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Steuerungsgruppe Klimaschutz

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Die Steuerungsgruppe Klimaschutz Halle (Saale)

rote Kreise mit SchriftDie Steuerungsgruppe Klimaschutz ist ein handlungsfähiges Netzwerk, dass sich vor allem durch den integrativen Ansatz im Klimaschutz- bzw. Klimaanpassungs-Management auszeichnet. Sie sichert durch ihre Zusammensetzung die bereichsübergreifende Zusammenarbeit im Konzern Stadt in den Querschnittsthemen Energie- und Ressourceneffizienz, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel und wurde mit der Auftaktveranstaltung im Dezember 2013 ins Leben gerufen.

Eine Hauptaufgabe ist die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Integrierten Kommunalen Klimaschutzkonzept der Stadt Halle (Saale). Bezogen auf das Verwaltungshandeln und das Handeln im Konzern Stadt ergeben sich Ansätze zur Steuerung in der Bauleitplanung (FNP, B-Pläne) – Steuerung der Siedlungsentwicklung; in der Gebäudeplanung; in der Verkehrsplanung – Steuerung der Verkehrsentwicklung; in der Energieversorgungsplanung; in der Gestaltung städtebaulicher Verträge und in der jeweiligen Vorbildfunktion.
Die Teilnehmenden der Steuerungsgruppe Klimaschutz bilden sich aus den relevanten Fach- und Geschäftsbereichen der Verwaltung und aus den kommunalen Unternehmen. Wesentliche Ergebnisse aus den bisherigen Arbeitsgruppentreffen sind unter anderem das Energie- und Klimapolitische Leitbild der Stadt Halle (Saale) und die Fortschreibung des Intergierten Kommunalen Klimaschutzkonzeptes der Stadt Halle (Saale). Darüber hinaus werden in diesem Gremium auch Einzelprojekte, komplexe Anfragen, strategische Ausrichtungen, neue Förderprogramme usw. vorgestellt und besprochen.

Die Steuerungsgruppe Klimaschutz tagt anlassbezogen (durchschnittlich bisher einmal im Quartal). Sie ist kein starres Element, was demzufolge eine Beteiligung zusätzlicher Teilnehmender und Akteure jederzeit ermöglicht. Dabei ist abzuwägen, welchen steuernden Einfluss diese Akteure auf den jeweiligen Sachverhalt ausüben können. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinzuzuziehen, die eine große Wirkung durch ihren informierenden oder beratenden Charakter auf spezielle Zielgruppen erreichen können (z.B. Verbände, Kammern, Vereine).

Wesentliche Steuerungsansätze

Flächennutzungsplanung:

  • flächensparende Neuausweisung von Siedlungs- und Gewerbeflächen
  • ökologisch sinnvollen Auswahl von Neubaugebieten im Hinblick auf die Nutzung von Sonnenenergie und die Vermeidung von Wärmeverlusten
  • verkehrsreduzierte Siedlungsstruktur durch kurze Wege und räumliche Zuordnung verschiedener Nutzungen
  • Ausweisung von Sondergebieten (z. B. Solargebiete, Geothermiegebiete, Fernwärmevorranggebiete, Biomasse
  • Nachverdichtung im Innenstadtbereich
     

Bebauungsplanung:

  • Verminderung von Verkehr und Bodenversiegelung durch flächensparende Siedlungs- und Gebäudestruktur (Mehrfamilienhaus Vorrang vor Einfamilienhaus/Biotopflächenfaktor)
  • kompakte Baustrukturen mit hoher Nutzungs- und Wärmedichte begünstigen die Rentabilität energieeffizienter Wärmeversorgungssysteme
  • Festsetzungen: Vermeidung von Verschattung der Gebäude durch andere Gebäude oder Bepflanzungen; Dach- und/oder Fassadenbegrünung, Nutzung von Solarenergie
  • keine oder nur beschränkte Verwendung von bestimmten luftverunreinigenden Stoffen (z. B. Reduzierung bzw. Ausschluss von fossilen Heizstoffen)
     

Gebäudeplanung:

  • energetisch günstige Gebäudeform (Hilfsmittel: Mikroklimatische Kartierung)
  • verschattungsfreie Südorientierung der Hauptfassade der Gebäude
  • große Glasflächen im Süden, kleine Glasflächen im Norden
  • Dachformen (optimale Sonnenausbeute bei Südausrichtung und 35 Grad Dachneigung)

Verkehrsplanung:

  • Verhältnismäßigkeit des Strukturausbaus für KFZ-Verkehr;
  • stadtverträgliche Steuerung und Lenkung des Verkehrs
  • Regulationen und Ordnungsrecht (z. B. Geschwindigkeitsbeschränkungen, Einfahrverbote und Nutzervorteile etc.)
  • Fiskalische und marktwirtschaftliche Instrumente (z. B. Parkgebühren)
  • Stadt- und verkehrsplanerische Maßnahmen (z. B. ÖPNV- und Radverkehrsnetze, Straßenraumaufteilung, Querungsmöglichkeiten, Masterpläne, Verkehrsentwicklungspläne)
  • Organisation und Kommunikation (Mobilitätsmanagement und aufklärerische Kampagnen, meist zur Schaffung von mehr Bewusstsein für das Thema)
     

Energieversorgungsplanung:

  • Bedarfsdeckung durch erneuerbare Energien
  • energieeffiziente Versorgungssysteme (hoher Wirkungsgrad)
  • Abhängigkeit von fossilen Energieträgern (Erdöl) senken
  • Nah- und Fernwärmeversorgung ausbauen
  • Vermeidung von Parallelversorgung
  • Einsatz effizienter Energietechnologien
  • dezentrale Energieversorgungskonzepte
     

Städtebauliche Verträge:

  • Anforderungen insbesondere an den baulichen Wärmeschutz, die nicht über Auflagen im Bebauungsplan durchsetzbar sind, können in städtebaulichen Verträgen geregelt werden (z. B. die Nutzung von Netzen und Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung)
  • Einhaltung von Energiekennzahlen
     

Vorbildfunktion:

  • energieeffiziente Bestandssanierung von Stadtquartieren und städtischen Liegenschaften
  • Entsiegelung und Begrünung von Stadtteilen (Bäume als Windschutz bzw. zur Verringerung der Wärmeabstrahlung)
  • Vorreiterrolle bei Mobilitätsmanagement (Elektrofahrzeuge, ÖPNV, Fahrrad)
     
     
Wegweiser

DLZ Klimaschutz

Hansering 15
06108 Halle (Saale)

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Postanschrift

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Dienstleistungszentrum Klimaschutz 
06100 Halle (Saale)

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0345 221-4750

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