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Naturschutzflächen und –objekte (Karte 22, Auszug)

In der Saalestadt gibt es neben den dicht bebauten und landwirtschaftlich intensiv genutzten Flächen einen beachtlichen Anteil ökologisch wertvoller Bereiche. Diese verfügen über eine für den Arten- und Biotopschutz bedeutsame Ausstattung.

Zu den ökologisch wertvollen Flächen gehören rund 70 ha Trocken- und Halbtrockenrasen, mesophile Laubwälder und xerotherme Gebüsche, Erlen- und Erlenbruchwaldreste, zirka 60 ha Frisch-, Feucht- und Nasswiesen sowie 80 ha Auwaldreste. Weitere Biotoptypen mit hoher Refugialfunktion sind unter anderem Ackerhohlwege, Röhrichte, Hochstauden- und Flussfluren, Gewässer und Nassstellen der Bergsenkungsgebiete und Tagebaurestgewässer sowie zahlreiche Kleingewässer im Stadtgebiet. Ein großer Teil dieser Flächen wird durch Schutzgebiete der unterschiedlichen Kategorien in seinem Bestand gesichert.

Im Stadtgebiet waren zur Fertigstellung des Landschaftsrahmenplanes neun Naturschutzgebiete (NSG) mit einer Gesamtfläche von 690,8 ha ausgewiesen. Dies entsprach etwa 5,1 Prozent der Stadtfläche. Von den Naturschutzgebieten waren vier NSG mit einer Fläche von 436,9 ha vorläufig sichergestellt.

Insgesamt 1650 ha und damit 12,3 Prozent des Stadtgebietes besaßen den Schutzstatus als Landschaftsschutzgebiet. Den größten Anteil davon umfasste das LSG Saale (jetzt LSG Saaletal).

In acht Flächennaturdenkmalen mit einer Fläche von maximal fünf Hektar waren typische Lebensräume der heimischen Flora und Fauna auf Grundlage des § 22 Naturschutzgesetz Land Sachsen-Anhalt unter Schutz gestellt. Sie umfassten eine Fläche von 17,2 ha.

Weiterhin existierten im Stadtgebiet 32 Naturdenkmale, davon 10 flächenhafte Naturdenkmale (29,1 ha) und 22 Einzelobjekte. Bei den Einzelobjekten handelte es sich fast ausschließlich um markante Bäume. Darüber hinaus waren und sind auch vier Objekte als geologische Denkmale (Gletscherschliffe) geschützt.

Außerdem bestanden 12 geschützte Landschaftsbestandteile mit einer Fläche von 235,0 ha, davon sechs Parks oder parkartige Anlagen.

Die im analogen Landschaftsrahmenplan dargestellten § 30-Biotope sind an dieser Stelle nicht digitalisiert worden. Unter einem anderen Punkt des Umweltatlasses finden sich die im Jahre 1994 vorläufig erfassten §-30-Biotope und die aktuellen Biotope.

Weitere, naturferne, kulturgeprägte Biotope mit einer wichtigen Bedeutung für den Artenschutz sind vor allem in der Bergbaufolgelandschaft mit ausgedehnten Sukzessionsflächen vorhanden. Ein hohes Entwicklungspotential besitzen die kleinen Bachauen und Gräben.

Neben dem Schutz und der Erhaltung von vorrangig dem Arten- und Biotopschutz dienenden Bereichen stellt die Etablierung eines Biotopverbundsystems eine wichtige Voraussetzung für den nachhaltigen Naturschutz dar.
 

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