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Naturräume - Physiogeographische Raumtypen und lokale Landschaften (Karte 1)

Die Stadt Halle (Saale) ist überregional dem Östlichen Harzvorland zuzuordnen. Sie liegt in den südlichen Bereichen des Mitteldeutschen Lößgürtels. Entsprechend dem Landschaftsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Jahr 1994 hat die Saalestadt Anteil an den nachfolgend aufgeführten Großlandschaften und deren untergeordneten regionalen Landschaftseinheiten:

1. Talauen und Niederungslandschaften

  • Unteres Saaletal
  • Halle-Naumburger Saaletal

2. Ackerebenen

  • Hallesches Ackerland

3. Hügel-, Schichtstufen- und Mittelgebirgsvorland

  • Östliches Harzvorland

4. Stadtlandschaften

Bei der Betrachtung ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die zuletzt genannten Stadtlandschaften die typischen Merkmale und Eigenschaften der anderen aufgezählten Großlandschaften zum Teil bis zur Unkenntlichkeit überlagern.

Mit der über tausendjährigen Besiedlungs- und Entwicklungsgeschichte von Halle (Saale) sind viele anthropogene Veränderungen und Störungen des Naturhaushaltes einhergegangen. Die Ergebnisse dieser Veränderungen prägen das heutige Stadtbild.

Naturräumlich dominieren ackerbaulich genutzte löß- und sandlößbedeckte Ebenen sowie Platten, deren Höhen zwischen 75 und 100 m über NN schwanken. Der Übergang von den Hochflächen zur Saale und den großen Nebentälern schafft durch mittel- bis steilgeneigte Hangkomplexe mit engräumig wechselnden Boden- und Mikroklimaverhältnissen abwechslungsreiche ökologische Strukturen.

Unter Berücksichtigung wesentlicher Geofaktoren wie Relief, Boden- und Substratverhältnisse werden in der Stadt Halle (Saale) neun Landschaftstypen und 21 individuelle Landschaftseinheiten unterschieden, die in der Karte 1 des Landschaftsrahmenplanes dargestellt werden.

Die Landschaftstypen sind:

  • Lößtieflehmbestimmte Ebenen und flachwellige Platten
  • Ebenen-Flachhang-Gefüge des Hochplateaus
  • Lößbeeinflusste Hang-Platten-Gefüge des Saaletals und der Nebentäler
  • Sandlößbestimmte Ebenen und Platten
  • Hangbereich des Saaletals mit Verwitterungsböden, teils Gesteinsdurchragungen und Talterrassen
  • Platten-Hang-Kuppengefüge des Zwischenplateaus
  • Platten-Hang-Talgefüge der Saaletalhänge
  • Breite Talniederung mit Aueböden
  • Tal-Hang-Gefüge der Nebentäler

 

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