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Luftreinhalteplan 2011 und Umweltzone

Für den Ballungsraum Halle erfolgte bereits im Jahr 2005 aufgrund der Gefahr der Überschreitung des festgelegten Tagesmittelgrenzwertes für Stickstoffdioxyd und Partikel PM10 (Feinstaub) die Aufstellung und Inkraftsetzung des „Luftreinhalte- und Aktionsplanes für den Ballungsraum Halle 2005“ mit Maßnahmen zur Reduzierung der Feinstaubkonzentration.

Mit dem Plan wurde die Zielstellung verknüpft, den gesetzlich festgelegten Grenzwert für Feinstaub von 50 μg/m³ als Tagesmittelwert zu unterschreiten bzw. an nicht mehr als 35 Tagen im Jahr zu überschreiten. Diese Zielstellung wurde in den folgenden fünf Jahren nicht erreicht. Die Ergebnisse der laufenden Stickstoffdioxyd- und Feinstaub-Messungen an der Verkehrsmessstation Halle/Paracelsusstraße im Jahr 2010 wiesen Überschreitungen des NO2-Jahresmittelgrenzwertes und des Partikel PM10-Tagesmittelwertes aus. Neben dieser Messstation im Bereich mit der mutmaßlich höchsten Belastung geben orientierende Messungen mit NO2-Passivsammlern Hinweise auf weitere Belastungsschwerpunkte im Stadtteil Giebichenstein sowie in der Trothaer Straße und an der Messstation Merseburger Straße.

Aus diesem Anlass wurde der Luftreinhalteplan von 2005 durch den aktualisierten „Luftreinhalteplan für den Ballungsraum Halle 2011“ ersetzt. Zuständige Behörde für die Aufstellung des Luftreinhalteplanes ist in Sachsen-Anhalt das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt. Die fachliche Begleitung ist Aufgabe des Landesamtes für Umweltschutz. Die Planaufstellung erforderte ein enges Zusammenwirken insbesondere mit der Stadt Halle (Saale) als Träger der Verkehrs- und Bauleitplanung sowie des öffentlichen Nahverkehrs.

Wesentlicher Inhalt des Luftreinhalteplanes ist die Erstellung eines Maßnahmenkatalogs, um die Partikel PM10- und NO2-Belastung im Ballungsraum Halle deutlich zu senken und die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte beider Luftschadstoffe sicherzustellen. Mit den Maßnahmen des Luftreinhalteplanes ist die dauerhafte Einhaltung der Immissionsgrenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit sicherzustellen.

Eine der lokalen Maßnahmen ist die Einführung einer Umweltzone. Die auf der Karte dargestellte Stufe 3 der Umweltzone trat nach Fertigstellung der Europachaussee 2018 in Kraft. In die Umweltzone dürfen seit diesem Zeitpunkt nur noch Kraftfahrzeuge (Pkw und Lkw) fahren, die mit der grünen Plakette gekennzeichnet sind. Alle anderen Fahrzeuge dürfen grundsätzlich nicht mehr in die Umweltzone einfahren.
 

Quelle: Luftreinhalteplan 2011

Weitere Informationen: 

 

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