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Der Landschaftsrahmenplan (LRP) der Stadt Halle (Saale) von 1997

Hauptkarten 22 bis 24

Für die geschützten und schützenswerten Bereiche sowie die nach Bundesnaturschutzgesetz und Naturschutzgesetz des Landes Sachsen-Anhalt ausgewiesenen besonders geschützten Biotope ist die Karte 22 der Schutzgebiete im Maßstab 1:20.000 angefertigt worden. Aufgrund des Maßstabes sind allerdings sehr kleine Biotope nicht mehr darstellbar. Im Text werden außerdem Vorrang- und Vorsorgegebiete für Natur- und Landschaft vorgeschlagen, die sich dafür aufgrund ihrer naturräumlichen Ausstattung eignen. Diese Gebiete zeichnen sich durch ihr reichhaltiges Inventar an besonders geschützten Biotopen aus.

Die Konfliktkarte zum LRP (Karte 23), die im Maßstab 1:20.000 erstellt wurde, verdeutlicht die Konfliktbereiche der Stadt, die sich aufgrund vorhandener und geplanter Nutzungen ergeben. Im Text erfolgt eine schutzgutbezogene Konfliktbeschreibung, der räumliche Schwerpunkte zugeordnet werden. In die Konfliktkarte ist für die geplanten Baugebiete im Außenbereich eine Signatur aufgenommen worden, die wiedergibt, wie viele Schutzgüter durch den geplanten Eingriff erheblich beeinträchtigt werden. Daraus lassen sich wertvolle Hinweise für die Eingriffsbewertung in der Bauleitplanung entnehmen.

In der Karte 24 „Anforderungen an die Nutzungen” im Maßstab 1:20.000 sind Maßnahmen dargestellt, die dem Arten- und Biotopschutz sowie der Erholung dienen. Für die Flächennutzungen werden in dieser Karte die aus naturschutzfachlicher Sicht notwendigen Nutzungen und Maßnahmen dargestellt. Die kartographische Darstellung wird durch eine Tabelle im Textteil ergänzt, in der die Anforderungen an die Nutzungen aus naturschutzfachlicher Sicht detailliert beschrieben werden. In die Karte „Anforderungen an die Nutzungen” wurden die Grenzen der geplanten inzwischen zum Teil auch schon realisierten Baugebiete nachrichtlich übernommen. Die aus der Sicht des Naturschutzes gewünschte Nutzung wurde flächig unterlegt.

Die im LRP dargelegten Maßnahmen und Anforderungen sollen bei der Erarbeitung von Grünordnungsplänen berücksichtigt werden. Grundsätzlich ist zum Landschaftsrahmenplan festzustellen, dass er als eine unverbindliche Arbeitsgrundlage der Unteren Naturschutzbehörde aufzufassen ist und keinen rechtsverbindlichen Plan darstellt.

Da der LRP immer nur einen Ausschnitt über den Zustand von Natur und Landschaft aus dem Zeitraum seiner Erarbeitung enthalten kann, besteht die Notwendigkeit, den Plan regelmäßig fortzuschreiben. Eine Teilfortschreibung erfolgte zum Jahr 2013 und ist dort näher ausgeführt. Dabei sind die Veränderungen der Naturräume berücksichtigt, aber auch neue Schutzgebiete und aktuelle Kartierungsergebnisse bzw. veränderte Flächennutzungen eingearbeitet. Beispielsweise liegen für die Stadt Halle (Saale) inzwischen die Ergebnisse der flächendeckenden Biotopkartierung, das Arten- und Biotopschutzprogramm und die im Rahmen von Natura 2000 an die EU gemeldeten Schutzgebiete nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und der Vogelschutzrichtlinie vor. Diese sind bei der Fortschreibung des LRPs in Karte und Text berücksichtigt.

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