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Der Himmel in der Frühen Neuzeit

(halle.de/ps) Am Montag, dem 21. Januar 2019, wird bei entsprechendem Wetter am Himmel eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Die Kabinettausstellung in der Historischen Bibliothek der Franckeschen Stiftungen zeigt noch bis zum 22. April 2019, dass solche Himmelsphänomene auch in der Frühen Neuzeit bereits große Aufmerksamkeit erregten und wie sie erklärt wurden.

Die Ausstellung führt den Besucher der Bibliothek durch das frühneuzeitliche Wissen um die Weltenmodelle, Planeten und Kometen und stellt Wissenschaftler und sogar Wissenschaftlerinnen der Zeit mit ihren Werken vor. Die heute gängige Darstellung des Sternenhimmels auf schwarzem Grund veröffentlichte erstmals im Jahr 1731 Christoph Semler (1669–1740), der hallische Theologe und Begründer der ersten Realschule. Unter den hallischen Beiträgern zur Astronomie findet sich auch Christian Wolff (1679–1754), der 1716 eine Abhandlung zu dem Polarlicht verfasste, das am 17. März desselben Jahres um 7 Uhr abends in Halle zu sehen war.

Hintergrund
Zwischen 1735 und 1742 fertigte der Nürnberger Mathematiker und seit 1710 Direktor der Eimmartschen Sternwarte, Johann Gabriel Doppelmayr (1677–1750), eine Karte an, die die Entstehung von Sonnen- und Mondfinsternis erläuterte. (Auf www.francke-halle.de/presseportal.html steht das Digitalisat der Karte für die Presse zur Verfügung.) Nürnberg war im 18. Jahrhundert mit seiner Sternwarte und den auf Kartenherstellung spezialisierten Verlegern ein Zentrum der Himmelskartographie. Hier veröffentlichte Doppelmayr eine Reihe astronomischer Karten zunächst als Teil großer Atlanten. In dem 1742 bei Homanns Erben erschienenen Himmelsatlas Atlas Coelestis wurden diese Karten zusammengeführt. Auf insgesamt 30 Tafeln werden die Sphären, das Sonnensystem (alternativ nach Nikolaus Kopernikus und Tycho Brahe), Planetentheorien und Beschreibungen der Planeten, Mondtafeln, Informationen zu Finsternissen, Kometenbahnen usw. dargestellt. Einige dieser Tafeln befinden sich im historischen Bibliotheksbestand der Franckeschen Stiftungen und werden derzeit in der Kabinettausstellung »Himmelsreisen. Astronomie im Buch- und Kartendruck der Frühen Neuzeit« gezeigt.


Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr
Eintritt in die Ausstellungen der Franckeschen Stiftungen: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

18.01.2019

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