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Fernwärmeversorgung

In der Fernwärmesatzung der Stadt Halle (Saale) ist ein Anschluss- und Benutzungszwang an bestehende Fernwärmeanlagen festgeschrieben. Diese sind hier im Umweltatlas als Überblick abgebildet und betreffen die gesondert ausgewiesenen Gebiete Heide-Nord, Halle-Neustadt, Südstadt und Silberhöhe. Seit Inkrafttreten der Fernwärmesatzung im Jahr 1993 hat die Energieversorgung Halle (EVH GmbH) das Leitungsnetz für Fernwärme kontinuierlich erweitert. Eine aktuelle Karte wird durch die Stadtwerke Halle GmbH zur Verfügung gestellt:

Das Anliegen der Fernwärmesatzung in der Stadt Halle (Saale) ist es, Luftverschmutzungen zu minimieren und Wärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, optimal zu nutzen und nicht ungenutzt in die Umgebung abzugeben. Gegenüber Einzelfeuerungsanlagen werden Kohlendioxid-Emissionen vermindert.

Im Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk Dieselstraße werden Elektrizität und Fernwärme über Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im gleichen Produktionsprozess erzeugt. Mit einem Brennstoffnutzungsgrad von 83,5 bis 89 Prozent wird in der Fernwärmeerzeugung einer der niedrigsten Primärenergiefaktoren Deutschlands für Fernwärme erreicht. Über zumeist erdverlegte, isolierte Rohrleitungen werden die Gebäude mit Warmwasser und Heizwärme versorgt, was besonders in Ballungsräumen effektiv ist. Zirka jede zweite Wohnung wird in Halle mit Fernwärme versorgt. Auf Grund von Bedarfsschwankungen zwischen Tag und Nacht wird entstandene überschüssige Wärme in einem Speicher aufbewahrt und bei Bedarf abgegeben. Auch auf die witterungsbedingte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen muss flexibel reagiert werden.

Fernwärme ist umweltfreundlich, komfortabel und preisstabil. Der Eigentümer einer Immobilie, welche mit Fernwärme versorgt wird, muss sich nicht um Brennstoffbeschaffung, Kesselwartung oder Schornsteinreinigung kümmern. Fernwärme ist sinnvoll eingesetzt eine ökologisch und ökonomisch gute Sache auf dem Energiemarkt.

Gemäß Urteil (Az. 8C13.05) des Bundesverwaltungsgerichtes vom 25.01.2006 ist der Anschluss- und Benutzungszwang aus Gründen des Klimaschutzes mit Bundes- und Europarecht vereinbar. Es liegt kein Verstoß gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vor. Der Gesetzgeber kann selbst entscheiden, ob die Fernwärmeversorgung mit Kraft-Wärme-Kopplung ein zum Klimaschutz geeignetes Mittel ist.

Im Rahmen des Erneuerbaren-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG), welches erneuerbare Energien bei Neubauten seit dem 1. Januar 2009 vorschreibt, gilt die Kraft-Wärme-Kopplung als Ersatzmaßnahme.

 

Quelle: Stadtwerke Halle GmbH

 

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