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Aktuelle Schutzgebiete

Das hallesche Stadtgebiet ist durch eine dichte Bebauung im historischen Innenstadtbereich und mehrere Großwohnsiedlungen im Süden und Westen gekennzeichnet. Daneben verfügt die Saalestadt jedoch auch über eine beachtliche Reihe ökologisch wertvoller Flächen. Vor allem die mitten durch die Stadt verlaufende Auenlandschaft der Saale und das im Nordwesten befindliche zusammenhängende Waldgebiet der Dölauer Heide sind mit ihrer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt von großem Interesse für den Arten- und Biotopschutz.

Aufgrund des in der heutigen Zeit im Zuge von Baumaßnahmen und wirtschaftlichen Aktivitäten steigenden Naturverbrauches ist es wichtig, wertvolle Landschaftsbestandteile in ihrem Bestand zu sichern und als wichtige natürliche Rückzugsgebiete zu erhalten.

Das Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt bietet dafür eine Reihe von Instrumenten an. Dazu gehören unter anderen die Landschaftsplanung, die Verfahren bei Eingriffen in Natur und Landschaft, das Festlegen von Kompensationsmaßnahmen und das Ermöglichen von Ökokontomaßnahmen. Ein weiteres Instrument ist die Erklärung bestimmter Teile von Natur und Landschaft zum Schutzgebiet, wie beispielsweise Ausweisung als

Ein Teil der unter Schutz gestellten Gebiete unterliegen als Natura 2000 Gebiet einem besonderen Schutz.

Hinzu kommen durch § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes und § 22 des Naturschutzgesetzes Land Sachsen-Anhalt geschützte Biotope, die in der Stadt Halle (Saale) außerhalb von bestehenden Schutzgebieten eine Fläche von mehr als 250 Hektar einnehmen.

Der Anteil des Naturparkes Unteres Saaletal in Halle, der außerhalb von Schutzgebieten liegt, beläuft sich auf eine Fläche von 996,66 Hektar. Somit kann davon ausgegangen werden, dass der Anteil der ausgewiesenen Naturschutzflächen an der städtischen Gesamtfläche ca. 4400 Hektar beträgt. Das sind mehr als 32 Prozent der Gesamt-Stadtfläche von 13547 Hektar.

Die für die Unterschutzstellung zuständige Naturschutzbehörde stellt Pflegekonzepte für Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler auf und setzt diese um. Auch für Landschaftsschutzgebiete und geschützte Landschaftsbestandteile kann sie Pflegekonzepte aufstellen.

Alle geschützten Teile von Natur und Landschaft sind zu registrieren und zu kennzeichnen. Sie sind, soweit sie geeignet sind, Bestandteile eines zu schaffenden Biotopverbundes.

Die Karten im Umweltatlas dienen der Information. Die flurstücksgenaue Abgrenzung der Schutzgebiete ist aus den Originalkarten zu entnehmen. Diese können während der Sprechzeiten im Fachbereich Umwelt, Untere Naturschutzbehörde, eingesehen werden.
 

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