zur Startseite
Seite durchblättern:
Seite 10 / 23

Wertvolle Tagfalterbiotope der Stadt Halle (Saale) (Karte 7)

Die Gesamtartenzahl der um 1995 im Stadtgebiet erfassten Großschmetterlinge liegt bei rund 200 Arten. Da sich diese Tiere von Pflanzen bzw. Pflanzenteilen ernähren, weisen die Großschmetterlinge bezüglich der Nahrung eine charakteristische Habitatbindung auf und kommen dort in biotoptypischen Artengemeinschaften vor. Außerdem hat die Temperatur einen Einfluss auf das Artenspektrum der einzelnen Habitate.

Die Vorkommensschwerpunkte der Rote-Liste-Arten überdecken fast alle im Stadtgebiet noch naturnah gebildeten Habitattypen. Aber auch in Sekundärlebensräumen der Kulturlandschaft sind Schmetterlingspopulationen anzutreffen. Dabei ist eine deutliche Schwerpunktverteilung der Rote-Liste-Arten zu verzeichnen. Zum einen besiedelt eine sehr artenreiche Gruppe trockene naturnahe Offenlandflächen und gut strukturierte Waldsäume. Ein größerer Artenanteil ist zum anderen in den Verlandungshabitaten und Auenwäldern zu finden.

Die Karte 7 des LRP zeigt die Hauptverbreitungsgebiete von Schmetterlingen im Stadtgebiet von Halle (Saale) und stellt die zum Zeitpunkt der Kartierung wesentlichen Areale für diese Tiergruppe dar. Als Kriterien für deren Ausweisung dienen die hohe Artendichte und Vielfalt der ökologischen Lebensformtypen.

Aus der Karte wird deutlich, dass in der Saalestadt die wichtigsten naturnahen Biotope für die Schmetterlingsfauna erfasst und unter Schutz gestellt worden sind. Aber auch die durch die Tätigkeit des Menschen entstandenen und geschaffenen Lebensräume dürfen als bedeutende Tagfalterbiotope nicht außer Acht gelassen werden. So stellen beispielsweise Bergbaufolgelandschaften mit ihrem reichlichen ruderalen Blütenangebot wertvolle Verbreitungsgebiete dar.

Anzeige MZ