek-halle.de.

1. April 2020 (2): Mit Wirkung vom 1. April gibt es weitere Einschränkungen im Bahnverkehr in Mitteldeutschland. Auch die Anbindungen der Stadt Halle (Saale) ändern sich.

Im Folgenden finden Sie eine Liste der betroffenen Verbindungen:

  • S3 (Trotha-Wurzen) - entfällt zwischen Hauptbahnhof und Trotha
  • S5 (Halle– Altenburg/Zwickau) - verkehrt nun im Stundentakt
  • S5X (Halle– Altenburg/Zwickau) - entfällt komplett
  • S7 (Hbf – Nietleben) - verkehrt nun im Stundentakt
  • S8 (Halle – Dessau / Lutherstadt Wittenberg) - verkehrt nun im Stundentakt
  • S9 (Halle-Eilenburg) - verkehrt nun im Zweistundentakt
  • RE16/RE17 (Halle-Erfurt) - entfällt komplett
  • RE18 (Halle – Jena) - entfällt komplett
  • RE30 (Magdeburg – Halle) - verkehrt nun im Zweistundentakt
  • RB20/RB25 (Leipzig –Halle-Saalfeld) - Entfall einzelner Fahrten
  • RB47 (Halle-Bernburg) - verkehrt nun im Zweistundentakt

S = S-Bahn
RE = Regionalexpress
RB = Regionalbahn
 

1. April 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Mittwoch  in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Das Video mit den Statements finden Sie auf halle.de unter Aktuelle Clips. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie  auf unserem YouTube-Kanal sehen.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 185 Infektionsfälle. Die Zahl hat sich damit zum gestrigen Tag um zehn Fälle erhöht.

Aus dem Pflegeheim „Haus am Theater“ liegen inzwischen alle Testergebnisse vor. Die Bewohner waren allesamt negativ. Die Einrichtung bleibt allerdings nach dem positiven Ergebnis einer Mitarbeiterin unter Quarantäne.
Im Pflegeheim „Johannes Jänicke-Haus“ ist die Situation weiter angespannt, aber aktuell stabil. Nachdem hier 22 Bewohner und neun Mitarbeiter positiv getestet wurden, finden weiter zweimal täglich ärztliche Visiten statt. Das Haus steht unter Quarantäne.

Im Diakoniekrankenhaus wurde ein Arzt der Geriatrie Corona-positiv getestet. Alle Patienten und Mitarbeiter der Station wurden gestern getestet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Die Station wurde unter Quarantäne gestellt. Das heißt Entlassungen von Patienten aus dieser Station sind daher momentan ausgesetzt.

Wie den Medien am heutigen Tag bereits zu entnehmen war, planen das Klinikum Bergmannstrost und das Elisabeth-Krankenhaus aktuell die Aufnahme von Covid-19-Patienten aus Norditalien. Die Kliniken haben 27. März eine Anfrage der Gesundheitsbehörde der Lombardei zur Aufnahme von vier Intensivpatienten erhalten. Beide Häuser haben ihre Bereitschaft dazu erklärt, der Katastrophenschutzstab hat zugestimmt. Aktuell laufen Gespräche der Krankenhäuser mit dem Land über einen Transport der Patienten. Der Katastrophenschutzstab der Stadt ist dazu in engem Austausch mit den Geschäftsführungen der beiden Kliniken.

Zu den Kontrollen am gestrigen Tag:

Die Ordnungskräfte von Stadt und Polizei haben gestern insgesamt 712 Kontrollen durchgeführt. Wieder mussten 14 Strafanzeigen gestellt werden. Fünf resultierten aus Spielplatz-Kontrollen, eine aus einer Geschäftskontrolle, acht Anzeigen wurden als Konsequenz von Personenansammlungen gestellt.

Gestern haben wir erstmals Hinweise erhalten, dass unter Quarantäne stehende Bürgerinnen und Bürger dubiose SMS vom Ordnungsamt erhalten haben, in denen mit Strafen gedroht wird wegen Quarantäne-Verstößen. Ich weise deshalb ausdrücklich darauf hin: Das Ordnungsamt führt Quarantäne-Kontrollen durch und leitet bei Verstößen die entsprechenden strafrechtlichen Schritte ein. Aber: Das Ordnungsamt kommuniziert nicht per SMS mit Ihnen und fordert Sie auch nicht zu Zahlungen auf. Eine strafrechtliche Ermittlung ist auch nicht die Aufgabe des Ordnungsamtes, sondern erfolgt durch die Staatsanwaltschaft.

Hinweisen möchte ich auch noch einmal auf Folgendes: Alle Ärzte, die im Auftrag des Gesundheitsamtes Untersuchungen und Abstriche bei Personen zu Hause vornehmen, kündigen ihren Besuch vorher telefonisch an und weisen sich mit einer städtischen Bescheinigung mit amtlichem Siegel aus.

Zur medizinischen Versorgung in der Stadt:

30 Covid-19-Patienten befinden sich aktuell in den Kliniken der Stadt, das sind vier weniger als gestern. Inzwischen müssen vier Patienten auf Intensivstation behandelt werden, einer mehr als gestern.

Über die drei Schwerpunkt-Ambulanzen in der Stadt, die mobile Test-Station auf dem Parkplatz der Arbeitsagentur in der Schopenhauerstraße und den mobilen Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung wurden am gestrigen Dienstag 155 Abstriche durchgeführt.

Zur Schutzausrüstung:
Der Katastrophenschutzstab der Stadt forciert die Ausstattung mit medizinischer Schutzausrüstung. Wie gestern erwähnt, erfolgen immer wieder kleinere Nachlieferungen des Landes sowie eigene Beschaffungen der Stadt. Ich hatte gestern auch über die erfreuliche Tendenz bei der Ausstattung von einfachem Mund-Nasen-Schutz und die vielen Initiativen zur Selbstherstellung berichtet.

Ich möchte noch einmal wiederholen: Die Stadt empfiehlt das Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit. Jeder Schutz ist besser als kein Schutz. Eine Mundschutzmaske empfiehlt sich also immer dann, wenn sich auch bei einem Abstand unter 1,5 Metern mehrere Menschen begegnen könnten. Beispielsweise beim Einkaufen oder beim Arztbesuch. Auch wenn der Schutz von selbst hergestellten Masken nicht den medizinischen Anforderungen genügt, helfen diese, das Ansteckungsrisiko zu senken. Dadurch wird die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt. Auch Brillen können helfen, denn sie schützen die Augenschleimhäute.

Vorrangig gilt jedoch eines: Halten Sie die 1,5 Meter Abstand. Der Mundschutz kann nur eine ergänzende Maßnahme sein.

Weitaus schwieriger gestaltet sich hingegen die Beschaffung von Schutzmasken, den sogenannten FFP2- und FFP3-Masken, die vor allem im medizinischen Sektor dringend gebraucht werden. Der Katastrophenschutzstab der Stadt arbeitet deshalb gemeinsam mit den Kliniken und auch den Stadtwerken daran, Strukturen zur Sterilisation und Mehrfachnutzung solcher Masken aufzubauen.

Die Vorbereitung solcher Notfallmaßnahmen zeigt, dass wir uns auf eine weitere Verschärfung der Lage einstellen – gerade im medizinischen Bereich. Und ich möchte deshalb auch noch einmal betonen: Genau aus diesem Grund hat sich die Stadt Halle bereits am 17. März entschieden, den Katastrophenfall auszurufen. Wir verwalten derzeit einen Mangel an Schutzausrüstung. Nur bei dringend notwendigen Bedarfen kann Schutzkleidung vom Stab an medizinische Einrichtungen herausgegeben werden.

Es gibt hier keine Entwarnung. Im Gegenteil: Die Lage wird komplizierter. Und es muss unser Anspruch bleiben, dass die Kliniken der Stadt zu jeder Zeit voll arbeitsfähig bleiben, um Covid-19-Patienten zu behandeln.
Die medizinische Schutzausrüstung in der Stadt Halle reicht für zehn Tage.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,

wir informieren Sie in dieser Pressekonferenz täglich über die aktuellen Entwicklungen zum Thema Corona-Virus und Covid 19. Die Anzahl der Infizierten in der Stadt verdoppelt sich weiterhin alle sieben Tage. Das ist eine wichtige statistische Größe, um zu ermitteln, ob die Maßnahmen der Kontakt-Minimierung funktionieren. Die Kurve verläuft bei uns flacher als an vielen anderen Orten. Aber: Sie verläuft noch nicht flach genug, um auch längerfristig die medizinische Versorgung garantieren zu können. Epidemiologen nennen bei der Verdopplung von Fällen eine Richtgröße von mindestens zehn Tagen.

Ob wir dies erreichen, hängt auch davon ab, ob wir weiter mit aller Konsequenz die geforderte Kontakt-Minimierung umsetzen. Es liegt an uns allen. Aus heutiger Sicht gibt es keine schnelle Entwarnung geben.

Mit dem heutigen Tag sind weitere Einschnitte im regionalen Bahnverkehr der Deutschen Bahn vorgenommen worden. Das betrifft diverse S-Bahn-Linien und einige Regional-Verbindungen nach Erfurt, Jena, Magdeburg, Leipzig und Bernburg. Einen Überblick haben wir auch auf unserer Internetseite halle.de zusammengestellt.

Wir kämpfen um jeden Tag, den wir den Stillstand in unserer Stadt früher aufheben können. Denn jeder Tag des Stillstandes trifft unsere Wirtschaft schwer. Bitte helfen Sie alle mit!

Es bleibt wie immer der wichtigste Wunsch: Bleiben Sie zu Hause! Verlassen Sie nur das Haus, wenn Sie es unbedingt müssen.

Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung! 

 

 

31. März: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert. Das Video mit den Statements finden Sie auf halle.de unter Aktuelle Clips.

Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters:

In der Stadt Halle gibt es aktuell 175 Infektionsfälle, gestern waren es 169. Die Zahl hat sich damit zum gestrigen Tag um sechs Fälle erhöht.

Zum aktuellen Stand im „Johannes Jänicke-Haus“ in der Burgstraße folgende Informationen: Hier gibt es nach wie vor 22 Bewohner und neun Mitarbeiter, die Corona-positiv getestet wurden. Der Gesundheitszustand eines Bewohners hat sich zwischenzeitlich verschlechtert, so dass er nunmehr im Krankenhaus behandelt werden muss. Es liegen aber immer noch nicht alle der 252 Test-Ergebnisse (152 Bewohner/100 Mitarbeiter) aus den Laboren vor.

Im Diakoniekrankenhaus wurde ein Arzt der Geriatrie Corona-positiv getestet. Alle Patienten und Mitarbeiter der Station werden heute getestet. Die Station wurde unter Quarantäne gestellt. Entlassungen von Patienten dieser Station sind daher momentan ausgesetzt.

Auch in der Einrichtung „Haus am Theater“ der Pflegewerk gGmbH wurde eine Pflegerin Corona-positiv getestet. Die 24 Bewohner wurden daraufhin ärztlich untersucht und getestet. Die betreffende Einrichtung wurde ebenfalls vollständig unter Quarantäne gestellt. Auch hier liegen die Test-Ergebnisse noch nicht vollständig vor. Die Rückmeldungen, die wir bislang erhalten haben, waren allesamt negativ.

Mit der Infektion von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen hat sich die Lage in der Stadt Halle deutlich verschärft.
Der Katastrophenschutzstab verfolgt deshalb eine konsequente Linie: Sobald in einem Heim Anzeichen für Symptome festgestellt werden, erfolgt die Testung aller Bewohner und Mitarbeiter. Betroffene Heime werden in diesem Fall zudem unverzüglich vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Wir wollen damit unserer Verantwortung nachkommen. Wir wissen – auch aus der tragischen Erfahrung in anderen Städten: Kein anderer Bereich bedarf einer so großen Sensibilität und Aufmerksamkeit wie der Pflegesektor. Deshalb gibt es inzwischen im „Johannes Jänicke-Haus“ in der Burgstraße beispielsweise zwei ärztliche Visiten am Tag.

In vielen Familien gibt es inzwischen Planungen, Familienangehörige für einige Zeit aus der Pflegeeinrichtung heraus in private häusliche Pflege zu nehmen. Als Oberbürgermeister zolle ich diesen familiären Initiativen den allergrößten Respekt. Die Stadt wird auch versuchen, durch private Pflegedienste unterstützend zur Seite zu stehen. Wir möchten allerdings auch auf einen wichtigen Punkt hinweisen: Die Überführung in die familiäre häusliche Pflege ist mindestens für die nötige Quarantänezeit von 14 Tagen zu gewährleisten – und sie kann für diesen Zeitraum nicht rückgängig gemacht werden. Die Pflegeeinrichtungen sind bereits so weit wie möglich abgeschottet, das muss zwingend so bleiben.

Zur medizinischen Versorgung in der Stadt:
In den Kliniken der Stadt befinden sich gegenwärtig 34 Personen in stationärer Behandlung. Das sind sechs Personen mehr als gestern. Weiterhin müssen drei Patienten beatmet werden.

Über die drei Schwerpunkt-Ambulanzen in der Stadt, die mobile Test-Station auf dem Parkplatz der Arbeitsagentur in der Schopenhauerstraße und den mobilen Fahrdienst der Kassenärztlichen Vereinigung wurden am gestrigen Montag 204 Abstriche durchgeführt.

Zu den Kontrollen am gestrigen Tag:
Die Ordnungskräfte von Stadt und Polizei haben gestern insgesamt 489 Kontrollen durchgeführt. Wieder mussten zehn Strafanzeigen gestellt werden, zwei wegen Quarantäne-Verstößen, drei gegen Geschäfte und fünf wegen unerlaubter Ansammlungen.

Inzwischen finden Gespräche statt, um diese Anzeigen in sogenannten beschleunigten Verfahren zu bearbeiten. Ich weise noch einmal darauf hin: Verstöße gegen die Anordnungen sind keine Kavaliersdelikte. Es sind Straftaten.
Auch die Polizei unterstützt die Stadt bei den Kontrollen der Quarantäne-Auflagen im Rahmen der Streifentätigkeit.

Zur Schutzausrüstung:
Die medizinische Schutzausrüstung in der Stadt Halle reicht für elf Tage. Es erfolgen immer wieder kleinere Nachlieferungen des Landes sowie eigene Beschaffungen der Stadt. Eine positive Entwicklung hat die Ausstattung mit Mund-Nasen-Schutzmasken genommen. Der Bestand liegt inzwischen bei 30250 Stück, sodass wir hier auch eine gezielte Ausstattung verschiedener Organisationen und Institutionen vornehmen können.

Ich möchte auch noch einmal auf die Initiativen hinweisen, die Schutzmasken selbst anfertigen. Im medizinischen Bereich sind solche Masken nicht zulässig, weil sie – so eine aktuelle Einordnung von Wissenschaftlern – nur einen etwa 40-prozentigen Filter-Schutz bieten. Zum Vergleich: Bei medizinischen Produkten liegt der Schutz bei weit über 90 Prozent. Die Stadt testet daher einige dieser selbst produzierten Masken gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut in Halle (Saale), um eine fundierte Einordnung zu bekommen, wo die jeweiligen Schutzprodukte eingesetzt werden können.

Neben den Werkstätten der Theater, Oper und Orchester GmbH unterstützen hierbei auch der Vietnamesische Verein und die Kunsthochschule Burg Giebichenstein. Studierende um Prof. Linda Baasch haben in den Werkstätten am Neuwerk einen Prototyp aus dem 3-D-Drucker entwickelt. Die Volkssolidarität in Halle (Saale) braucht für die Herstellung von Mundschutz-Masken noch dringend Material. Unter anderem werden kochfester Baumwollstoff, biegsamer Draht sowie Gummiband benötigt. Diese können in der Geschäftsstelle in der Reilstraße 54 unweit vom Zoo abgegeben werden.

Inzwischen sagen auch renommierte Virologen: Jeder Schutz in besser als kein Schutz. Wir wissen aber auch: Solche selbst hergestellten Masken suggerieren oft auch eine falsche Sicherheit. Eine Gewähr für den Schutz gibt es freilich nicht. Deshalb auch der deutliche Hinweis: Solche Masken ersetzen nicht die ausgerufene Kontaktsperre.

Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,
die Stadt Halle hat von Anfang an konsequent gehandelt mit dem Ziel, die Pandemie kontrolliert zu bewältigen. Wann wir wieder zur Normalität zurückkehren können, hängt davon ab, wie sich die Zahlen der Infektionen und Todesfälle entwickeln. Aus heutiger Sicht kann es keine schnelle Entwarnung geben.  Die Lage bleibt sehr ernst. In Halle hat sich zuletzt die Zahl der Corona-Infizierten binnen sechs Tagen verdoppelt. Zum Vergleich: Zu Beginn der Pandemie kam es in drei Tagen zu einer Verdoppelung. In den Krankenhäusern hat sich die Zahl der Patienten in vier Tagen verdoppelt.

Die Stadt Halle führt aktuell sehr viele Tests durch, andere Städte in Sachsen-Anhalt vergleichsweise weniger. Wichtig ist, dass die Wirtschaft nur möglichst kurz eingefroren bleibt. Deshalb arbeiten wir jeden Tag hart und bitten die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die Regeln zu befolgen. Je weniger COVID-19-Patienten in die Krankenhäuser eingeliefert werden müssen, desto eher kann die Wirtschaft wieder in Gang gebracht werden.

Noch ein Hinweis: Aufgrund der aktuellen Situation werden viele Familien in diesem Jahr möglicherweise keinen Urlaub machen können. Hier haben Sportvereine angeboten, in den Sommerferien verschiedene Camps durchzuführen. Die Stadt begrüßt dieses Engagement außerordentlich und wird dafür - sofern es die Lage bis dahin erlaubt - alle städtischen Sporthallen für die Vereine öffnen – auch in den Schulferien.  Damit wollen wir auch das Vereinsleben stärken.

Am Ende bleibt wie immer mein wichtigster Wunsch: Bleiben Sie zu Hause! Verlassen Sie nur das Haus, wenn Sie es unbedingt müssen. Bleiben Sie gesund – und allen Erkrankten: Gute Besserung! 

 

 

30. März 2020: Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Montag in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

 Das Video mit den Statements finden Sie auf halle.de unter Aktuelle Clips. Die gesamte Pressekonferenz inklusive der Fragen der per Video zugeschalteten Medienvertreter finden Sie auf unserem  YouTube-Kanal.

Hier das Statement des Oberbürgermeisters zum Nachlesen:

1. Zur aktuellen Lage

In der Stadt Halle gibt es aktuell 169 Infektionsfälle (gestern: 153 Infektionsfälle). Die Zahl hat sich damit zum gestrigen Tag um 16 weitere Fälle erhöht.
Die aktuelle Situation ist ein Härtetest für unsere Stadt, für unser Land – und zugleich eine Geduldsprobe. Wichtig wird in dieser Woche die weitere Entwicklung der Infektionszahlen sein.

Wie Sie wissen, mussten wir gestern in einem Alten- und Pflegeheim des Diakoniewerkes mehrere Infektionsfälle verzeichnen - sowohl bei Mitarbeitern der Einrichtung als auch bei Bewohnern.
Zum aktuellen Stand im „Johannes Jänicke-Haus“ in der Burgstraße folgende Informationen: Hier wurden bislang 22 Bewohner und 9 Mitarbeiter Corona-positiv getestet. Jedoch liegen noch nicht alle der 252 Test-Ergebnisse (152 Bewohner/100 Mitarbeiter) aus den Laboren vor.  Eine weitere Bewohnerin ist im Alter von 91 Jahren in der Nacht zum Montag gestorben. Ein Zusammenhang mit dem Corona-Virus ist bislang nicht belegt, die Bewohnerin war zuvor negativ getestet worden. Der gestern in der Einrichtung verstorbene 91-Jährige war zuvor positiv getestet worden.
Die Stadt hat nunmehr das gesamte Alten- und Pflegeheim unter Quarantäne gestellt; Mitarbeiter dürfen die Einrichtung nur noch in Schutzausrüstung betreten.
Auch in der Einrichtung „Haus am Theater“ der Pflegewerk gGmbH wurde gestern eine Pflegerin Corona-positiv getestet. Die 24 Bewohner wurden daraufhin ärztlich untersucht und getestet. Die betreffende Eichrichtung wurde ebenfalls vollständig unter Quarantäne gestellt. Die Ergebnisse der Tests liegen noch nicht vor.

2. Zur medizinischen Versorgung in der Stadt:
In den Kliniken der Stadt befinden sich – Stand heute - 28 Personen in stationärer Behandlung. Das sind 5 Personen mehr als gestern. Weiterhin müssen drei Patienten beatmet werden.
Über die mobile Test-Station auf dem Parkplatz der Arbeitsagentur in der Schopenhauerstraße und die Fieberambulanz der Poli Reil wurden gestern insgesamt – also für beide Angebote - 124 Abstriche durchgeführt.

3. Zu den Kontrollen am gestrigen Tag:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 56 Kontrollen durchgeführt. Am gestrigen Tag haben Stadt und Polizei keine Verstöße registriert – wetterbedingt war die Lage im öffentlichen Raum ruhig.

4. Zur Schutzausrüstung (Anzüge, Atemschutzmasken, Brillen)
Die medizinische Schutzausrüstung in der Stadt Halle reicht noch für 10 Tage. Eingerechnet ist eine kleine Nachlieferung.
Der Rettungsdienst ist seit gestern vorsorglich bei allen Fahrten von vornherein mit Mundschutz, Handschuhen und Schutzbrillen im Einsatz. Hier orientiert sich die Stadt an den geänderten Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, das diese Ausrüstung anfangs nur bei Patienten aus Risiko-Gebieten und positiv Getesteten vorsah.
Liebe Hallenserinnen, liebe Hallenser,
wie Sie wissen, wollen wir mit den Ausgangsbeschränkungen erreichen, dass sich die Ansteckungen verlangsamen und damit zugleich dafür sorgen, dass unser Gesundheitssystem weiterhin die Patienten versorgen kann. Das ist in der Stadt derzeit weiter gegeben.
Aktuell gibt es keine zuverlässigen Daten, wie das Immunsystem auf das Virus reagiert. Immer wieder hört man die Aussage - ich zitiere „Wenn ich vom Virus befallen bin, dann bin ich danach immun.“ Diese Aussage ist derzeit wissenschaftlich nicht belegt. Für eine solche Aussage wäre erst die Auswertung von Langzeit-Beobachtungen erforderlich.
Zu den begehrtesten Artikeln auf der Welt zählen momentan Atemschutzmasken. Die Stadt ist aktuell auf jedes Unterstützungsangebot angewiesen: Wir danken daher für das Engagement unserer Theater, Oper und Orchester GmbH, deren Werkstätten für die Paul-Riebeck-Stiftung Mund-Nase-Schutzmasken herstellen.
Wir bitten auch private Initiativen, die Schutzmasken für Bürgerinnen und Bürger herstellen, sich mit uns in Verbindung zu setzen. Auch wenn der medizinische Schutz solcher Atemmasken - wie bereits ausgeführt - nur gering ist.

Am Ende bleibt wie immer mein wichtigster Wunsch:
Bleiben Sie zu Hause! Verlassen Sie nur das Haus, wenn Sie es unbedingt müssen.

Und bleiben Sie gesund!
 

 

 

06.04.2020

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